Aktuelles

Und nun schweigen sie


Alte Glocken
Am Sonntag, 11. August war es soweit. Wie bei uns in Seesen üblich, feierten wir um 10:00 Uhr Gottesdienst. Besonders war sicher dabei, dass wir Pillina-Elea Wichmann tauften und dass das Ehepaar Eleonore und Detmar Seidig ihr 25. Ehejubiläum begehen konnten. Sowohl der Täufling als auch das Jubiläumsbrautpaar bekamen Gottes Segen zugesprochen.
Und dann geschah es eben auch. Wir erinnerten im Gottesdienst, wie oft die „Züchnerglocken“ die Menschen in Seesen daran erinnert haben, dass sie Gesegnete Gottes seien, dass sie getauft sind. Wir erinnerten, dass sie uns immer wieder mahnten, dass unser irdisches Leben endlich ist, dass sie zum Frieden riefen, dass sie die Menschen zu Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und vielen anderen Gottesdiensten einluden, dem Worte Gottes zu lauschen, dass sie jeweils das neue Jahr einläuteten und über die Böllerei hinweg zu hören waren und vieles andere mehr.
Als Musik zum Ausgang des Gottesdienstes erklangen sie nach 64 Jahren ein letztes Mal. Erst jede Glocke einzeln und zu guter Letzt alle zusammen. Die Gemeinde hatte sich dazu auf der Wiese versammelt. Was in den Köpfen vor sich ging? Wehmut? Sicher! Auch die eine oder andere Träne wurde verdrückt. Dank sei hier noch einmal Familie Züchner gesagt, die 1955 dieses Geläut spendeten.

Das Sehusafest steht vor der Tür

7. und 8. September 2019


Sehusa19
„Immer, wenn ich sehe, dass die Taverne der Kirchengemeinde aufgebaut wird, weiß ich: bald ist das Sehusfest!“ So wurde es uns bei Beginn unserer Aufbauarbeiten der Taverne und des Küchenzeltes gesagt. Und so ist es: Am 7. Und 8. September wollen wir wieder gemeinsam mit vielen anderen aus unsere Stadt und den Gästen feiern. Das herausragende Ereignis dabei wird sein, dass die neuen Glocken der Sankt-Andreas-Kirche beim Fest vorgestellt werden. Seien Sie schon jetzt gespannt!

Der neue Kirchenbote ist da!

Juni 2019


Kibo
Wir freuen uns über die neue Ausgabe unseres Kirchenboten. Sie finden ihn unter Aktuelles/ gemeindebrief. Viel Spaß beim Lesen!

„Kann es im Himmel schöner klingen?“

28. April 2019


28042019
Dies war einer der Kommentare, als das Konzert am vergangenen Sonntag beendet war. Zuvor waren alle Zuhörer*innen von den Klängen der Panflöte verzaubert worden. Matthias Schlubeck zeigte die schier unglaubliche Bandbreite im Klangrepertoire dieses Instrumentes: von melancholisch über wütend treibend hin zum verspielt Spielerischem; von leise, kaum hörbaren Tönen zu über der Orgel liegenden Tönen … und die ließ unser Propsteikantor Andreas Pasemann mit voller Kraft ihren Klang erschallen. Schlubeck und Pasemann harmonierten in einer Spiellaune, als würden sie seit vielen Jahren nichts anderes tun. Herzlichen Dank beiden für dieses einmalige Klangerlebnis.

Abschied von Weggefährten

28. April 2019


22042019
Am Ostermontag feierten wir mit den Kirchenentdeckern die Auferstehung Christi. Die Frage „wohin mit der Trauer“ leitete uns dabei von Petrus, der seinen Verrat erkennt, als Jesus ihn anschaut, bis zu Miriam, die den Auferstandenen erkennt, als der sie mit ihrem Namen anspricht. Schließlich wurden Jugendlichen, die nun alt genug sind, um Hauptkonfirmand*innen zu werden, verabschiedet. Ihre Zeit als Kirchenentdecker ist zu Ende gegangen. Gottes Segen begleite Euch! Am vergangenen Sonntag mit Namen Quasimodogeniti stand ein weiterer Abschied an. Nach 8 Jahren verabschiedeten wir Weggefährten, mit denen wir in einer ganz besonderen Weise Kirche erleben konnten. Als Kirchenentdecker bereiteten wir 14-tägige Gottesdienste für die größeren Kinder vor und feierten sie, gingen „on tour“, gestalteten Reisesegengottesdienste und verkündeten zu Heiligabend mit Konfirmand*innen und Freuden zusammen die Geburt Christi und konnten gut feiern. Dieser gemeinsame Weg bei den Kirchenentdeckern ist nun zu Ende gegangen. Ein großer Dank für diese herausragende gemeinsame Zeit sei Euch auch hier gesagt: Albert, Christian B., Christian M., Gerlice, Holger, Irene, Katrin, Kerstin, Rudolf, Sonja und Ulrike!

"JETZT SIND SIE FORT"

2. April 2019


02042019
In den frühen Morgenstunden kam ein großer Kran der Firma Möhle. Nach kurzem Absichern waren auch schon die Mitarbeiter der Firma Jürgens dabei, die Schallöffnung zu entfernen, damit die beiden Bronzeglocken aus dem Dachreiter herabgelassen werden konnten. Besonders faszinierend war die Zusammenarbeit von Herrn Möhle und Herrn Peter, von der Firma Rincker. Obwohl sie noch nie miteinander zu tun hatten, war es, als verstünden sie sich blind. Ein wirklich gutes Team.
Die Bilder geben einen gewissen Eindruck von der Arbeit, die im Dachreiter verrichtet werden musste. Schließlich waren beide Glocken unten und wurden nach Sinn gefahren. Nach den Sommerferien werden sie mit den vier neuen Glocken nach Seesen zurückkehren und gemeinsam bilden sie dann das neue Geläut im Glockenturm.

"KINDER HAFTEN FÜR IHRE ELTERN."

