Aktuelles

„Alternatives KFS at home – SaViSA: Freitag“

KFS at home 2021
Am 23. Juli begann das „alternative KFS at home“ in unserer Kirchengemeinde mit einem Morgengebet in der Sankt-Andreas-Kirche. Dazu bekamen erst einmal alle ein Liederbuch, denn Gesang ist für uns unabdingbar. Eine mit Aktivitäten (z.B. Luftballons zum Platzen bringen oder Diabolo) gespickte Kennenlernrunde schloss sich an. In den mittäglichen Workshops konnten u.a. die Orte (hebr. Makom) gestaltet werden, die den Teilnehmer*innen als „Ort, wo ich sein kann und darf, die/der ich bin und sein werde“ zu Beginn geschenkt wurden. Erste Schritte in der eigenen Basisbibel und ein anschließendes Abendgebet schlossen den ersten Tag ab.
Seesen, 24. Juli 2021, Tim-Florian Meyer, Pf.

Gottesdienst am 18.07.2021 im Livestream

Video
Der Gottesdienst am Sonntag, den 7. Sonntag nach Trinitatis wird im Livestream übertragen. Im Gottesdienst wird Propst i.R. Thomas Gleicher von Landesbischof Dr. Meyns verabschiedet. Klicken Sie auf das Bild zur Teilnahme!

Anmeldung zum Gottesdienst am 18.07.2021


Im Gemeindegottesdienst am 18.07.2021 um 10 Uhr wird Propst i.R. Thomas Gleicher von Landesbischof Dr. Christoph Meyns verabschiedet. Der Gottesdienst wird von Pfarrer Tim-Florian Meyer gehalten.

Aufgrund der aktuellen Regelungen ist eine Anmeldung erforderlich.

Hier buchen...


Anmeldung zum Konfirmandenunterricht 2021-2023


Die Welt bleibt nicht stehen, auch wenn es sich für manche so anfühlen mag in Zeiten von Covid 19. So geht es z.B. in jedem Falle weiter mit dem Konfirmandenunterricht. Einige Eltern, deren Kinder im April 2023 14 Jahre alt sein werden, warten sicher schon darauf, wie zurzeit die Jugendlichen angemeldet werden können und wann. Um den direkten Kontakt im Evangelischen Kirchenzentrum zu reduzieren und es für Sie, die Eltern, zu erleichtern, haben wir eine digitale Möglichkeit geschaffen.
Unten finden Sie ein Anmeldeformular, das Sie online ausfüllen können oder ausdrucken und per Hand ausfüllen. Dies muss dann in unser Kirchenbüro geschickt werden. Dabei sollte auch unbedingt die Taufurkunde Ihres Kindes sein. Ob Sie diese eingescannt per Mail senden oder als Kopie im Brief, ist Ihnen überlassen. Wenn Sie Unterstützung benötigen rufen Sei bei Frau Kandel an (05381/9429-0) oder kommen zur Bürozeit vorbei.

Hier können Sie das Anmeldeformular downloaden...

Osterläuten

Video
Osternacht 2021, volles Geläut der St.-Andreas-Kirche. Pünktlich um 0:00 Uhr hat das volle Geläut der St.-Andreas-Kirche die Osterbotschaft in die Welt hinausgetragen. Dazu der bunt angestrahlte Glockenturm.
Vielen Dank an Jonas Rennspieß für Bild und Ton!

Ostergruß 2021

Ostergruß 2021
Einen besonderen Ostergruß konnte Seesen in der Nacht von Karsamstag zum Ostersonntag erleben. Der Glockenturm von Sankt Andreas war illuminiert und die Sankt-Andreas-Kirche selbst erleuchtet. Pünktlich um 0:00 Uhr begann das festliche Ostergeläut, um von der Auferstehung Jesu Christi zu künden.
Hier können Sie schon einmal ein paar Bilder sehen. In Kürze werden wir hier einen Link schalten, damit sie den Film des Osterläutens und Osterleuchtens sehen können.

Ostersonntag in Seesen

Video
Der Gottesdienst zum Osterfest 2021 aus der St.-Andreas-Kirche in Seesen. Pfarrer Thomas Weißer erzählt die Botschaft von Ostern: Jesus Christus ist auferstanden, Gott ist stärker als der Tod. Und auch wenn unser Glaube Grenzen hat, Gott hat sie nicht. Die Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas Seesen wünscht Ihnen ein gesegnetes Osterfest.

Andacht am Ostersonntag

Andacht am Ostersonntag
In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird der Glockenturm von Sankt Andreas von 23:00 bis 01:00 Uhr illuminiert. Pünktlich um 0:00 Uhr wird das volle Geläut die Osterbotschaft in die Welt hinaustragen.
Ab 10:00 Uhr wird der Ostergottesdienst mit Pfarrer Thomas Weißer und dem Propstei-Posaunen-Chor hier online gestellt. Ob sie diesen Gottesdienst am PC oder am Laptop verfolgen bleibt Ihnen überlassen. Sie könnten aber zwischen 10:00 und 12:00 Uhr in die Sankt-Andreas-Kirche kommen und hier dem Gottesdienst am Handy lauschen. Denn in dieser Zeit soll die Kirche wieder geöffnet sein.

Karfreitag in Seesen

Video
Der Gottesdienst zu Karfreitag 2021 aus der St.-Andreas-Kirche in Seesen.
Pfarrer Tim-Florian Meyer erzählt von Christus am Kreuz, der sich noch im Sterben den Menschen hinwendet und eine Perspektive über den Tod hinaus bietet: das Paradies als Ort der Gottesnähe und Gottesbegegnung. Die musikalische Begleitung gestalten Hannah Schlubeck, Panflöte und Propsteikantor Andreas Pasemann, Orgel. Den Gottesdienst zum Osterfest aus der St.-Andreas-Kirche mit Pfarrer Thomas Weißer finden Sie auf dieser Website ab dem 04.04.2021.

Wir feiern Ostern


Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Sankt Vitus und Sankt Andreas feiert in diesem Jahr an Karfreitag und zu Ostern wegen der Coronasituation keine Präsenzgottesdienste. Stattdessen werden an den beiden Hauptfeiertagen jeweils um 10:00 Uhr Gottesdienste hier zu erleben sein, die auch später weiter angeschaut werden können. An Karfreitag hat die Leitung Pfarrer Tim-Florian Meyer und für die musikalische Ausgestaltung sorgen Hannah Schlubeck, Panflöte und Propsteikantor Andreas Pasemann an der Orgel. Den Ostersonntagsgottesdienst gestaltet Pfarrer Thomas Weißer unter Mitwirkung des Propstei-Posaunenchores.

Außerdem wird die Sankt-Andreas-Kirche an Karfreitag zur stillen Andacht während der Sterbestunde von 14:00 bis 16:00 Uhr geöffnet sein und am Ostersonntag von 10:00 bis 12:00 Uhr.
Ein besonderes Highlight geschieht in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag. Die Sankt-Andreas-Kirche wird erleuchtet sein und der Glockenturm wird farbig illuminiert. Pünktlich zu Beginn des Tages der Auferstehung Jesu Christi um 0:00 Uhr wird das volle Geläut die Osterbotschaft in die Welt tragen. Die Kirchengemeinde freut sich, wenn Sie diese Angebote wahrnehmen.

Andacht am Karfreitag

Andacht am Karfreitag
An diesem Karfreitag und Osterwochenende werden wir wieder keine (Live-) Gottesdienste in unserer Sankt-Andreas-Kirche feiern können. Stattdessen haben wir eine Karfreitagsandacht aufgenommen (siehe Arbeitsfoto mit Pfarrer Meyer), die Sie ab 10:00 Uhr hier auf unserer Internetseite sehen und hören können.

Das besondere Highlight wird Hannah Schlubeck sein, die mit ihrer Panflöte zusammen mit Andreas Pasemann die musikalische Ausgestaltung der Andacht übernommen hat. Die liturgische Leitung hat Pfarrer Tim-Florian Meyer. Außerdem bieten wir Ihnen die Möglichkeit, zur Sterbestunde in die Sankt-Andreas-Kirche zu kommen. Von 14:00 bis 16:00 Uhr wird sie für Sie geöffnet sein. Stille Andachten und Gebete sind ja erlaubt.

Erklärung der Landeskirche Braunschweig zu den Corona-Impfungen im Alten- und Pflegeheim St. Vitus in Seesen


Die Corona-Impfungen im evangelischen Alten- und Pflegeheim St. Vitus am 9. Januar 2021 in Seesen haben in der Öffentlichkeit Fragen, Irritationen und Unmut hervorgerufen. Kritik entzündete sich daran, dass nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenzentrums sowie Mitarbeitende geimpft wurden, sondern auch Leitungspersonen und deren Ehepartner. In der Folge ist Thomas Gleicher am 26. Februar 2021 von seinen Ämtern als Propst der Propstei Gandersheim-Seesen und als Aufsichtsratsvorsitzender der Einrichtung zurückgetreten. Dafür, dass er auf diese Weise Verantwortung für die Vorgänge übernommen hat, gebührt ihm Respekt. Er hat außerdem entschieden, zum 1. April vorzeitig in den Ruhestand zu treten. Seine Dienstgeschäfte übt er schon jetzt nicht mehr aus. Wir sind dankbar dafür, dass die Leitung des Altenzentrums St. Vitus beschlossen hat, selber eine externe Überprüfung ihres Handelns mit Blick auf eventuelle Regelverstöße in Auftrag zu geben. Diese Überprüfung kann dazu beitragen, die Vorgänge sachgerecht und vollständig aufzuklären. Unabhängig davon bedauern wir, dass die Integrität unserer Kirche durch die Vorgänge infrage gestellt worden ist. Grundsätzlich sind alle Mitarbeitenden in der Kirche gehalten, sich in ihrer Amts- und Lebensführung so zu verhalten, dass die glaubwürdige Ausübung des Dienstes nicht beeinträchtigt wird. Vor diesem Hintergrund hat sich die Landeskirche entschlossen, die Vorgänge ebenfalls zu untersuchen. Sie verwendet dabei das in solchen Fällen übliche dienstrechtliche Verfahren für Beschäftigte in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis. In der Folge prüft das Landeskirchenamt den Sachverhalt und setzt die Kirchenregierung instand, eine dienstrechtliche Beurteilung vorzunehmen. Als Kirche sind wir dem Wohl der Hilfs- und Schutzbedürftigen in unserer Gesellschaft verpflichtet. Ihnen gilt unsere ungeteilte diakonische Verantwortung.
5. März 2021; Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig

Neue Regelungen für den Gottesdienst-Besuch


Die Kirche darf nur mit medizinischer Mund-Nasen-Bedeckung („OP-Maske“ oder FFP2-/KN95/-N95-Standard ohne Ausatmeventil) betreten werden und diese muss während des gesamten Gottesdienstes getragen werden.

Gute Erinnerungen an Heiligabend

Gute Erinnerungen an Heiligabend
Anfang eines neuen Jahres schleicht sich nach den Festtagen meist der Alltag wieder ein. In diesem Jahr ist es anders. Was ist denn überhaupt unser „Alltag“? Abstand halten? Niemanden in den Arm nehmen können? Kontakt per Telefon? Wir sind zwar noch mitten im Weihnachtsfestkreis, aber ein wenig Rückblick soll doch sein. Heiligabend konnten wir in Seesen unseren ökumenischen Gottesdienst feiern. Auf der Wiese zwischen der Sankt-Andreas-Kirche und dem Glockenturm war alles vorbereitet. Feuerwehr und Rotes Kreuz, Delta Akustik mit Freunden, Stadtmarketing und Stadt mit dem Bauhof, die evangelische und katholische Kirchengemeinde und viele Ehren- und Hauptamtliche … allen Dank für ihren Einsatz! Es hat den Menschen so gutgetan, Gottesdienst zu feiern, Gottes Wort zu hören und zu spüren: wir sind nicht allein. Albert Mittendorf hat Impressionen mit seiner Kamera eingefangen. Herzlichen Dank, dass wir sie hier zeigen dürfen.

Musikalischer Gottesdienst am Epiphanistag

Stüber Malagamba
Am Mittwoch, dem 6 Januar findet um 19.00 Uhr in der St. Andreas-Kirche ein musikalischer Gottesdienst zum Epiphaniasfest statt zu dem die Kirchengemeinde herzlich einlädt.

Andreas Pasemann, Klavier und die Sängerin Isabel Stüber Malagamba werden weihnachtliche Musik u.a. von Peter Cornelius (Weihnachtslieder), Johann Sebastian Bach aus dem Weihnachtsoratorium und Max Reger Lieder zu Gehör bringen. Pfarrer Thomas Weißer wird den liturgischen Teil mit passenden Texten ausgestalten.

Die deutsch-mexikanische Mezzosopranistin Isabel Stüber Malagamba wurde in Karlsruhe geboren und erhielt bereits mit sieben Jahren den ersten Gesangsunterricht. Nach einem abgeschlossenem Theaterwissenschafts- und Germanistikstudium an der Freien Universität Berlin absolvierte sie ihre musikalische Ausbildung im Fach Operngesang an der Hochschule fur Musik »Franz Liszt« in Weimar bei Prof. Dr. Michail Lanskoi. Sie besuchte Meisterkurse u.a. bei Christa Ludwig, Brigitte Fassbaender, Stella Doufexis, Roman Trekel, Javier Camarena und Ramon Vargas.
2016/2017 wurde sie zwei Jahre lang Mitglied des Opernstudios der mexikanischen Nationaloper Bellas Artes in Mexiko-Stadt. Von 2018 bis 2020 war Isabel Ensemblemitglied am Theater Magdeburg Seit der Saison 2020/21 gehört Isabel dem Ensemble am Staatstheater Braunschweig. Isabel Stüber Malagambas Konzertrepertoire umfasst u. a. Berios »Folk Songs«, die sie beim Festival Internacional Cervantino (Mexiko) sang, Strawinksys Balletmusik »Les noces« (im Rahmen des Festivals IM-PULSO in Mexiko-Stadt), Wagners Wesendonck-Lieder (mit dem Orquesta Filarmónica de la Ciudad de México und dem Orquesta Sinfónica de Xalapa), Korngolds »Abschiedslieder«, Mahlers 3. Sinfonie und Beethovens »Missa Solemnis« (mit dem Staatsorchester Braunschweig) sowie Ravels »Shéhérazade« (mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach).

Für diesen besonderen Gottesdienst ist eine kostenlose Anmeldung über das Kirchenzentrum Seesen oder direkt online:

Hier buchen...


Weihnachten in Seesen

Video
In diesem Jahr sind viele Dinge vollkommen anders. Gerne würden wir heute alle gemeinsam ohne Auflagen feiern. Aber wir feiern Weihnachten und für alle gibt es ein Video zum mitfeiern.hier...
Das Video ist ab 10 Uhr am Heiligen Abend verfügbar.

24. Dezember_Gedicht

24. Dezember
Jesu Geburt, LK, 2,1-20

1 Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.
2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.
3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war,
5 damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
6 Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
9 Und der Engel des HERRn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
15 Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat.
16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
17 Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.
18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

23. Dezember_Gedicht

23. Dezember
Das Weihnachtslied der Eule

Wenn die Eule erwacht,
Wird es Nacht, wird es Nacht, Und die Welt und ihr Licht gehen zur Ruh.
Wenn die Finsternis fällt
Auf die Welt, auf die Welt,
Ruft die Eule ihr dunkles Uhu.

Nur die Eule, die sieht,
Was geschieht, was geschieht,
Wenn die Sonne im Westen versinkt
Und sie sagt es euch leis,
Denn sie weiß, denn sie weiß,
Was die Weihnacht, die Weihnacht euch bringt!

Was der Stern euch gebracht
In der Nacht, in der Nacht,
Ist ein Kindlein im himmlischen Licht.
Hab im Schlaf es gewiegt
Und es liegt, und es liegt
In der Krippe mit holdem Gesicht.

Was der Stern euch gebracht
In der Nacht, in der Nacht,
Ist ein Kind und ein friedlicher Held.
Und ich sing es euch leis, denn ich weiß, denn ich weiß,
Dieses Kind ist der Heiland der Welt.

Anmeldung für Dezember-Gottesdienste


Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie sind besondere Regelungen auch für unsere Gottesdienste erforderlich. Für bestimmte Gottesdienste ist eine Anmeldung nötig. Dieses gilt insbesondere für die Heiligabend-Gottesdienste.

Hier buchen...


Vorbereitungen

Vorbereitungen
Die Vorbereitungen für Gottesdienste in diesem Jahr – insbesondere zu Heiligabend – laufen in diesem Jahr sehr anders als in den Jahren zuvor. Auf Hygienekonzepte und deren Durchsetzung wird besonders geachtet. So feiern wir die Christvesper auf der Wiese zwischen Sankt-Andreas-Kirche und Glockenturm mit der katholischen Gemeinde zusammen. Über 100 „Bierbänke“ werden mit entsprechenden Abständen aufgebaut sein. Damit alle gut sehen und hören können, baute heute der Bauhof der Stadt eine Bühne auf mit entsprechenden Podesten. Und damit nicht nur bei den Indoor-Gottesdiensten eine Krippe zu sehen ist, wie wir sie in unserer Kirche gewohnt sind, haben wir auch draußen eine Krippe. Allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sagen wir ganz herzlichen Dank. Ohne sie könnte Kirche nicht geschehen.

22. Dezember_Gedicht

22. Dezember
Ladislaus und Annabella
James Krüss (1926)

In der Ecke eines Fensters
Unten rechts im Warenhaus,
Sitzt die Puppe Annabella
Mit dem Bären Ladislaus.

Annabella schluchzt und jammert,
Ladislaus, der grunzt und schnauft:
Weihnachtsabend ist gekommen,
Und die zwei sind nicht verkauft.

„Armer Bär!“ seufzt Annabella,
„Arme Puppe,“ seufzt der Bär.
Tränen kullern in die Ecke,
Und das Herz ist beiden schwer.

Schon rückt die Bescherung näher.
Fast verzweifeln beide schon.
Da ertönt im Puppenhause
Laut das Puppentelefon.

Ladislaus ergreift den Hörer.
„Hallo!“ fragt er, „wer ruft an?“
Da ertönt es in der Leitung:
„Hier Büro vom Weihnachtsmann!“

„Wir benöt’gen noch drei Sachen!“
„Welche?“ fragt da Ladislaus.
„Einen Bären, eine Puppe
Und dazu ein Puppenhaus!“

„Das ist alles noch zu haben!“
Ruft die Puppe Annabell.
„Kommen Sie zum Warenhause
Unten rechts, doch bitte schnell!“

Und schon zehn Minuten später
Kommt ein Schlitten, kommt ein Ross,
Und ein Alter steigt vom Schlitten,
Und ein Schlüssel knarrt im Schloss.

Annabella tanzt und jodelt,
Ladisläuschen grunzt und singt,
Als der Weihnachtsmann die beiden
In den Pferdeschlitten bringt.

„Frohes Fest!“ sagt Annabella.
„Frohes Fest sagt Ladislaus,
Und verdunkelt ist das Fenster
Unten rechts im Warenhaus.

Freuet Euch...