Walter Hirche hielt Festvortrag beim Stifterfest am 29. März


Stifterfest
Am vergangenen Freitag fand das diesjährige Stifterfest der Propstei-Stiftung „Kirche in unserer Zeit“ im Seesener Kirchenzentrum statt. Rund 120 Gäste waren der Einladung des Kuratoriums der Stiftung gefolgt und hörten nach einem Gottesdienst in der St. Andreas-Kirche einen sehr interessanten Vortrag von Festredner Walter Hirche. Er war in seiner aktiven Zeit Wirtschaftsminister in Niedersachsen und Brandenburg, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium sowie langjähriger Vorsitzender der niedersächsischen Freien Demokraten. Zudem war er von 2002 bis 2014 Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Im Jahr 2016 erhielt Hirche das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Aufgrund der breitgefächerten, gesellschaftlichen Erfahrung Hirches wurde sein Vortrag dann auch mit einiger Spannung erwartet. Er referierte in seiner einstündigen Rede über das Thema „Verantwortung für morgen – die Rolle der UNESCO“. Von 2002 bis 2014 war Walter Hirche Präsident der deutschen UNESCO-Kommission und ist von daher ein bester Kenner der von ihm angesprochenen Materie. Im Kern ging es Walter Hirche um die Erziehung. Wie können Schule und Elternhaus dazu beitragen, dass die Jugend gerüstet ist für die weltweiten Herausforderungen der Gegenwart? Hier nannte der Festredner exemplarisch eine der wohl wichtigsten Fragen, indem er auf den nicht mehr zu übersehenden Klimawandel abhob. Kinder haften, wenn sich nichts Durchgreifendes ändert, für das Verhalten ihrer Eltern. Die notwendige Vermittlung einer vertieften Erkenntnis über die Zusammenhänge funktioniert, so Hirche, aber erfahrungsgemäß nur dann, wenn die Jugendlichen in konkrete Projekte eingebunden werden können. Dies zeige nicht zuletzt die jüngste Entwicklung rund um den „Friday for Future“.
Betroffene zu Akteuren machen – das helfe mehr als die bloße Wiederholung von guten Einsichten. Der Mensch sei aufgrund seiner genetischen Veranlagung gewohnt, nur auf aktuelle Reize zu reagieren. Heraufziehende Katastrophen werden weit in die Zukunft geschoben. Daher gelte es, die Zukunftsfragen in direkte Betroffenheit zu überführen. Dies sei eine Hauptaufgabe der Erziehung im umfassenden Sinne. Denn, so Hirche, die Schule allein könne diese Form der Bildung nicht abdecken. Vielmehr müsse es mehrere, aufeinander abgestimmte Lernorte geben, wobei der Familie zweifellos eine herausragende Bedeutung zukommt. Die UNESCO, die sich weltweit um Formen zukunftsweisender Bildung kümmert, stehe vor der Herausforderung, anstehende Entscheidungen so zu vermitteln, dass sie als weltweites Problem auch erkannt werden können. Dies gilt auch für die Erderwärmung und den Klimawandel: „Nationale Alleingänge bieten keine alleinige Abhilfe. Vielmehr ist ein weltweites Umdenken erforderlich. Dabei kommt der neuen Generation eine herausragende Bedeutung zu. Moralisierung hilft dabei nicht weiter“, so Walter Hirche.
Im Gottesdienst vorher wurde Gerlice Bakker als bisheriges Kuratoriumsmitglied durch Propst Thomas Gleicher verabschiedet. Nach 10jähriger Mitwirkung in der Stiftung zieht ihre Familie wieder in die Niederlandes zurück. Für das leibliche Wohl im Kirchenzentrum sorgte Petra Rotfuchs mit ihrem Team mit einem leckeren Ingwer-Süppchen und einem gut aufgestellten kalten Buffet.

Johannes Koch, Pfarrer

NOCH SIND SIE DA! (28. MÄRZ 2019)

Glocken
Am vergangenen Donnerstag begann Herr Peter von der Glockengießerei Rincker die Bronzeglocken aus dem Dachreiter abzubauen. Bisher waren sie unser Sterbegeläut. Doch nun werden sie am Dienstag, 2. April, aus ihrer bisherigen Heimstadt geholt, um nach Sinn transportiert zu werden. Dort sollen sie geprüft und umgestimmt werden, damit sie mit den neuen Glocken ein gemeinsamen Geläut bilden.

VIDEO ZUM GLOCKENGUSS

Video
Der Film über den Glockenguss für St. Andreas, den Jonas Rennspieß gedreht und geschnitten hat, finden Sie hier.


KONFIRMAND*INNEN IM ST. VITUS AM 23. MÄRZ 2019

KonfirmandInnen in St Vitus
Auf dem Programm standen die 10 Gebote. Hier sind sie noch einmal in der jüdischen Zählung.

1) Ich bin der Befreier, dein Gott.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du dich keinem Zwingherrn beugen. Auch wirst du selber niemandem Zwingherr sein. Du wirst die Stimme vernehmen, die dem Leben dient und nicht dem Tod. Du wirst nicht einwilligen, dass das Herz verhärtet. Du wirst den Mut in dir wachsen lassen. Durchdrungen wirst du von Güte. Und auf den Aufruf, der dich trifft, wird dein Leben Antwort sein und ein Zeichen der Hoffnung.

2) Du wirst dich den Götzenbildern verweigern.
Was heißt das?
Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du nicht Bilder machen, die knechten. Du wirst den Verführern nicht folgen. Der Faszination der Nation oder gar einer „Rasse“ wirst du niemals verfallen. In das lebendige Antlitz des Nächsten wirst du schauen und es mit nichts verstellen. Nie wirst du den Götzen grüßen. Aber du wirst ein Ebenbild des Befreiers sein. Denn nach ihm verlangen alle Erniedrigten. Du wirst ihnen helfen, sich im Bild ihrer Schönheit zu freuen, wie sie im Werden sie selber sind und sich wandeln.

3) Du wirst den Gottesnamen wahren.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du seinen Namen nicht zur Verknechtung missbrauchen. Du wirst ihn nie in Verbindung bringen mit zerstörender Macht und Gewalt. In diesem Namen wirst du dich aller Übergriffe verwahren und den anderen Weg einschlagen, den schmalen, den sanften, der die größere Stärke verlangt. Du wirst dich so verhalten, dass Freiheit gedeiht, dass Gerechtigkeit wächst, dass heilende Energie sich verbreitet. Der Name gewinnt dir einen freudigen Klang. Und du wirst aufrecht unter dem großen Farbenbogen vorangehen.

4) Du wirst den Sabbat halten.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du dir und allen um dich herum freie Räume lassen, dass sie atmen und heraustanzen aus dem Zwang der Arbeit, wenn das Maß getan ist. Ja, deine Arbeit selbst wird nicht mehr die eines Sklaven sein. Du wirst innehalten. Du wirst Muße finden. Eine Gelassenheit wirst du um dich verbreiten. Nicht ruhen wirst du, bis der siebte Tag wahrhaft ein Tag der Ruhe wird, das siebte Jahr ein erfüllendes Ruhejahr und das siebenmal siebte Jahr – heute schon- allen das Jahr der großen Entschuldung. Was also wird dir die Erde sein? Die Oase des Sabbat.

5) Du wirst Vater und Mutter ehren.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du den Eltern und Alten Anteil geben an deiner Freiheit. Du wirst sie nicht draußen lassen. Einbeziehen wirst du sie, so dass sie auch in den späten Zeiten wohl geachtet sind, ihr Auskommen haben und nicht darben. Lust sollen sie gewinnen, alt zu werden, sich – frei aller Pflichten - an Kindern und Kindeskindern erfreuen und mit ihnen spielen. Gönnen und öffnen wirst du ihnen Wege des Sehens und Hörens und Lernens, die ihnen das frühere Leben vorenthielt. Und wenn sie die Kraft verlässt, wirst du ihnen Stütze sein, Anhalt, verlässlicher Begleiter.

6) Du wirst nicht töten.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du deinem Mitmenschen die Freiheit seines Lebens lassen. Du wirst dich schützend vor ihn stellen, so fremd er dir auch sei. Auch in Gedanken wirst du ihn nie vernichten, sondern ihn stärken in seiner Schwäche. Aufheben wirst du ihn, wenn er stürzt. Du wirst sinnen, was ihn neu aufbaut, wenn ihn der Mut verlässt. Tödlicher Worte wirst du dich enthalten, tödlichen Handelns auch, das dem Leben sein Recht raubt. „Schalom“ wird dein Gruß sein, „Frieden“ den Menschen, den Tieren, den Pflanzen, der ganzen Erde, die uns trägt.

7) Du wirst nicht ehebrechen.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du dem Bund zweier Menschen weder Schaden noch Gewalt antun, dem eigenen Bunde nicht und auch dem zweier anderer. Du wirst dich freuen, dass der Bund Bestand hat. Du wirst die freien Räume achten, die beide füreinander brauchen. Du wirst Ausblicke öffnen auf die Wandlungen unterwegs, die das gemeinsame Leben reicher machen. Du wirst dem Bunde der beiden gut sein.

8) Du wirst nicht stehlen.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du deinem Nächsten den Boden, auf dem er steht und sich bewegt, nicht entziehen. Du wirst ihm einen Stand bieten und ein Halt sein, wenn sein Weitergang gefährdet ist. Du wirst ein Auge auf ihn haben, dass sich niemand an ihm bereichert. Du wirst ihm das, was er zum Leben braucht, gönnen und ihm im gegebenen Fall helfen, es zu beschaffen. Du wirst bereit sein, mit ihm dein Leben und das, worauf es gründet, zu teilen.

9) Du wirst nicht Falsches reden über deinen anderen.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wirst du den Nächsten mit deinen Worten nicht um seinen Ruf bringen, sondern sein Gutes suchen. Du wirst mit ihm von Gesicht zu Gesicht sprechen und die Verständigung im Sinn haben. Dein gutes Wort wirst du einlegen zwischen den einzelnen, zwischen den Gruppen, zwischen den Völkern. Dem Lügengeist wirst du widerstehen und die Gedanken offen legen für ein gerechtes Einvernehmen. Du wirst den Mut, den Freimut, die Courage haben, zu Gunsten der Wahrheit auszusagen.

10) Du wirst nicht gierig sein auf fremdes Gut.
Was heißt das? Wenn du dem Gott, der dich freimacht, traust, wird deine Hand nicht zur raffenden Hand, die sich am Haus deines anderen, an dem, was ihm notwendig und kostbar ist, vergreift. Du wirst mitbauen, dass alle eine Bleibe haben. Du wirst dich mit davor spannen, wenn die Karre des anderen im Schlamm versackt. Du wirst die Habe des Schwachen vor dem Zugriff der Gewinnsüchtigen schützen. Den Künftigen wirst du das Erbe wahren und ihnen die Erde als Basis ihres gemeinsamen Lebens erhalten.

Um das 5. Gebot zu verdeutlichen, wie ein ehrenvoller und würdiger Umgang mit alten Menschen gestaltet werden kann, besuchten wir das St.Vitus und aßen mit den Bewohner*innen gemeinsam zu Mittag. Herzlichen Dank für die freundliche Aufnahme dort. Es war für alle eindrücklich, wie freundlich und zugewandt mit alten Menschen umgegangen werden kann.

DANGESCHÖN AM 20. MÄRZ 2019

Dankeschoen
Der Einladung zum „Dankeschön-Essen“ folgten viele in unserer Kirchengemeinde ehrenamtlich Tätigen. Pfarrer Weißer begrüßte alle und während Bilder des Jahres 2018 als Slideshow zu sehen waren, gab es erst einmal Rindergeschnetzeltes mit Mint-Jogurt. Viele Gespräche entstanden nicht nur an den Tischgruppen sondern auch darüber hinaus. Schließlich sahen wir den Film vom Glockenguss in Sinn, den Jonas Rennspieß gedreht und geschnitten hat. Für diejenigen, die beim Guss der Glocken I-III dabei waren eine wunderbare Erinnerung, für alle anderen eine Möglichkeit über das Geschehen zu staunen. Herzlichen Dank an alle, die unsere Kirchengemeinde so lebendig gestalten!