Freuet Euch
Freuet Euch … und abermals sage ich: Freuet euch

Aus diesem Vers des Briefes an die Gemeinde in Philippi erklärt sich der Name des gestrigen Sonntags und der Woche, in der wir uns gerade befinden: Gaudete! Freuet euch! Passend zum Thema wurde der Gottesdienst musikalisch von Bettina Hartl am Bandoneon und Andreas Pasemann an der keltischen Harfe gestaltet.
Und auch liturgisch gab es etwas Besonderes. Die übliche liturgische Farbe in der Adventszeit ist violett – die Fasten- und Buß-Farbe – aber auch die Farbe unserer Kirche. Nun ist nur noch eine kleine Weile, bis wir das Ereignis feiern, dass Gott, der HERR, Mensch wird, die Geburt Jesu Christi. Deshalb: Freuet euch! Der Retter kommt! Freuet euch! Gott, der HERR, kommt als Mensch zu uns Menschen! Bald, ganz bald ist es soweit!
Auf dem Parament ist die Freude zu sehen: In das Violett der Fasten und Buß-Zeit bricht sich das Christus-Weiß Bahn. Es kommt gewaltig, zerschneidet gleichsam die dunkle Zeit und ist nicht aufzuhalten. Deshalb: Freuet Euch! Gaudete!
Ein weiteres zeigt dieser Sonntag und wird in der Gestaltung der Paramente deutlich: In tiefstem Schmerz, wenn das Leben ins Bodenlose zu stürzen und alles nur noch dunkel und schwarz zu sein scheint, ist etwas Helles, etwas Positives zu finden.
Ebenso wie in allergrößter Freude auch immer ein Schmerz zu spüren ist: Wenn eine Hochzeit gefeiert wird, empfinden die Anwesenden Freude über Freude. Und was denken die Eltern? „Nun gründet sie/er eine neue Familie. Dort ist nun seine/ihre neue Familie zu sehen. Das Kind ist nun wirklich ganz erwachsen geworden, u.s.w. Oder: Ein Gipfel ist erklommen; die Aussicht ist grandios! Doch gleich ist der Augenblick zu Ende; er währt nur einen kurzen Moment; der Abstieg steht bevor.
Andersherum: Im Schmerz von Trauernden wird auch erinnert: was haben sie nicht alles an Schönem und Gutem gemeinsam mit dem/der Verstorbenen erleben durften?
In Corona-Zeiten – so schwer es ist mit den vielen Menschen, die einsam sind, die sich nicht gesehen fühlen, die ohne eine zarte Berührung leben müssen – zeigt es sich, dass sich neue Wege eröffnen: Livestream des Gottesdienstes am 3. Sonntag im Advent mit dem Handglockenchor, zu Heiligabend ein ökumenischer Gottesdienst gemeinsam mit der katholischen Gemeinde, am 1. Christtag der katholische Festgottesdienst um 11:30 Uhr in der Sankt-Andreas-Kirche und, und, und.
Es ist an uns, immer wieder zu erkennen – und der Sonntag Gaudete mit seinen Paramenten in der Sankt-Andreas-Kirche zeigt es – dass Christus sich Bahn bricht in die Fastenzeit, in unser Leben … er kommt gewaltig.

21. Dezember_Gedicht

21. Dezember
Weihnachten
Josef Freiherr von Eichendorff

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

20. Dezember_Gedicht

20. Dezember
Einsiedlers heiliger Abend
J. Ringelnatz, 1928

Ich hab' in den Wehnachtstagen –
Ich weiß auch, warum –
Mir selbst einen Christbaum geschlagen,
Der ist ganz verkrüppelt und krumm.

Ich bohrte ein Loch in die Diele
Und steckte ihn da hinein
Und stellte rings um ihn viele
Flaschen Burgunderwein.

Und zierte, um Baumschmuck und Lichter
Zu sparen, ihn abend noch spät
Mit Löffeln, Gabeln und Trichter
Und anderem blanken Gerät.

Ich kochte zur heiligen Stunde
Mir Erbsensuppe und Speck
Und gab meinem fröhlichen Hunde
Gulasch und litt seinen Dreck.

Und sang aus burgundernder Kehle
Das Pfannenflickerlied.
Und pries mit bewundernder Seele
Alles das, was ich mied.

Es glimmte petroleumbetrunken
Später der Lampendocht.
Ich saß in Gedanken versunken.
Da hat's an der Tür gepocht,

Und pochte wieder und wieder.
Es konnte das Christkind sein.
Und klang's nicht wie Weihnachtslieder?
Ich aber rief nicht: „Herein!”

Ich zog mich aus und ging leise
Zu Bett, ohne Angst, ohne Spott,
Und dankte auf krumme Weise
Lallend dem lieben Gott.

19. Dezember_Gedicht

19. Dezember
Bethlehem und Golgatha
Friedrich Rückert

Er ist in Bethlehem geboren,
der uns das Leben hat gebracht,
und Golgatha hat er erkoren,
durchs Kreuz zu brechen Todes Macht.

Ich fuhr vom abendlichen Strande
hinaus, hin durch die Morgenlande;
und Größeres ich nirgends sah,
als Bethlehem und Golgatha.

Wie sind die sieben Wunderwerke
der alten Welt dahingerafft,
wie ist der Trotz der ird'schen Stärke
erlegen vor der Himmelskraft!

Ich sah sie, wo ich mochte wallen,
in ihre Trümmer hingefallen,
und steh'n in stiller Gloria
nur Bethlehem und Golgatha.

O Herz, was hilft es, dass du kniest
an seiner Wieg' im fremden Land!
Was hilft es, dass du staunend siehst
das Grab aus dem er längst erstand!

Dass er in dir geboren werde
und dass du sterbest dieser Erde
und lebest ihm, nur dieses ja
ist Bethlehem und Golgatha.

18. Dezember_Gedicht

18. Dezember
Der Bratapfel
Volksgut aus Bayern

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
der Kapfel, der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

17. Dezember_Geschichte

17. Dezember

Das Mäuschen Noomi - Eine Weihnachtsfabel


Stefan Fleischer

In jener Zeit lebte auf den Fluren von Bethlehem eine Maus, namens Noomi. Sie war mit sich und der Welt ganz zufrieden. Das Gebiet war nicht übervölkert, sodass man fast immer irgendetwas zu fressen fand. Ihre Wohnung war eine geräumige Erdhöhle unter einem großen Stein, die sie sich wohnlich eingerichtet hatte. Und überall in der Gegend gab es noch viele solche Erdlöcher, in die man bei Gefahr flüchten konnte. Gefahren aber gab es hier eigentlich nur wenige. Der Bussard hatte in seinem Revier einige viel ergiebigere Plätze, sodass er nicht oft hier kreiste, und auch die Katzen von Bethlehem liessen sich nur selten blicken. Etwas weniger gemütlich wurde es jeweils, wenn die Hirten mit ihren Herden hier lagerten. Nicht dass die Hunde speziell auf Mäuse Jagt machten.
Aber wenn sie gerade nichts zu tun hatten, lief man ihnen besser nicht zwischen die Pfoten. Dafür lagen dann, wenn die Herden weiter gezogen waren, allerlei Leckerbissen herum, die Noomi wieder mit den Hirten versöhnten. So richtig unangenehm an der ganzen Situation war eigentlich nur ihr Nachbar, der Mäuserich. Wenn dieser durch die Gegend streifte, dann wurde er entweder sofort aufdringlich, oder er suchte jemanden, an dem er seine schlechte Laune auslassen konnte, oder dann stolzierte er durch die Landschaft, als ob es hier nur ihn, den grossen Absalom, gäbe. Noomi wich ihm aus so gut es ging. Und für den Notfall hatte sie sich ein paar kleine Tricks zurecht gelegt.
Eben waren wieder einmal die Herden in ihr Gebiet eingefallen. Das konnte Tage dauern, bis sie wieder abzogen. Dabei wäre es doch das ideale Wetter gewesen, um noch ein paar Vorräte zu sammeln. Nun musste Noomi den ganzen Tag zu Hause bleiben, und konnte sich nur abends oder am Morgen früh an die frische Luft wagen. Das aber war viel zu wenig Bewegung, um in der Nacht auch wirklich schlafen zu können. Sich daran zu gewöhnen war schwer, und so lag denn Noomi auch an diesem Abend lange wach in ihrem Bett. Plötzlich aber spürte sie, dass irgendwie etwas ganz anders war als sonst. Das hing nicht mit den Hirten zusammen. Oder doch? Es gab keinerlei äussere Anzeichen, in ihrem Innersten aber spürte Noomi, dass irgendetwas geschehen müsse. Sie war wie auf Nadeln, und dann kaum verwundert, als es mitten in der Nacht am Eingang der Höhle heller und heller wurde, und ungewohnte Töne an ihr Ohr drangen. Neugierig streckte sie die Schnauze aus ihrem Bau.
Die Helligkeit war drüben, bei den Hirten. Doch es war nicht das Lagerfeuer, das eigentlich schon zur reinen Glut zusammengesunken war. Es war darüber, am Himmel. Dort schwebten Gestalten, wie sie sie noch nie gesehen hatte. Es waren weder Vögel noch Menschen, und doch irgendwie beiden ähnlich, nur viel heller und überhaupt nicht Furcht erregend. Diese machten Musik und sangen, doch nicht so, wie es die Hirten oft taten, manchmal traurig auf ihren Flöten, oder dann laut und roh, wenn sie getrunken hatten. Nein, es klang viel schöner, weicher, eindringlicher. Was sie sangen verstand Noomi nicht, so wie sie ja auch die Sprache der Hirten nicht verstand, an die sich diese Wesen offensichtlich richteten. Aber es war so angenehm ihnen zuzuhören. Ein sonderbares, friedliches, glückliches Gefühl überkam sie. Sie kam ganz aus ihrer Höhle heraus kam und legte sich ins weiche, irgendwie warme Gras.