GUSS DER KREUZGLOCKE AM 18. MÄRZ 2019

Kreuzglocke
Das erste Foto zeigt die Stifter der Glocke IV, der Kreuzglocke. Herr Brinckmann von der Volksbank Seesen und Herr Spielmann von der VR-Stiftung der Volks und Raiffeisenbanken Norddeutschland überreichten vor Kurzen den symbolischen Scheck über € 12.500. Herzlichen Dank noch einmal dafür!
Und nun wurde am Montag, 18. März, eben diese Glocke gegossen. Ohne Begleitung aus der Gemeinde war dies nicht vorstellbar. Folglich fuhren wir zu viert, die Kirchenvorsteher Nähring und Kiehne, die ehemalige Kirchenvorsteherin Frau Niklas und ich, Tim-Florian Meyer, nach Sinn.
Die Stimmung bei der Glocken- und Kunstgießerei Rincker war eine völlig andere als noch am Freitag. In der Gussgrube waren die Kanäle schon abgebaut und es wirkte seltsam leer. Auch von der starken Hitze des Freitags war nicht viel zu spüren, zumal eben nur der kleine Ofen befeuert wurde. Schließlich wird die Kreuzglocke „nur“ 580 kg wiegen. In der Zeit vor dem Guss konnten wir durch die Gießerei schlendern, hier und da bei der Arbeit zuschauen, ein wenig mit den Mitarbeiter*innen schnaulen. Begeistert war ich allerdings, als ich Silikonforman vorfand, die für die Zier unserer Glocken genutzt wurden. So lagen dort die Formen für die Sankt-Andreas-Kirche, Maria Königin, den Jakobstempel und das Imervard-Kreuz, als Symbol für unsere Landeskirche und auch unsere Propstei. Alle vier Formen zieren die Glocke der Geschwisterlichkeit. Zwischendurch schauten wir immer wieder beim Ofen vorbei. Als das Thermometer schon 1079°C anzeigte, sah ich Zinnbecher am Rande liegen, ineinander gestellt und zerdrückt. Durch ihre Zugabe kurz vor dem Guss würde das Mischungsverhältnis auf die gewünschten 78% zu 22% von Kupfer und Zinn gebracht werden. Nachdem die letzte Schlacke mit einem „Schaumlöffel“ abgeschöpft, der Ofen abgestellt und das Bittgebet gesprochen war konnte der Guss beginnen. Nun floss die Bronze in den Kanal, stieg an und konnte in die Form laufen. Mit höchster Konzentration und gleichsam meditativer Ruhe geschahen die notwendigen Handgriffe. Wir Zuschauer konnten nur staunen, wie diese so unglaublich heißen Metall sein Weg gewiesen wurde. Nach wenigen Minuten war der Gießvorgang vollendet.
Nun werden in den nächsten Tagen die Glocken I-III aufgegraben, gereinigt und geputzt. Ggf. muss noch etwas nachgestimmt werden. Ebenso geschieht es mit ein paar Tagen Verzögerung mit der „kleinen“ Glocke. Am 9. April wird der Glockensachverständige prüfen, ob der Guss gelungen ist.
Was alle Mitarbeiter*innen der Firma Rincker bestätigen konnten, ist, dass diese vier Glocken in ganz besonderer Weise durch die Glockenzier und die Inhalte für die sie stehen und klingen werden eine Einheit bilden, die es so äußerst selten gibt.

GUSS DER GLOCKEN I-III AM 15. MÄRZ

Glockenguss
Zum Guss der großen drei Glocken bei Rincker in Sinn machten wir einen Gemeindeausflug. Hier können Sie ein wenig miterleben, wie die Glocken gegossen wurden. Eckdaten: in den großen Ofen passen bis zu 5 Tonnen Bronze. Seit 5:00 Uhr wurde hier geheizt, sodass um 14:30 Uhr die Gusstemperatur von 1085° Celsius erreicht wurde.

Segen zum Glockenguss:
Unsere Hilfe kommt vom HERRn,
der Himmel und Erde erschaffen hat.
HERR, höre mein Gebet, -
und lass mein Rufen vor dich kommen!
Lasst uns beten:
Allmächtiger Gott, Ursprung des Lebens,
Schöpfer des Kosmos:
Himmel und Erde rühmen Deine unerschöpfte Macht und Güte!
Wir bitten dich:
Sieh freundlich auf das Werk unserer Hände
und segne dieses flüssige Metall,
dass für den Guss unserer Glocken bestimmt ist.
Leite seine feurigen Ströme in die Formen unter der Erde
und schenke allem Mühen Erfolg.
Gib, dass die neuen Glocken Dich verherrlichen
inmitten unserer Gemeinde für alle, die sie hören.
Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi.
AMEN

DER NEUE KIRCHENBOTE IST DA!


Die Frühlings-Ausgabe 2019 in neuem Format finden Sie hier.
Viel Spaß beim Entdecken!

Kibo 01/2019

ERSTE SITZUNG DER NEUEN PROPSTEISYNODE BAD GANDERSHEIM-SEESEN

Propsteisynode
Die Propstei Bad Gandersheim und die Propstei Seesen sind zum 1. Januar 2017 fusioniert. In den letzten beiden Jahren setzte sich die Propsteisynode aus den gesamten Mitgliedern der vormals selbständigen Propsteisynoden Bad Gandersheim und Seesen zusammen.
Nachdem sich im Laufe des Jahres die neugewählten Kirchenvorstände konstituiert hatten, stand nun die Neubildung der Propsteisynode Gandersheim-Seesen auf der Tagesordnung. Aus allen sechs Regionen der Propstei trafen die Synodalen zur Andacht in der Seesener Sankt-Andreas-Kirche ein. Pröpstin Elfriede Knotte und Propst Thomas Gleicher gestalteten gemeinsam die Andacht, die traditionell mit dem Lied „Die Kirche steht gegründet allein auf Jesus Christ“ endete.
Zu Beginn der Synodensitzung versammelten sich die anwesenden 55 (von 58) Propsteisynodalen im Seesener Kirchenzentrum. Dort würdigte Pröpstin Knotte die jahrzehntelange Leistung von Elke Wille (Stroit) in Kirchengemeinde und Propstei. Elke Wille war u.a. viele Jahre Vorsitzende der Propsteisynode Bad Gandersheim. Ihr ehrenamtliches Lebenswerk wurde vor wenigen Wochen durch die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kinkel mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wertgeschätzt. Auf Vorschlag des Propsteivorstandes wählte die Synode Elke Wille zur Ehrenvorsitzende.
Die erste Sitzung einer neuen Propsteisynode ist sehr stark von Wahlen geprägt. Die umsichtige Vorbereitung und Begleitung der Wahlen durch Propsteisekretärin Diana Hoppe ermöglichte ein zügiges Verfahren. Die Synodalen wählten Heidemarie Neumann (Gittelde) mit 94,5 % Zustimmung zur neuen Vorsitzenden der Propsteisynode und Carsten Schillert (Delligsen) mit 82,7% zum stellvertretenden Vorsitzenden. Beide sind zudem Mitglied des Propsteivorstandes.
Kraft Amtes gehören dem Propsteivortand Pröpstin Elfriede Knotte (Bad Gandersheim), Propst Thomas Gleicher (Seesen), stellv. Pröpstin Meike Bräuer-Ehgart (Bad Gandersheim) und der stellv. Propst Johannes Koch (Rhüden) an.
Durch Wahl komplettieren den Propsteivorstand Pfarrer Thomas Weißer (Seesen), Jürgen Hirschfeld (Seesen) und Mike Südekum (Bad Grund). Sie werden bei Abwesenheit vertreten durch Pfarrer Robert Schaper (Opperhausen), Cornelia Materne (Clus) und Cornelia Heinrich (Bad Gandersheim). Der Wahlmarathon umfasste auch die Wahl der Mitglieder im Diakonieausschuss, Bauausschuss, Jugendausschuss sowie zwei Kassenprüfer.
Ab sofort wird wieder die inhaltliche Arbeit in der Propsteisynode dominieren. Ein besonderes Ereignis wird die Themensynode „Diakonie“ am 27. Mai 2019 mit Landesbischof Dr. Christoph Meyns sein.

Carsten Schillert, stellv. Vorsitzender der Propsteisynode | Sven Leistner, Mitglied im Propsteibauausschuss

DER NEUE PROPSTEIVORSTAND

PV
Pröpstin Elfriede Knotte, Propst Gleicher, stellv. Pröpstin Meike Bräuer-Ehgart, Jürgen Hirschfeld, Carsten Schillert, Pfarrer Thomas Weißer, Heidemarie Neumann, Pfarrer Robert Schaper, Cornelia Materne, Mike Südekum und Cornelia Heinrich

LEBENS-MITTEL (-RECHT) WASSER – BROT FÜR DIE WELT

Wasser
Im Konfirmandenunterricht versuchen wir, das Wort Gottes mit Leben zu erfüllen und den Jugendlichen die Aktualität dieser Worte näher zu bringen. Am Samstag bearbeiteten wir folgenden Vers aus dem Römerbrief:
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Rm.12,21
BROT FÜR DIE WELT ist eine Organisation, die sich seit 1959 um Hilfe zur Selbsthilfe kümmert für Menschen die hungern. Mit der Zeit sind aber auch andere Aufgaben hinzugekommen, wie z.B. die Information über Zusammenhänge, warum es in bestimmten Regionen der Welt Hunger und Armut gibt. Eines der mittlerweile wichtigsten Themen ist das LEBENSRECHT WASSER.
Kerala ist ein indischer Bundesstaat und im Süden des Subkontinents gelegen. Einer der größten Reichtümer ist das Wasser. Deshalb hat sich der Konzern Coca-Cola entschieden, dort eine Abfüllanlage zu errichten und zu betreiben. Doch während des Betriebes wurde so viel Wasser dem Wasserkreislauf des Landes entnommen, dass es zu einer Klage kam gegen Coca-Cola.
Wir spielten diesen Prozess, der letztlich vor den Obersten Gerichtshof ging, nach. Die Konfirmand*innen waren in dieser Verhandlung die Staatsanwaltschaft, dazu hatten wir einen Richter und natürlich Vertreter des Konzerns. In der Kleingruppen-Phase wurden die Staatsanwälte vorbereitet, um sich ein Bild von der Lage machen zu können und wie wer eigentlich an dieser Lage beteiligt ist und welche Argumente zur Anklage führten.

SITUATION: - wir befinden uns in Plachimada, im Süden von Kerala; - angeklagt ist Coca-Cola wegen ihrer neuen Abfüllanlage; - täglich werden rund 600.000 Liter Wasser aus neugebohrten Brunnen entnommen; - Folge: geringere Wasserqualität / Ernteeinbußen ; - Recht: jeder Landbesitzer hat das Recht, so viel Wasser zu entnehmen, wie er will und braucht;

URTEIL: - Das Wasser gehört nicht dem jeweiligen Grundbesitzer, sondern der Öffentlichkeit. Der Staat ist lediglich Treuhänder dieses öffentlichen Rechts. - Aus der in der Verfassung verankerten Pflicht des Staates zum Schutz des Lebens seiner Bürger leitet das Gericht weiter ab, dass der Staat die Ausbeutung der Recource Wasser zum Schaden anderer Bürger verhindern müsse. Damit wird gleichzeitig der Vorrang des Schutzes des Lebens vor dem Schutz von Eigentum erklärt. - für Plachimada erklärte das Oberste Gericht, dass Coca-Cola nur so viel Grundwasser entnehmen darf, wie es durchschnittlich für die Bewässerung eines vergleichbaren großen Landbesitzes erforderlich wäre.

Das Einzieren der Glocken hat begonnen

Glockenzierung
Seit Montag, 11. Februar, werden die neuen Glocken in Sinn bei der Glockengussfirma Rincker eingeziert. Hier sehen Sie einige Impressionen von der Arbeit dort und Sie bekommen einen Eindruck, von der Dominika, der größten Glocke.
Wenn die Glocken I-III gegossen werden, wollen wir als Gemeinde dabei sein. Die Glocke IV, die immerhin auch noch knapp 600 Kg wiegen wird, soll erst drei Tage später gefertigt werden. Schließlich wiegen die großen Glocken 3,8 Tonnen und bei der Firma Rincker können „nur“ bis zu 4 Tonnen Bronze gegossen werden. Am 15. März starten wir mit zwei Reisebussen unsere Fahrt nach Sinn. Spätestens um 13:30 Uhr müssen wir dort sein, denn wenn die „Suppe“ 1100°C erreicht hat, muss auch gegossen werden. Anschließend wird uns die Kunst der Herstellung von Glocken gezeigt. Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken beschließen wir diesen Ausflug und machen uns auf die Heimreise. Gegen 21:00 Uhr werden wir wieder zurück sein. Mitfahrer*innen sollten kein Asthma haben und 14 Jahre alt sein.
Melden Sie sich doch im Kirchenbüro an. Der Kostenbeitrag beträgt € 25,00. Wir freuen uns auf Sie.

Video zum Chorauftritt in New York

Das Video mit dem kompletten Konzert gibt es nun auf Youtube zu sehen.
Das Stabat Mater, bei dem die Seesener Chöre mitgesungen haben, war nach der Pause, im Video ab 1:22 zu sehen.

Im Programmheft des Konzerts stehen u. a. die Texte des Stabat Mater mit englischer Übersetzung sowie eine Auflistung aller beteiligten Sängerinnen und Sänger.

Martin Luther King (1929 – 1968) – Ein Nachfolger Jesu Christi

NY

Mit den Konfirmand*innen des KFS gestalteten wir (das KU-Team) einen Tag zu Martin Luther King und seinem gewaltfreien Kampf für die Menschenwürde und die Rechte der schwarzen Bevölkerung in den USA. Nach einen Sprechmotette zu dem Jim-Crow-Law verteilen sich die Teilnehmer*innen in drei Kleingruppen (KG). Die Ergebnisse wurden in einen Vortrag zum Leben Matin Luther Kings eingebettet:
„Martin wuchs als Pfarrerssohn in Atlanta, einer Stadt im Süden der USA auf. Das ungerechte System der Rassentrennung prägte Martins Kindheit und Jugend. Dagegen wollte er sich wehren. Martin entschied sich, wie sein Vater Pfarrer zu werden. Er studierte die Bergpredigt und verpflichtete sich zur Feindesliebe und Gewaltlosigkeit, wie sie Jesus lehrte.