Viel Gutes und Gottes Segen

Viel Gutes und Gottes Segen >
Am vergangenen Freitag verabschiedeten die Mitarbeiter*innen des Evangelischen Kirchenzentrums Sonja Dreyer aus ihrer Mitte. Drei Jahre arbeitete sie als Geschäftsführende Diakonin der Evangelischen Jugend in unserem Haus. So entstand sehr schnell ein herzliches und oftmals sehr produktives Miteinander. Denn nicht nur die Belange der Jugend lagen ihr am Herzen, sondern die der ganzen Kirche, die sie auch im Blick hat.
Nun verlässt sie uns und tritt am 1. Januar 2021 ihre neue Stelle im Kirchenkreisamt in Göttingen an. Dafür wünschen wir ihr ganz viel Gutes und Gottes Segen. Was Sie geschenkt bekam? Neben dem Blumenstrauß ein ganz außergewöhnliches „Kirchenzentrum“ (auf dem 4. Bild liest sie gerade das Schild) mit entsprechend viel Futter und einen Kalender für kluge Frauen“

16. Dezember_Gedicht

16. Dezember
Das Weihnachtsbäumlein
Christian Morgenstern

Es war einmal ein Tännelein
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
das war am Weihnachtsfest so grün
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stands im Garten unten
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.

Die grünen Nadeln war´n verdorrt
die Herzlein und die Kerzen fort.
Bis eines Tags der Gärtner kam
den fror zu Haus im Dunkeln,

und es in seinen Ofen nahm-
Hei! Tats da sprühn und funkeln!
Und flammte jubelnd himmelwärts
in hundert Flämmlein in Gottes Herz.

15. Dezember_Gedicht

15. Dezember
Der Pfefferkuchenmann

Er ist nicht mal aus Afrika
Und doch so braungebrannt.
Wo kommt er her? Ich dacht mir's ja:
Aus Pfefferkuchenland!
Hat Augen von Korinthen
Und Mandeln drum und dran.
Wie schön ihn alle finden –
Den Pfefferkuchenmann!

Er freut sich auf den Weihnachtsbaum,
Da möcht er drunterstehn'.
Den Lichterglanz - er glaubt es kaum -,
Den will er sich besehn,
Mit Augen von Korinthen
Und Mandeln drum und dran.
Wie herrlich wird er's finden –
Der Pfefferkuchenmann!

Wär ich nur nicht solch Leckerschnut
Und könnte widerstehn',
Dann wär ja alles schön und gut,
Wär alles gut und schön.
Wie wohl Korinthen schmecken?
Sind Mandeln ein Genuss?
Ich will ganz schnell mal lecken
Am süßen Zuckerguss.

Und steht der Baum im Kerzenlicht,
Und ist es dann soweit –
Da fehlt doch wer, der sieht das nicht,
nun tut's mir selber leid.
Vernascht sind die Korinthen,
Die Mandeln drum und dran...
Er ist nicht mehr zu finden –
Der Pfefferkuchenmann.

14. Dezember_Gedicht

14. Dezember
Die Weihnachtsgans
Heinz Erhardt

Tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus Dänemark.
Vorläufig lässt man in Ruhe
sie in ihrem weißen Sarg.

Ohne Bein, Kopf und Gekröse
ruht sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?

Oder ist es doch zu kalt ihr?
Man siehts an der Gänsehaut.
Nun, sie wird bestimmt nicht alt hier:
Morgen wird sie aufgetaut.

Hm, welch Duft zieht aus dem Herde
durch die ganze Wohnung dann.
Macht, dass gut der Braten werde,
morgen kommt der Weihnachtsmann.

Livestream am 13.12.2020: Adventsgottesdienst mit dem Handglockenchor

Video
Am 3. Advent gibt es hier die Liveübertragung des Adventsgottesdienstes mit dem Handglockenchor. Die Übertragung beginnt um 16.55 Uhr. hier...

13. Dezember_Gedicht

13. Dezember
Tannenbaum
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn ich ein Bäumchen dürfte sein,
würd ich ein Tannenbaum.
Der steht im Sommersonnenschein
Im grünen Waldesraum.

Da spielen Füchslein um ihn her,
ein Rehlein liegt in Ruh.
Das Bäumchen freut sich gar so sehr
Und sieht den Tierlein zu.

Doch fällt der Schnee zur heil’gen Nacht
Dann steht er hier im Saal
Und glänzt von Gold in großer Pracht
Mit Lichtern ohne Zahl.

Und Kinder springen um ihn her
In Jubel ohne Ruh.
Da freut das Bäumchen sich noch mehr
Und sieht den Kindern zu.

12. Dezember_Gedicht

12. Dezember
Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr
Rainer Maria Rilke (für Clara Rilke, Weihnachten 1901)

Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr,
da hörst Du alle Herzen gehn und schlagen
wie Uhren, welche Abendstunden sagen:
Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr,
da werden alle Kinderaugen groß,
als ob die Dinge wüchsen die sie schauen,
und mütterlicher werden alle Frauen
und alle Kinderaugen werden groß.

Da mußt du draußen gehn im weiten Land
willst du die Weihnacht sehn, die unversehrte
als ob dein Sinn der Städte nie begehrte,
so mußt du draußen gehn im weiten Land.
Dort dämmern große Himmel über dir
die auf entfernten weißen Wäldern ruhen,
die Wege wachsen unter deinen Schuhen
und große Himmel dämmern über dir.

Und in den großen Himmeln steht ein Stern
ganz aufgeblüht zu selten großer Helle,
die Fernen nähern sich wie eine Welle
und in den großen Himmeln steht ein Stern.

11. Dezember_Gedicht

11. Dezember

Katzenweihnacht
Monika Minder

Pauli, der schöne graue Kater, schlendert gelangweilt in der Wohnung herum. Es ist Advent und bitterkalt draußen. Also kein Wetter zum Mäusefangen. Lieber ein bisschen auf dem Sofa liegen und sich kraulen lassen. Aber ausgerechnet jetzt hat niemand Zeit für ihn.
Katzen- und Menschenleben passen nicht zusammen, denkt Pauli. Im Sommer, wenn alle im Garten sitzen und faul herumliegen, muss ich auf dem Feld Mäuse fangen. Und im Winter, wo ich Zeit habe faul herumzuliegen, müssen die Menschen Geschenke kaufen gehen und backen und sonst noch so Sachen, die man halt um diese Jahreszeit macht. „Seufz“, stößt er miauend hervor und setzt sich in die Mitte der Wohnung. Er schaut noch ein bisschen dumm aus der Wäsche, aber er denkt nach. Wenn man genau hinschaut, sieht man es ihm sogar an. Auf seiner Stirne bekommt er nämlich eine Falte. Die bekommt er immer, wenn er ganz fest nach-denken muss.
„Was könnte ich tun?“ Pauli ist ja schließlich nicht blöd und versauert, nur weil keiner Zeit für ihn haben will. Das wäre ja dann wirklich blöd. Schließlich kann er denken und denken findet Pauli besonders wichtig.
Er schaut nach oben und plötzlich - hopp - ist er mit einem Satz auf dem Tisch. Hier hat er bessere Aussicht und kann sogar noch aus dem Fenster gucken. Das ist tausendmal span-nender als am Boden sitzen.
„Ach, siehe da, die Nachbarn gehen auch weg“, beobachtet er. „Dann ist ja Sini auch ganz alleine.“
Die schöne Nachbarskatze, die Pauli heimlich liebt. Leider mag Sini Pauli nicht wirklich. Sie beachtet ihn nicht. Pauli muss wieder nachdenken, denn das könnte man ja ändern.
Sini ist hübsch, sie hat viele Verehrer. Dauernd ist einer zu Besuch und gockelt um sie herum. Das könnte also schwierig werden, grübelt er. Was könnte ich tun, damit sie mich auch beachtet?
Pauli hat schon einen Plan. Mit einem Sprung vom Tisch geht es direkt ab in den Keller. Zum Glück war die Türe nur leicht angelehnt. Kürzlich hat er nämlich gesehen, dass sein Frau-chen Würste in den Keller gehängt hat. Es wird sicher nicht auffallen, wenn er eine als Geschenk für Sini mitnimmt.
Die Würste hängen hoch und es gibt nichts, keinen Tisch, keinen Stuhl, gar nichts worauf Pauli springen könnte, damit er besser an das Fleisch heran käme. Also nimmt er Anlauf und springt in die Höhe. Leider ohne Erfolg.
Er geht noch einen Schritt zurück, um noch mehr Schwung zu bekommen. Wieder springt er, aber es reicht wieder nicht. Ein bisschen weiter ist er gekommen. Er übt und übt, springt und springt. Viel fehlt nicht. Beinahe wäre er dran gewesen.
Pauli muss sich ein Weilchen ausruhen, denn das ist richtig anstrengend. „Ich gebe nicht auf, ich schaffe es“, sagt er zu sich selbst.
Noch einmal will er alles geben. Bis ganz an die Wand geht er zurück, um noch mehr Anlauf nehmen zu können. Sein Ziel vor Augen und hochkonzentriert sammelt er seine Kraft und rennt los. Wie ein Pfeil schießt er in die Höhe, liegt quer in der Luft und berührt mit der äußersten Spitze seiner Kralle die Wurst und reißt sie mit nach unten.
„Phu, das war knapp“, keucht er. Lange kann er nicht ausruhen, er muss sich beeilen, sonst kommen die Leute vom Einkaufen nach Hause. Rasch mit der Wurst nach oben und in ein buntes Papier einwickeln, damit das auch hübsch aussieht. Und schon geht es los.
Pauli ist ganz aufgeregt als er vor Sinis Katzentörchen steht. Mit seiner Pfote drückt er das Törchen auf und lässt es dann zurückknallen, damit es einen lauten Ton gibt. Dazu miaut er.
Sini kommt getänzelt. Wie schön sie ist, denkt Pauli und verdreht verliebt die Augen.
„Ach du“, sagt sie nur und will sich gleich wieder umdrehen.
Jetzt musste er aber handeln, sonst ist sie weg.
„Hallo Sini, schau, ich habe dir ein Geschenk mitgebracht.“ Er reicht ihr das Päckchen. „Ich möchte dir einen Besuch machen und fragen, wie es dir geht. Hast du ein bisschen Zeit?“
Zeit, murmelt sie so vor sich hin, mehr als nur genug. Ist ja total langweilig.
„Was hast du gesagt“, fragt Pauli nach. Er hat ihr Gemurmel nicht verstanden. Aber, das ist vielleicht besser so.
„Oh, ein Geschenk“, sagt Sini laut. „Wie aufmerksam von dir. Und auch noch in einem schönen blauen Papier. Meine Lieblingsfarbe. Komm doch bitte herein.“
Der ist ja doch ganz nett, denkt sie so für sich.
Sie laufen in die andere Zimmerecke und setzen sich vor Sinis großen Katzenkorb. Langsam öffnet sie ihr Geschenk.
„Mmmh, das riecht ja lecker.“ Ihre Augen werden ganz groß und sie ist total entzückt als sie die leckere Wurst vor sich sieht.
„Oh, so ein tolles Geschenk habe ich noch nie bekommen.“
Sie schaut ihn lange an und plötzlich drückt sie Pauli einen Kuss auf die Wange und sagt etwas verlegen: „Danke Pauli. Du bist ja total süß!“
„Komm, du darfst zu mir in den Korb, wenn du willst. Wir machen es uns gemütlich.“ Pauli ist vollkommen durcheinander. Was für ein Tag. Und jetzt auch noch ein Küsschen. Und ja, natürlich will ich zu dir ins Körbchen und ganz nah und kuscheln.
Sie essen von der Wurst, schauen sich immer wieder verliebt in die Augen, schnurren um die Wette und schlafen dann eng umschlungen ein.
Weihnachten kann so schön sein, denkt Pauli und rutscht noch ein bisschen näher an Sini heran. Schnurr...!