Mt.5,1 Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg. Und er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9 Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen.
12 Seid fröhlich und jubelt; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.
Mt.5,43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3. Mose 19,18) und deinen Feind hassen.
44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen,
45 auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner?
47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden?
48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. Er lernte den gewaltlosen Widerstand kennen, mit dem Mahatma Gandhi Indien die Freiheit brachte. 1953 heiratete Martin die Sängerin Coretta Scott, mit der er vier Kinder hatte. Martin wurde Pfarrer einer schwarzen Baptistengemeinde in Montgomery.

1. KG - Wahlen eine Wahl wird durchgeführt: Jede Teilnehmer*in bekommt eine Wahlkarte und schreibt ihren Namen und Geburtsdatum auf den dafür vorgesehenen Ort; nun stellen sich alle in einer Schlange an, um von den zwei „Beamten“ zur Wahl zugelassen zu werden. Ob jemand wählen kann? Wer kann, bekommt einen KINDER-Riegel. Auf dem Bild zu sehen: nur zwei hatten es geschafft!

2. KG - Rosa Parks Darstellung der damaligen Situation, als schwarze Rosa Parks ihren Busplatz nicht für einen Weißen räumen wollte. Als die Näherin Rosa Parks 1955 verhaftet wurde, weil sie sich weigerte, ihren Sitzplatz im Bus einem Weißen zu überlassen, wehrte sich die schwarze Bevölkerung von Montgomery mit einem Busstreik und konkreten Forderungen. Sie wollten nicht mehr leiden und das ungerechte System akzeptieren. Martin war ein kluger und besonnener Anführer der gewaltfreien Widerstandsbewegung. Er rief seine Gemeinde immer wieder zur Liebe und zum Verzicht auf Gewalt auf. Vor laufenden Kameras wurden friedliche schwarze Demonstranten zusammen geschlagen und ins Gefängnis gebracht.

3. I have a Dream
(Vortrag des Redeausschnitts als Diktat, kämpferisch, und als verträumte Kiffer)
Ich habe einen Traum,
dass sich eines Tages diese Nation erheben wird
und die wahre Bedeutung ihres Glaubensbekenntnisses ausleben wird: „Wir halten diese Wahrheit für
selbstverständlich: Alle Menschen sind als gleich erschaffen.“
Ich habe einen Traum,
dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia
die Söhne früherer Sklaven
und die Söhne früherer Sklavenhalter
miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.
Ich habe einen Traum,
dass meine vier kleinen Kinder
eines Tages in einer Nation leben werden,
in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe,
sondern nach ihrem Charakter beurteilt
Ich habe einen Traum, heute!
Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden! Und das Unebene soll zur Ebene werden
und das Hügelige zur Talebene!
Und die Herrlichkeit des HERRn wird sich offenbaren,
und alles Fleisch miteinander wird es sehen.


Die Welt wurde auf die Ungerechtigkeiten der Rassentrennung aufmerksam. Die Rassentrennungsgesetze wurden aufgehoben. 1963 marschierten 250 000 schwarze und weiße Menschen nach Washington, um für Rassengleichheit zu demonstrieren. Martin hatte einen Traum: Weiße und Schwarze gehen friedlich Hand in Hand. 1964 erhielt Martin Luther King den Friedensnobelpreis. Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King erschossen. „Endlich frei“ steht auf seinem Grabstein.“

Nach einer Mittagspause mit Hotdogs und Joghurt mit Honig sahen wir gemeinsam den Film „Selma“.

Die Kantorei an Sankt Andreas in New York - Impressionen einer Reise

NY

Anlässlich des Martin-Luther-King-Days waren die Chöre unserer Kirchengemeinde nach New York eingeladen. Unter der Leitung von Sir Carl Jenkins wirkten sie an der Aufführung dessen „Stabat Mater“ unter seiner Leitung in der Carnegie Hall mit. Für alle war das sicher ein grandioses Erlebnis.
Ab dem 2. Februar wird eine Filmaufnahme dieses Konzertes auf der Facebook-Seite des Veranstalters erscheinen. Wenn es soweit ist, werden wir Sie hier an diesem Ort informieren und ggf. einen Link schalten.

„Sie sind wieder zurück“

NY

Anlässlich des 75. Geburtstages von Sir Carl Jenkins waren die Chöre unserer Kirchengemeinde nach New York eingeladen. Unter der Leitung von Jonathan Griffith wirkten sie an der Aufführung dessen „Stabat Mater“ unter seiner Leitung in der Carnegie Hall mit. Für alle war das sicher ein grandioses Erlebnis.
Ab dem 2. Februar wird eine Filmaufnahme dieses Konzertes auf der Facebook-Seite des Veranstalters erscheinen. Wenn es soweit ist, werden wir Sie hier an diesem Ort informieren und ggf. einen Link schalten.

Neue Konzertreihe in St. Andreas Seesen: Philharmonisches Kammerorchester Wernigerode stellt sich vor

Neue Konzertreihe

Seit nun mehreren Jahren wird in der Gemeinde- und Propsteikirche St. Andreas in der niedersächsischen Stadt Seesen eine Reihe von Konzerten ausgerichtet, die sich gänzlich der klassischen Musik widmen. Dabei bietet die Kirche St. Andreas hervorragende Voraussetzungen für Konzerte dieser Art. Der Verein „Konzerte an St. Andreas“ in Seesen hat in Zusammenarbeit mit dem neuen ersten Vorsitzenden Martin Wiese und dem künstlerischen Leiter Christian Fitzner, Geschäftsführer und Dirigent des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode, eine neue Konzertreihe für das Jahr 2019 konzipiert. Mit insgesamt vier Konzerten wird der Wernigeröder Klangkörper in St. Andreas gastieren. Zur Vorstellung der Konzertreihe lädt der Verein und das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode

am Samstag, den 26. Januar, 18 Uhr in die Kirche St. Andreas


ein. Interessierte können sich über die Konzertreihe informieren, Abonnements und Konzertkarten erwerben. Das Orchester gibt mit Werken von Bach, Holst, Klein und Williams einen kleinen Vorgeschmack auf die Reihe.
Der Eintritt zu dieser Auftaktveranstaltung ist frei