10. Dezember_Gedicht

10. Dezember

Die Gute Nacht
Bertolt Brecht

Der Tag, vor dem der große Christ
Zur Welt geboren worden ist
War hart und wüst und ohne Vernunft.
Seine Eltern, ohne Unterkunft
Fürchteten sich vor seiner Geburt
Die gegen Abend erwartet wurd.
Denn seine Geburt fiel in die kalte Zeit.
Aber sie verlief zur Zufriedenheit.
Der Stall, den sie doch noch gefunden hatten
War warm und mit Moos zwischen seinen Latten
Und mit Kreide war auf die Tür gemalt
Dass der Stall bewohnt war und bezahlt.
So wurde es doch noch eine gute Nacht
Auch das Heu war wärmer, als sie gedacht.
Ochs und Esel waren dabei
Damit alles in Ordnung sei.
Eine Krippe gab einen kleinen Tisch
Und der Hausknecht brachte ihnen heimlich einen Fisch.

(Denn es musste bei der Geburt des großen Christ
Alles heimlich gehen und mit List.)
Doch der Fisch war ausgezeichnet und reichte durchaus
Und Maria lachte ihren Mann wegen seiner Besorgnis aus
Denn am Abend legte sich sogar der Wind
Und war nicht mehr so kalt, wie die Winde sonst sind.
Aber bei Nacht war er fast wie ein Föhn.
Und der Stall war warm und das Kind war sehr schön.
Und es fehlte schon fast gar nichts mehr
Da kamen auch noch die Dreikönig daher!
Maria und Joseph waren zufrieden sehr.
Sie legten sich sehr zufrieden zum Ruhn
Mehr konnte die Welt für den Christ nicht tun.

9. Dezember_Gedicht

9. Dezember


Vom Christkind
Anna Ritter

Denkt euch – ich habe das Christkind gesehn!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh;
Denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her –
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –
Meint ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin:
Es roch nach Äpfeln und Nüssen.

8. Dezember_Gedicht

8. Dezember


Weihnachtslied, chemisch gereinigt
Erich Kästner (Nach der Melodie: "Morgen, Kinder wird´s was geben!"

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte Euch das Leben.
Das genügt, wenn man's bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist's noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt's Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen –
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt's an Holz!
Stille Nacht und heil'ge Nacht –
Weint, wenn's geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit...
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

7. Dezember_Gedicht

7. Dezember


Dezember
Erich Kästner

Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.

Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man’s versteht.

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.

Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
„Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht.“

6. Dezember_Gedicht

6. Dezember

Die traurige Geschichte vom Nikoläuschen
Am sechsten kam zu uns ins Haus
Der gute alte Nikolaus
Und brachte für das kleine Kläuschen
Ein rotbemütztes Nikoläuschen
Und noch zehn bunte Zuckersterne.
–Klaus mocht‘ den Nikolaus sehr gerne
Und stellte ihn, dass er nicht friere,
gerade vor die Ofentüre.

„hier“, dacht‘ er, „hat’s mein Nikolaus fein!
Hier wird er sehr zufrieden sein.“
Dann ging er seine Sterne essen.
Der Nikolaus war schnell vergessen.

Was glaubt ihr wohl, was nun geschah?
Bald stand nur noch die Hülle da,
und aus dem bunten Nikolaus
floss dicke, braune Soße raus.
Die Hitze, die bekam ihm nicht.
Sie schmolz ihm Körper und Gesicht.
Da schwamm er nun – o jemine –
In einem Schokoladensee.

5. Dezember_Gedicht

5. Dezember

Es müssen nicht Männer...
Rudolf Otto Wiemer

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,
die Engel.
Sie gehen leise und müssen nicht schrein,
Oft sind die alt und hässlich und klein,
die Engel.
Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand,
die Engel.
Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand,
Oder er wohnt neben dir, Wand an Wand,
der Engel.
Dem Hungernden hat er das Brot gebracht,
der Engel.
Dem Kranken hat er das Bett gemacht,
Er hört, wenn du ihn rufst in der Nacht,
der Engel.
Er steht im Weg und er sagt: Nein,
der Engel,
Groß wie ein Pfahl und hart wie ein Stein
Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,
die Engel.

4. Dezember_Gedicht

4. Dezember

Schenken
Joachim Ringelnatz

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die bedachtenbr die Gaben wiegen,
sei Dein Gewissen rein.
Schenke herzlich
und frei.
Schenke dabei,
was in Dir wohnt
an Meinung, Geschmack
und Humor,
so dass die eigene
Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist
ohne List.
Sei eingedenk,
dass Dein Geschenk
Du selber bist.

3. Dezember_Gedicht

3. Dezember

Winter
Heinz Erhardt

Winter

Wenn die Blätter von den Bäumen stürzen,
die Tage täglich sich verkürzen,
wenn Amsel, Drossel, Fink und Meisen
die Koffer packen und verreisen,
wenn all die Maden, Motten, Mücken,
die wir versäumten zu zerdrücken,
von selber sterben – so glaubt mir:
Es steht der Winter vor der Tür!
Ich lass ihn stehen!
Ich spiel ihm einen Possen!
Ich hab die Tür verriegelt
Und gut abgeschlossen!
Er kann nicht rein!
Ich hab ihn angeschmiert!
Nun steht der Winter vor der Tür ---
Und friert!

2. Dezember_Gedicht

2. Dezember

Tannengeflüster
James Krüss

Wenn die ersten Fröste knistern,
In dem Wald bei Bayrisch-Moos,
Geht ein Wispern und ein Flüstern
In den Tannenbäumen los,
Ein Gekicher und Gesumm
Ringsherum.

Eine Tanne lernt Gedichte,
Eine Lärche hört ihr zu.
Eine dicke, alte Fichte
Sagt verdrießlich: 'Gebt doch Ruh!
Kerzenlicht und Weihnachtszeit
sind noch weit!'

Vierundzwanzig lange Tage
Wird gekräuselt und gestutzt
Und das Wäldchen ohne Frage
Wunderhübsch herausgeputzt.
Wer noch fragt: 'Wieso? Warum?!'
Der ist dumm.

Was das Flüstern hier bedeutet,
Weiß man selbst im Spatzennest:
Jeder Tannenbaum bereitet
Sich nun vor aufs Weihnachtsfest,
Denn ein Weihnachtsbaum zu sein:
Das ist fein!

1. Dezember_Gedicht

1. Dezember

ADVENT
Rainer Maria Rilke

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Frauenhilfe schickt Licht der Hoffnung

Martinsandacht

Die Evangelische Frauenhilfe Seesen schickt Licht der Hoffnung und Zeichen der Verbundenheit
Die Tage werden kürzer und kürzer. Und natürlich ist es schade, dass gerade in der dunkler werdenden Jahreszeit, jetzt im November, die aufhellenden Treffen und Aktionen, wie Laternenumzüge und Konzerte, nicht möglich sind. Der beliebte Sankt-Martins-Umzug von Maria Königin nach St. Andreas fällt in diesem Jahr aus. Aber in Vergessenheit geraten diese Tage nicht: Am 10.11. ist der Geburtstag Martin Luthers und am 11.11. sind sein Namenstag „St. Martin“ und auch Tauftag. Die evangelische Frauenhilfe Seesen möchte mit einem Licht der Hoffnung daran erinnern und dazu aufrufen, an diesen Tagen eine Laterne ins Fenster zu stellen, damit aus möglichst vielen Häusern in unserer Stadt Lichter der Hoffnung und Zeichen der Verbundenheit leuchten. Der für den 01.12.2020 geplante musikalische Auftritt von Antje Sievert (Gesang) und Andreas Pasemann (keltische Harfe) kann am genannten Termin nicht stattfinden. Eine Verschiebung um 2 Wochen ist geplant, kann aber noch nicht endgültig bestätigt werden und hängt von der Entwicklung der Coronazahlen im LK Goslar ab. Das Vorbereitungsteam der Seesener Frauenhilfe wünscht sich sehr, noch in 2020 Kontakt zu den Mitgliedern in der St Andreas Kirche zu bekommen. In Gedanken und über die „Licht der Hoffnung“-Aktionen möchten wir Frauen auf jeden Fall verbunden bleiben. Solange wir die Gemeinschaft nicht miteinander teilen können, teilen wir die Hoffnung. Die Frauen der Frauenhilfe und alle Seesener sind aufgerufen, sich an dieser Aktion zu beteiligen, zu der auch im Internet auf breiter Basis aufgerufen wird!
Viele Grüße, Garnet Günzel-Oberbeck .

Martinsandacht fällt aus

Martinsandacht

Die für Mittwoch, den 11.11.2020 geplante Martinsandacht muss leider aufallen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist eine andere Entscheidung nicht möglich.

Weihnachtsgottesdienste in St. Andreas

Geistliche Lieder

Am Heiligen Abend sind mehrere Gottesdienste geplant: Um 14.00 Uhr und um 15.00 Uhr hält Diakonin Andrea Redeker Gottesdienste für kleine Kinder in der St. Andreas Kirche. Die Gottesdienste sollen ca. 30 Minuten dauern.
Um 18.00 Uhr findet ein großer Gottesdienst vor der St. Andreas Kirche statt.

Weitere Einzelheiten über die besonderen Hygienemaßnahmen, Teilnehmerbegrenzungen und Anmeldungen werden über diese Homepage und den Seesener Beobachter veröffentlicht.

Gemeinsam etwas schaffen - Pfingsten 2020

Video
Pfingsten. Das Verbundensein mit seinen Nächsten. Gemeinsam etwas schaffen. Die Kraft des Heiligen Geistes spüren. Die Pfingstfreizeit am Ruferhaus muss in diesem Jahr leider ausfallen. Auch der Familiengottesdienst am Pfingstmontag mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dem Team, Eltern, Geschwistern und Freund*innen findet nicht statt. Das Verbundensein mit anderen zu erleben geht trotzdem – auch ohne persönliche Nähe.
Mehr Infos zur Ev. Jugend Gandersheim-Seesen unter: www.evj-gandersheim-seesen.de
Musik: www.bensound.com
Bleiben Sie behütet. Ein kleiner Vorgeschmack kommt

Pfingstmontag in Seesen, 29.05.2020

Geistliche Lieder

Am kommenden Montag laden wir Sie und Euch ein, mit uns das Pfingstfest draußen an der Sankt-Andreas-Kirche um 10:00 Uhr zu feiern; mit Blick auf die Kirche und mit Blick über die Züchnerglocken zum Glockenturm. Am Ruferhaus, in dem die Pfingstfreizeit der Evangelischen Jugend stattfinden sollte, wäre der gemeinsame Gottesdienst mit anschließendem Essen der Schlusspunkt gewesen. Nun feiern wir hier in Seesen, Hinter der Kirche und bieten außerdem ein kleines Schmankerl für alle. Auf unserer Internetseite oder auf www.evj-gandersheim-seesen.de wird am Pfingstmontag ein Video eingestellt, an dem alle Teamer*innen und Teilnehmer*innen beteiligt waren. Kirche in Corona-Zeiten: bunt und vielfältig.

Christi Himmelfahrt, 21. Mai 2020

Christi Himmelfahrt

Immerhin konnten wir in diesem Jahr Christi Himmelfahrt einen Gottesdienst feiern. Zwar nicht ökumenisch an der Neckelnberg-Hütte mit anschließendem Grillen, aber wir waren an unserer Sankt-Andreas-Kirche und die Glocken von Sankt-Andreas konnten wir sehr direkt hören.
Himmelfahrt ist ein Fest zwischen den Festen, kaum beachtet. Die meisten sagen Vatertag zu diesem Tag. Und doch: für uns Glaubende ist es ein wichtiges Fest, ein wichtiger, Mut machender Casus.

Lk.24,50 Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie.
51 Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.
52 Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude
53 und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

Himmelfahrt ist Fest für die, die Ermutigung brauchen! Es ist ein Fest für die, die das neue Leben mit seiner Weite als Chance und nicht als Belastung erkennen! „Du stellst meine Füße auf weiten Raum!“ Himmelfahrt ist zum einen ein Tag des Abschieds! Und zum anderen ist Himmelfahrt der Tag des Neuanfangs! In Erzählung von Christi Himmelfahrt steckt die Aufforderung, in jedem Abschied einen neuen Anfang zu suchen, sich einzulassen auf ein neues, auf ein eigenes Leben.

Der Garten Eden, 19.05.2020

Der Garten Eden

Die Beschäftigung mit der Bibel und ihrer Geschichte, wie und wo sie entstanden ist, kann den Blick auf die eigene Welt verändern. So lesen wir im 2. Kapitel des Buches Genesis von dem Garten Eden, in den der Mensch, der Adam, gesetzt wurde, nachdem der HERR ihn angelegt hatte, wie ein Gartenbauarchitekt:
Gn.2,8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. … 10 Und es geht aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilt sich von da in vier Hauptarme. 11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham. 13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch. 14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat
Von diesem Garten meinen viele, es hätten dort paradiesische Zustände geherrscht. Es gibt Bilder, auf denen die dort Lebenden wie im Schlaraffenland die vielen Annehmlichkeiten genießen würden. Aber dies sei ja vergangen. Doch die Beschäftigung mit der damaligen Geografie zeigt, dass die Schreiber dieses zweiten und älteren Schöpfungsberichtes die ihnen damals bekannte Welt beschrieben. Der Garten Eden ist nichts Vergangenes oder Zukünftiges. Es ist die Gegenwart. Es ist der Ort, an den der Mensch gesetzt ist. Und in der Gegenwart., also heute, sind Sie oder ich eben dieser Mensch, gesetzt in den Garten Eden. Unser Garten ist die Gegend, in der wir leben. Wer dies weiß, ändert hoffentlich seinen Blick auf die Welt, auf diesen kleinen Ausschnitt der Schöpfung. Die Bilder können einen Eindruck von paradiesischer Schönheit zeigen. Es sind Aufnahmen der Abendstimmung vom 17. Mai des Jahres an der Innerstetalsperre.

Andacht: Statt Konfirmation, 10.05.2020

Video
Heute, am 10.05. hätten elf junge Menschen in der St. Andreas Kirche in Seesen Konfirmation gefeiert. Sie sollten ihren Glauben bekennen, den Segen Gottes empfangen und danach kräftig feiern. All das wurde verschoben auf den 04.10. Zur Einstimmung richtet sich Pfarrer Thomas Weißer in einem kleinen Gruß von einem besonderen Ort an seine Konfirmandinnen und Konfirmanden. Bleiben Sie behütet. Ein kleiner Vorgeschmack kommt hier...

Weitere Informationen über das KFS sowie die News/ Depeschen aus dem Jahr 2019 gibt es hier!...

Persönliche Gedanken zum Tag der Befreiung, 08.05.2020

Persönliche Gedanken zum Tag der Befreiung

Am heutigen 8. Mai 2020 wird an den Tag der Befreiung vor 75 Jahren gedacht. Das war lange Zeit nicht die Bezeichnung für diesen Tag. Als es 1945 soweit war, versuchten die meisten irgendwie zu überleben und nach vorne zu schauen. Befreiung war dies nur für die Verfolgten des so gen. 1000-jährigen Reiches: Sozialdemokraten und Kommunisten, Juden, Roma, Sinti, Homophile u.v.a.m.
Auch wenn der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker in seiner Ansprache zum 40. Jahrestag von dem „Tag der Befreiung“ sprach, galt dies nicht für alle. Er hatte aufgefordert, sich der Vergangenheit zu stellen und sie zu erforschen. Dies wollte die Fachschaft evangelische Theologie, zu der ich 1987 gehörte, zum 250. Jubiläum der Göttinger Universität auch gerne tun. Vom Rektor der Universität war die theologische Fakultät als älteste aufgefordert, einen Tag der offenen Tür zu gestalten und die Professoren mussten uns fragen, ob wir dabei wären. Wir wollten dabei sein mit dem Thema: Theologie im Nationalsozialismus, Fallbeispiele aus Göttingen. Unter anderem wurden wir von den Professoren als „Nestbeschmutzer“ tituliert. Schließlich gab es den „Tag der offenen Tür“ unter unserer Regie. Professorin Dr. Hannelore Erhardt öffnete uns die Archive und unterstütze uns auch, als wir die Verwicklungen ihres großen Lehrers Prof. Dr. Otto Weber zu Tage förderten. Die beiden Göttinger Studenten aus dem 30ger Jahren und späteren Landesbischöfe Dr. Heinrich Harms (Oldenburg) und Dr. Gerhard Heintze ließen sich bereitwillig stundelang interviewen („Fragt jetzt. Bald sind wir tot.“ Harms).
Die größere Zahl der Lehrenden lehnte eine Auseinandersetzung mit dieser Zeit und ihren Lehrern und deren Theologien ab. Auch wenn sie mit ihrer Theologie den Mord an Millionen gerechtfertigt hatten wie Emanuel Hirsch. Heute können wir unbeschwert vom Tag der Befreiung sprechen. Es war ein langer Weg zu der Erkenntnis, dass wir in unserem Land in der Tradition der Demokraten und freiheitsliebenden Menschen stehen wollen und nicht auf der Seite der Täter.
Unsere Freiheit und Demokratie wurden teuer erkauft. An uns ist es, dieses so filigrane Gebilde gegen alle Angriffe zu verteidigen.
Tim-Florian Meyer, Pfarrer

Die Katze des Propheten, 5. Mai

Die Katze des Propheten

Der Prophet
Lag im Gebet
Am Nachmittag,
Inzwischen lag,
Während er schwebt‘ auf der Andacht Gipfel
Die Katz‘ auf seines Ärmels Zipfel,
Dehnte sich spinnend und entschlief,
Und atmete tief,
Indes die heilige Übung verlief.
Als er sich wollt erheben nun,
Sah er die Katz‘ in Frieden ruhn,
Und schnitt,
Damit
Sie ruhig bleibe
Sich den Ärmel von seinem Leibe;
Aber mit leisem,
Weisem
Bedeuten
Sprach er zu den sich verwundernden Leuten:
Schlaf ist eine Erquickung vom Herrn;
Wer lässt darin stören sich gern?
Zumal wer im Gebet entschlafen,
Ruht sicher in des Friedens Hafen.
Lasse die Katz‘
An ihrem Platz
Und schafft für den Ärmel mir einen Ersatz!