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26. Dezember 2018: Gesegnete Weihnachtszeit

Weihnachtszeit2018

Und das Wort ward Fleisch
Und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
voller Gnade und Wahrheit.
Johannes 1,14

Weihnachtsstück am 24. Dezember: "In einer kalten Nacht"

Krippenspiel

Im diesjährigen Weihnachtsstück ‚In einer kalten Nacht‘ konnten sich die Gottesdienstbesucher*innen mit den Protagonist*innen der ersten Szenen identifizieren. Jugendliche, die dann doch lieber Handball spielen wollen; ein Vater, der mit seinen Kindern zum Gottesdienst gehen soll, damit seine Frau die Weihnachtsstube vor bereiten kann; eine gestresste Mutter, deren Kind nur noch widerwillig mitkommt; zwei lethargische Jugendliche, die außer auf Schnee und Geschenke sowieso keine Lust auf Weihnachten haben. Fortan ‚führten‘ fünf Obdachlose an einer Feuertonne durch die Weihnachtsgeschichte. Diese wurde von Kirchenentdeckern und Konfirmand*innen in Standbildern dargestellt, während die Evangelistin von der Hochkanzel den bekannten Bibeltext las. Und immer wieder durfte die Gemeinde in das Geschehen mit eingreifen, indem sie die passenden Lieder mitsang: Schneeflöckchen Weißröckchen, Tochter Zion, Kommet ihr Hirten u.a. Die Akteure auf der Bühne und hinter den Kulissen machten die Verkündigung des Evangeliums von der Geburt Christi zu einem ganz besonderen Erlebnis. Euch allen: Ganz lieben Dank!! Und Ihnen allen wünschen wir eine gesegnete Weihnachtszeit und ein frohes neues Jahr! p>

20. Dezember: Die Krippe

Die Krippe

Zu den Vorbereitungen auf das Christfest gehört natürlich auch das Aufbauen der Krippe in der Sankt-Andreas-Kirche. Heute war das „Krippenteam“ da und gestaltete die Krippe. Ein herzlicher Dank gilt Frau Arnold, Frau Glöckner, Frau Noack und Frau von der Ehe. Zu Heiligabend und in den Gottesdiensten zum Christfest können Sie wieder die Krippe bestaunen.

20. Dezember: Warten auf’s Christkind

Warten auf’s Christkind

Bald ist es soweit. Wir warten auf das Christkind. Und dieses Warten fällt nicht nur den Kindern schwer. Da zeigt uns das Parament des 3. Sonntags im Advent, dass diese Zeit bald ein Ende hat. In das violett der Adventszeit, der Zeit des Fastens, bricht sich das weiß des Christus Bahn und kommt mit Macht und kommt gewaltig. Mit der Jahnschule feierten wir heute einen Gottesdienst und verkürzten uns so die Wartezeit. Mit Liedern, Erzählungen und dem Psalm 23 näherten wir uns dem Thema „Hirten“ an. Immerhin waren sie die ersten, denen das Evangelium verkündet wurde: Siehe, Euch ist heute der Heiland geboren.

Weihnachtsbaumaktion 2018

Weihnachtsbaum

Bei Frau Garbe in der Fontanestraße wuchs in den letzten Jahren der diesjährige Weihnachtsbaum für unsere Sankt-Andreas-Kirche heran. Jedes Jahr ist es eine besondere Aufgabe, den Baum von seinem Standort in die Kirche zu befördern. Aber mit genügend Leuten, dem richtigen Werkzeug, Treckern und Gummiwagen und einer guten Portion Enthusiasmus ist das Werk dann auch bald vollbracht.

TANNENBAUM
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn ich ein Bäumchen dürfte sein,
würd ich ein Tannenbaum.
Der steht im Sommersonnenschein
Im grünen Waldesraum.
Da spielen Füchslein um ihn her,
ein Rehlein liegt in Ruh.
Das Bäumchen freut sich gar so sehr
Und sieht den Tierlein zu.
Doch fällt der Schnee zur heil’gen Nacht
Dann steht er hier im Saal
Und glänzt von Gold in großer Pracht
Mit Lichtern ohne Zahl.
Und Kinder springen um ihn her
In Jubel ohne Ruh.
Da freut das Bäumchen sich noch mehr
Und sieht den Kindern zu.

Klingende Sankt-Andreas-Kirche 9. Dezember

Klingende Kirche

Zum Klingen wurde am 2. Adventssonntag unsere Sankt-Andreas-Kirche gebracht. Verantwortlich waren der Propstei-Posaunen-Chor, die Kantorei an St.Andreas, die Mädchenkantorei und der Jugend- und Gospelchor unter der Leitung von Propsteikantor Andreas Pasemann und dem von Claudia Schaare geleiteten Flötenkreis. Während das Licht über Seesen verschwand, traf sich schon einmal der Posaunenchor im Evangelischen Kirchenzentrum und Menschen füllten den Kirchenraum. Dann begann es mit „Nun komm der Heiden Heiland“, das die Erwartung der Adventszeit wohl am besten ausdrückt, und schloss mit dem gemeinsam gesungenen „Tochter Zion“. So konnten alle in das dunkle Seesen hinausgehen, um sich auf das Kommen des wahren Lichts in Gottes Sohn Jesus Christus vorzubereiten.

Achtsamkeit und Vorbereitung am 2. Dezember

Achtsamkeit

Den Kirchenentdecker-Gottesdienst begannen wir gleich im Kirchenzentrum. Zu viele waren wir. Nach dem üblichen Beginn mit Gebet und der Frage, wer in den vergangenen zwei Wochen seinen/ihren Tauftag hatte (immerhin das wichtigste Datum im Leben von uns Christ*innen), machten wir eine Übung zur Achtsamkeit: gemeinsam „in line“ gehen, ohne zurückzufallen oder auszureißen mit dem Blick für die/den Neben-Frau/-Mann. Anschließend überlegten wir, wie die Menschen der Weihnachtsgeschichte gedacht und sich verhalten haben. Zum Beispiel wachten die Hirten bei ihren Herden und waren besonders aufmerksam, als plötzlich der Engel des HERRn erschien.
Natürlich wurde auch gesungen: Lieder für die Christvesper um 16:30 Uhr standen auf dem Programm, damit wir dann auch wirklich schön und laut mitsingen können. Anschließend gab es schon mal eine Kostümprobe.