Friedrich Rückert (1788-1866)
entnommen aus: Katzen, Ein literarisches Brevier, Hamburg 2006, S.60f

Aus dem eigenen Wald, 30. April

Aus dem eigenen Wald

Einige unserer Gemeindemitglieder erinnern sich an die Pfingstzeltlager an der Schildau, die über viele Jahre Tradition waren. Viele Bäume auf diesem mittlerweile wunderbar verwilderten Biotop sind vom Borkenkäfer befallen. Der Klimawandel mit seiner Dürre macht sich auch hier direkt in Seesen bemerkbar. Mehrere dieser Bäume sind schon gefällt, andere werden folgen müssen. Einiges von diesem Holz, von manchen auch Käferholz genannt, haben wir schon selber zugeschnitten und werden wir in unserer Kirchengemeinde für eine positive CO2-Bilanz nutzen. So werden wir zum Beispiel „Hoffnungsstehlen“ in Zusammenarbeit mit der Horizont Hospizinitiative Seesen e.V. erstellen. Auch das neue Küchenzelt für unsere Sehusa-Taverne wird aus diesem Holz gebaut. Reste werden sicher in Öfen landen.
Brauchen Sie nicht auch Holz? Nähere Informationen erhalten Sie unter der bekannten Telefonnummer 9429-0 oder schreiben uns eine Mail: seesen.pfa@lk-bs.de

Geistliche Lieder, 27.04.2020

Geistliche Lieder
Geistliche Lieder XIII: Wenn in bangen trüben Stunden

Wenn in bangen trüben Stunden
Unser Herz beinah verzagt,
Wenn von Krankheit überwunden
Angst in unserm Innern nagt;
Wir der Treugeliebten denken,
Wie sie Gram und Kummer drückt,
Wolken unsern Blick beschränken,
Die kein Hoffnungsstrahl durchblickt:

O! dann neigt sich Gott herüber,
Seine Liebe kommt uns nah,
Sehnen wir uns dann hinüber
Steht sein Engel vor uns da,
Bringt den Kelch des frischen Lebens,
Lispelt Mut und Trost uns zu;
Und wir beten nicht vergebens
Auch für die Geliebten Ruh.

Aus: Novalis, Werke in einem Band, Berlin/Weimar 1985, 3.Aufl., S.32f

Wenn schon nicht, dann …, 27.04.2020

Wenn schon nicht, dann...
Am vergangenen Wochenende hätten wir eigentlich die Konfirmation von 20 Konfirmand*innen unserer Kirchengemeinde gefeiert. Wegen Corvid 19 gab es aber nur das Video der Teamer*innen und wenigstens die von 10:00 bis 12:00 Uhr geöffnete Kirche. Wenn schon keine Konfirmation von Lenja gefeiert werden kann, dann gehen wir wenigstens in unsere Sankt-Andreas-Kirche zur stillen Andacht, dachte sich Familie Hirschfeld. Als weiteres kleines Trostpflaster wurde gemeinsam das Video gesehen: „Statt Konfirmation“.
Am 27. September 2020, also in fünf Monaten, werden wir hoffentlich diesen verschobenen Gottesdienst feiern können!

Andacht: Statt Konfirmation, 26.04.2020

Video
Am Sonntag, den 26.04. wäre in der St. Andreas Kirche in Seesen Konfirmation gewesen. 20 Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich auf den Gottesdienst und die Feier danach gefreut. Doch die Konfirmation wurde auf den 27.09. verschoben. Ein kleiner Vorgeschmack kommt hier...

Weitere Informationen über das KFS sowie die News/ Depeschen aus dem Jahr 2019 gibt es hier!...

Es gibt Tage! - Ein Gedicht aus dem Gardatal, 22.04.2020

Video
Manches Mal ist es gut zu träumen. Zurzeit leben wir in der Zeit der Abschottung wegen Corvid 19. Für die eine*n ist es eine verordneten für anderen eine selbst auferlegte Distanz zu anderen Menschen, damit diese nicht angesteckt werden. In einer solchen Zeit ist es notwendig, aus der täglichen Routine, die für mach eine*n zur Tristesse geworden ist, auszubrechen. Eine Möglichkeit ist es, in Erinnerungen zu schwelgen, sich Fotoalben vorzunehmen und die damaligen Erlebnisse und die damit verbundenen Gefühle nachzuerleben. Oder aber Sie träumen sich in andere Welten.

Eine Hilfe dabei kann das folgende Gedicht sein. Im Original stammt es aus dem Ladinischen, der Sprache, die in Südtirol im Gardatal gesprochen wird. Sie hat einen ganz eigenen Klang und eine besonderen Melodie. Mit Bildern Südtirols unterlegt können Sie sie auf diesem Video auch hören.

Es gibt Tage
an denen steht alles still,
wie eingefroren.

Tage an denen alles unbeweglich erscheint.
wie versteinert,
wie die Berge.

Tage an denen auch der Wind
seine Kraft zügelt,
oben
über den Baumkronen.

Tage mit angehaltenem Atem,
an denen man zuhause bleiben muss.

Es gibt Tage
an denen Menschen sich nicht sehen.
Aber es gibt keine Tage
an denen es keine Menschen gibt.

Wir wissen was Geduld ist
aus den langen Winternächten,
deren Ende oft unendlich erscheint.

Wir wissen wie fleißig wir sein können,
das Bestreben der Welt eine Form zu geben.

Wir wissen was Verantwortung ist,
der Beistand, die Aufmerksamkeit.
Wir wissen wie stark Wurzeln sind,
tief und stark in unserer Erde.

Es gibt schwierige Tage.
Aber es gibt sie nicht für immer.

Still, aber nicht unbeweglich.
Weit weg, aber nicht alleine.
Entfernt, aber vereint, wir werden für immer sein.

hier.

Palle allein auf der Welt

Palle allein auf der Welt

Am Sonntag waren auf meinem Weg durch Seesen tatsächlich die Straßen menschenleer. Niemand war zu sehen. In meiner Phantasie spielte ich durch, wie es wäre, wirklich alleine auf der Welt zu sein. Nichts hätte eine wirkliche Konsequenz. Was da nicht alles möglich wäre!? Was ich nicht alles machen könnte?! Während ich so vor mich hin träumte, erinnerte ich mich, dass ich diese Phantasie doch schon aus Kindertagen kannte. Die Geschichte hieß: Palle allein auf der Welt. Ich mochte dieses Bilderbuch sehr gerne. Der Text ist leider etwas arg lang für das Internet. Zu den Bildern aber können sie sich selber die passende Geschichte ausdenken. Mit etwas Phantasie geht das ganz leicht.

Montag, 13. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Ostersmontag:Lukas 24,13-35



Kirche steht für Hoffnung!, 12.04.2020

Kirche steht für Hoffnung

Zusammen mit 140 anderen Kirchengemeinden unserer Landeskirche und dem Kirchenkreis Gifhorn wünschen wir Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest.

Ostern in St. Vitus und St. Andreas, 12.04.2020

Ostern in St. Vitus und St. Andreas

Andacht: Ostersonntag, 12.04.2020

Video
Die Andacht zu Ostersonntag 2020 aus der St.-Andreas-Kirche in Seesen. Propst Thomas Gleicher lädt ein, die Botschaft vom Glauben und der Auferstehung nicht mit dem Verstand erfassen zu wollen, sondern durch Gottes Wort. Mit Musik von Propsteikantor Andreas Pasemann: Christ ist erstanden, Evangelisches Gesangbuch Nr. 99. Bleiben Sie behütet.

hier.

Sonntag, 12. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Ostersonntag:Lukas 24,1-9



Freitag, 10. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Karfreitag: Markus 15,16-37



Andacht: Karfreitag, 10.04.2020

Video
Eine Andacht zu Karfreitag. Pfarrer Tim-Florian Meyer predigt mit Psalm 22 vom Schmerz Jesu am Kreuz, vom Verlassensein und dem Glück zu spüren, dass Gott doch nicht fern war.

Mit Musik von Propsteikantor Andreas Pasemann:
Korn, das in die Erde, Evangelisches Gesangbuch Nr. 98.
Bleiben Sie behütet. hier.


75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer

Am 9. April 1945 wurde vor 75 Jahren Seesen befreit. Am selben Tag wurde der Theologe und Pazifist Dietrich Bonhoeffer in den frühen Morgenstunden im Konzentrationslager ermordet. Nun bin ich selber Pfarrer und schaue auf meine Geschichte mit diesem herausragenden Theologen zurück. Seinen Namen verband ich lange Zeit nur mit dem Lied „Von guten Mächten“. Während meines Studiums machte ich, obwohl ein wichtiger Schwerpunkt die Kirchengeschichte im Nationalsozialismus war, immer einen großen Bogen. Erst zum 1. theologischen Examen hin näherte ich mich D.Bonhoeffer an. Als schriftliche Hausarbeit bekam ich vom damaligen Landesbischof das Thema: Bonhoeffer und die Judenfrage.

Allein anhand dieser Fragestellung zeigt sich die herausragende Stellung D.Bonhoefers. So schrieb der Theologe Karl Barth am 22.Mai 1967: „Neu war mir vor allem die Tatsache, daß Bonhoeffer 1933ff. als Erster, ja fast als Einziger die Judenfrage so zentral und energisch ins Auge gefaßt und in Angriff genommen hat. Ich empfinde es längst als eine Schuld meinerseits, daß ich sie im Kirchenkampf jedenfalls öffentlich (z.B. in den beiden von mir verfaßten Erklärungen von 1934) nicht ebenfalls als entscheidend geltend gemacht habe. Ein Text, in dem ich das getan hätte, wäre freilich 1934 bei der damaligen Geistesverfassung der ‘Bekenner‘ weder in der reformierten noch in der allgemeinen Synode akzeptabel geworden. Aber das entschuldigt nicht, daß ich damals - weil anders interessiert - in dieser Sache nicht wenigstens in aller Form gekämpft habe.“

Diese Erkenntnis K.Barths benennt die herausragende Haltung D.Bonhoeffers. Festzustellen ist aber auch, dass ihn seine kompromisslose Haltung gegenüber der staatlichen wie der kirchlichen Judenpolitik in dem befreundeten Pfarrerkreis und in der Kirche isolierte und ihn staatlichen Repressionen aussetzte. Dennoch setzte er den Kampf gegen den nationalsozialistischen Staat fort, bis er schließlich selbst dessen Opfer wurde.