1. Dezember 2018: Feuer in der Kirche?

Feuer in der Kirche

Ein ungewöhnliches Bild war das Feuerwehrauto vor der Sankt-Andreas-Kirche. Wer meinte, es hätte hier im Dachstuhl gebrannt, konnte leicht beruhigt werden. Des Rätsels Lösung war eine Feuerwehrübung. Ja, auch das ist immer wieder notwendig, damit wir sicher sein können, weil die Feuerwehr im Ernstfall weiß, was sie wie zu tun hat. Danke an dieser Stelle für den Dienst der Feuerwehr!

Aktuelles aus dem Zwergentreff vom 20. und 27. November

Zwergentreff

Die letzten Dienstage verwandelte sich der Zwergentreff in eine Weihnachtsbäckerei. Gemeinsam mit einigen Bewohnern des Alten - und Pflegezentrums St. Vitus Ev. haben wir fleißig Kekse gebacken. Nach einer kurzen Kennenlernphase herrschte eine schöne Stimmung, die wir in einigen Schnappschüssen eingefangen haben.
Ein spontanter Abschiedskreis mit ein paar Liedern bildeten den perfekten Schluss und gefiel allen sehr gut. Sicher wird dies nicht das letzte gemeinsame Projekt bleiben.

Aktuelles aus dem Zwergentreff vom 16. November

Zwergentreff

Hier sind einige Schnappschüsse der schönen St. Martinszeit die am Freitag, den 16. November mit unserem gemeinsamen Laternenfest endete. Besonders gefreut haben wir uns auch über den Besuch der Familien, deren Kinder uns im August 2018 verlassen haben.

Advents- und Weihnachtssingen am 09. Dezember

Adventssingen

Am Sonntag, 09. Dezember 2018 um 17.00 Uhr findet in der Sankt Andreas Kirche ein Advents-und Weihnachtssingen mit dem Posaunenchor und den Chören an Sankt Andreas statt. Alle sind herzlich eingeladen, zu kommen und mitzusingen!
Leitung Propsteikantor Andreas Pasemann.
(Foto: storebukkebruse, CC)

Monumentale Klänge am 24. November 2018

Konzert
Zu Beginn des Konzertes erklang in kleiner Besetzung die Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ BWV 199 von Johann Sebastian Bach. Nach der Pause kam unter der Leitung von unserem Propsteikantor Andreas Pasemann das „Stabat Mater“ des englischsprachigen Komponisten Karl Jenkins zur Aufführung. Andreas Pasemann hat die von ihm geleiteten drei Chöre (Gospelchor, Mädchenkantorei, Kantorei) für dieses eindrückliche Werk in einen klanggewaltigen, mit vielen jugendlichen Stimmen besetzten Chor verwandelt. Die Zuhörenden waren zum einen gebannt von diesen Klängen und zu guter Letzt begeistert. Mit dem „Stabat Mater“ im Gepäck reist die Kantorei an St. Andreas im Januar 2019 nach New York um unter der Mitwirkung des Komponisten dieses eindrückliche Stück dort in der Carnegie Hall nochmals zur Aufführung zu bringen.
Da stellt sich doch die Frage, ob diese Aufführung nicht auch an anderen Stätten wie dem Braunschweiger Dom, der Hauptkirche in Wolfenbüttel oder an anderen Orten aufgeführt werden könnte?!

Zwei Liebenden eine Stimme gegeben am 24. November

Lesung
Die HORIZONT Hospizinitiative lud zum Literarischen Konzert in unser Evangelisches Kirchenzentrum. Die Brautbriefe von Maria von Wedemeyer und Dietrich Bonhoeffer standen auf dem Programm. In einer besonderen Weise schaffte es Andrea Freistein-Schade dem Liebespaar, das kurz nach seiner Verlobung durch Bonhoeffers Verhaftung getrennt wurde, eine Stimme zu geben. Ganz besonders gelang es ihr, die verletzliche Seite Dietrich Bonhoeffers, die beim Studieren seiner Theologie und Lesen der Brautbriefe gar nicht so bewusst wird, den Zuhörenden näher zu bringen. Claudia Schaares Musikauswahl von J.S.Bach über C.Debussy hin zu C.Cipa und L.Einaudi trugen sicher zu diesem Erlebnis mit bei.
Verabschiedet wurde Brigitte Wagner, die viele Jahre bei HORIZONT mitarbeitete und nun neue Wege gehen wird. Ganz lieben Dank sagen wir ihr. Und möge die Sonne, die sie uns durch ihre herzliche Art schenkte, nun anderen Menschen scheinen.

Friedensandacht am 20. November 2018

Friedensandacht Nov 18
Am vorletzten Tag der Friedensdekade feierten wir eine Friedenandacht in der Sankt-Andreas-Kirche. Hier sind Sie die beiden Texte, die uns als Gebet bzw. als Grundlage für die weiterführenden Gedanken dienten:
Psalm 1,1
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen / noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! 3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl. 4 Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut. 5 Darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. 6 Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergeht. AMEN

Lesung: Jesaja 10,1-4
1 Wehe den Schriftgelehrten, die unrechte Gesetze machen, und den Schreibern, die unrechtes Urteil schreiben, 2 um die Sache der Armen zu beugen und Gewalt zu üben am Recht der Elenden in meinem Volk, dass die Witwen ihr Raub und die Waisen ihre Beute werden! 3 Was wollt ihr tun am Tage der Heimsuchung und des Unheils, das von ferne kommt? Zu wem wollt ihr fliehen um Hilfe? Und wo wollt ihr eure Herrlichkeit lassen? 4 Wer sich nicht unter die Gefangenen bückt, wird unter den Erschlagenen fallen. Bei all dem kehrte sich sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. AMEN

Hier geht es zu älteren Veranstaltungen...

NEUE GLOCKEN FÜR ST. ANDREAS


Kirchenglocken St. Andreas
Unsere bisherigen Glocken sind nicht mehr zu reparieren. Der Kirchenvorstand hat beschlossen, neue Kirchenglocken für St. Andreas anzuschaffen. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung!
Die Gesamt kosten belaufen sich auf einen Betrag von ca.200.000 Euro. Die Glocken sollen im Jahr 2019 gegossen und eingeweiht werden.
Kirchenglocken St. Andreas

Tageslosung

Dienstag, 20. August 2019:

Er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.
Jesaja 9,5

Jesus fragte die Jünger: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?
Matthäus 16,15

Jahreslosung 2019

 

Gemeindebrief

 

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