Die „Judenfrage“ bedeutet für D.Bonhoeffer, dass aufgrund von „Rasse“ und nicht von Religionszugehörigkeit Juden rechtlich gesondert behandelt werden. Allerdings verweist er durch die Betonung der heilsgeschichtlichen Bedeutung des Judentums die Kirche auf ihre eigenen Wurzeln und die daraus für sie erwachsende Verantwortung für die Juden. Die „Judenfrage“ ist für die Kirche eine Kirchen- bzw. Christusfrage. Wenn sie den Arierparagraphen, der die Ausgrenzung der zum Christentum konvertierten Juden aus der Kirche bedeutet hätte, einführt, wird die Substanz ihrer Lehre, ihres Auftrages von Christus her gefährdet. Schließlich sei das Evangelium ein an alle Menschen gleichermaßen gerichteter Zuspruch und dürfe nicht eingeschränkt werden.

Die Besinnung und Konzentration auf das Neue und das Alte Testament sind als Zentrum des theologischen Denkens D.Bonhoeffers zu betrachten. Parallel zu der geschichtlichen Entwicklung, der zunehmenden Judenverfolgung, erschließt er sich seine theologischen Aussagen. So ist 1933 sein Verhältnis zum Judentum als distanziert zu bezeichnen, denn er verwendet relativ unreflektiert christliche Antijudaismen. Im Laufe der Zeit aber kommt er zu einer Sicht des Judentums als einer Religion eigenen Wertes, die für das Christentum ein echtes Gegenüber ist. Dabei gibt er das Zentrum des christlichen Glaubens, das Kreuz Christi, nicht auf, sondern erschließt gerade von ihm aus neue theologische Dimensionen.

D.Bonhoeffer betont das „Mensch-Sein“ Jesu, den Mensch gewordenen Gottessohn, der für andere gelebt hat und auf der Seite der Notleidenden und Opfer stand. Welche Bedeutung die Erkenntnis hat, dass Jesus Christus Jude war, zeigt sich daran, dass er das Leiden der Juden, des Gottesknechts (Jesaja 53), mit dem Kreuz Christi identifiziert. Die Juden sind die Brüder Christi und damit unsere Brüder. Durch Gott wird ihr Leiden und ihr Sterben geheiligt und gleichzeitig stehen sie bei Gott in seinem Leiden. Die Christen sind schuldig geworden, aber gerade die Kirche ist der Ort der Schulderkenntnis und des Schuldbekenntnisses. Nur wenn sich die Kirche wieder auf ihren Auftrag, auf Gott konzentriert, wird sie ihren Ort in der mündigen Welt finden.

Die Kirche soll die Mündigkeit der Menschen bejahen, weil nur diese Zustimmung die Möglichkeit eröffnet, Kraft für die wirklichen Aufgaben der Kirche in der Welt freizusetzen. Sie soll für andere da sein, sich für Notleidende und Bedürftige unabhängig von ihrer Konfession einsetzen (aus diesem Gedanken ist „Brot für die Welt“ entstanden). Dabei hat die Kirche sich von ihren nationalen Grenzen zu trennen und sich als ökumenische Kirche zu verstehen. In ihr Tun und Beten muss die Kirche alle Menschen aufnehmen. Indem die Kirche sich wieder auf Jesus Christus, ihren Herrn, den menschgewordenen Gottessohn, konzentriert, wird sie den Maßstab für ihre Arbeit gewinnen.

D.Bonhoeffer hatte keinen Kontakt zu gläubigen Juden. Die jüdische Renaissance in der Weimarer Republik hat er nicht wahrgenommen. In solidarischer und selbstkritischer Weise hat er seine Stellung zum Judentum reflektiert. Durch intensives Studium des Alten und Neuen Testaments erschloss sich ihm theologisch die Verbundenheit von Judentum und Christentum. Dazu schreibt P.Lapide: „Wie Bonhoeffer sich das allein erarbeitet hat, weiß ich noch immer nicht; aber ich bin voll Bewunderung“.

Diese Bewunderung, von der Lapide schreibt, hält auch bei mir weiterhin an. Wenn Sie, liebe Leser*innen, sich mehr mit ihm beschäftigen wollen, lege ich Ihnen das Interview mit Prof. Dr. Christiane Tietz ans Herz. Über den Link können Sie es sowohl lesen als auch hören: Hier gehts zur Seite

Die Fotos entstanden bei einem winterlichen Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Flossenbürg in der Oberpfalz.

Donnerstag, 9. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Gründonnerstag: Matthäus 26,17-40



Geöffnete Kirche!, 08.04.2020

Geöffnete Kirche

Aufgrund der aktualisierten Handlungsempfehlung des Landeskirchenamtes in Wolfenbüttel dürfen wir in streng begrenztem Rahmen unsere Sankt-Andreas-Kirche zum stillen Gebet öffnen. Eine Aufsichtsperson wird auf die strikte Einhaltung der Abstandsregeln achten. Allerdings darf auch weiterhin weder ein Gottesdienst noch eine Andacht gefeiert werden.

Geöffnet wird unsere Kirche am Karfreitag und am Ostersonntag jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr geöffnet. Aufgrund der Empfehlung des Landeskirchenamtes werden wir am Karfreitag um 15:00 Uhr läuten sowie am Ostersonntag um 10:00 Uhr und um 12:00 Uhr.

Mittwoch, 8. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Karmittwoch: Matthäus 26,1-16



Gedanken in der Karwoche, 07.04.2020

Karwoche

Wer Jesus Christus ansieht, sieht in der Tat Gott und die Welt in einem, er kann fortan Gott nicht mehr sehen ohne die Welt und die Welt nicht mehr ohne Gott. Ecce homo – sehet welch ein Mensch! In ihm geschah die Versöhnung der Welt mit Gott. Nicht durch Zertrümmerung, sondern durch Versöhnung wird die Welt überwunden. Nicht Ideale, Programme, nicht Gewissen, Pflicht, Verantwortung, Tugend, sondern ganz allein die vollkommene Liebe Gottes vermag der Wirklichkeit zu begegnen und sie zu überwinden. Wiederum ist es nicht eine allgemeine Liebesidee, sondern die wirklich gelebte Liebe Gottes in Jesus Christus, die das vollbringt. Diese Liebe Gottes zur Welt zieht sich nicht aus der Wirklichkeit zurück in weltentrückte edle Seelen, sondern sie erfährt und erleidet die Wirklichkeit der Welt aufs härteste. Am Leibe Jesu Christi tobt sich die Welt aus. Der Gemarterte aber vergibt der Welt ihre Sünde. So geschieht die Versöhnung. Ecce homo.

Dietrich Bonhoeffer, Ethik, DBW 6, S.69

Sonntag Palmarum, 04.04.2020


Der Predigttext für den Sonntag Palmarum steht bei Markus im 14. Kapitel. Hier ist er in der Menge-Übersetzung abgedruckt:
3 Als nun Jesus in Bethanien im Hause Simons des (einstmals) Aussätzigen war, kam, während er bei Tische saß, eine Frau, die ein Alabasterfläschchen mit echtem, kostbarem Nardensalböl hatte; sie zerbrach das Gefäß und goss es ihm über das Haupt.
4 Darüber wurden einige (der Anwesenden) unwillig und sagten zueinander: »Wozu hat diese Verschwendung des Salböls stattgefunden?
5 Dieses Salböl hätte man ja für mehr als dreihundert Denare verkaufen und (den Erlös) den Armen geben können«; und sie machten der Frau laute Vorwürfe.
6 Da sagte Jesus: »Lasst sie in Ruhe! Warum bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan!
7 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch und könnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt; mich aber habt ihr nicht allezeit.
8 Sie hat getan, was in ihren Kräften stand: sie hat meinen Leib im Voraus zur Bestattung gesalbt.
9 Wahrlich ich sage euch: Überall, wo die Heilsbotschaft in der ganzen Welt verkündet werden wird, da wird man auch von dem sprechen, was diese Frau getan hat, zu ihrem Gedächtnis.« AMEN

Was für eine Verschwendung! 300 Silbergroschen! Das ist der 300-fache Verdienst eines Tagelöhners. Eine unglaubliche Kostbarkeit vergießt diese Frau auf Jesu Kopf. Das ist sehr unvernünftig, wie einige Anwesende tref-fend bemerken. Jesus reagiert ganz anders! Seine Antwort klingt befremdlich: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch und könnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt.“ Und er füg noch einen weiteren Satz an: „Mich aber habt ihr nicht allezeit.“ Armen zu helfen und Bedürftige versorgen gehört zur christlichen Existenz dazu. Ohne zielgerichtetes diakonisches Handeln geht es nicht!
Manchmal muss sich Liebe auch anders erweisen. Die Liebe fragt dann nicht nach, wie viel Geld es kostet. Sie muss geschehen, ohne nach dem genauen Sinn, den Kosten, dem Geld oder einem Wert zu fragen. Es muss sich einfach zutragen. Ein lieber Kollege spricht gerne vom „Kairos“. Das ist der ganz bestimmte Zeitpunkt, der Augenblick, in dem, wie in diesem Fall, die Liebe sich ereignen muss.
Was die Frau damals in Bethanien tat, war sicher unvernünftig. Und Jesus lässt es zu. Er weiß, dass der Glaube, wenn er lebendig ist, oft eine unver-nünftige Sprache spricht. Das ist zum Beispiel eine Sprache der Poesie, der Leidenschaft oder anderes. Hätte sie es nicht getan, wäre dieser Zeitpunkt (Kairos) verstrichen und Jesus wäre ungesalbt in den Tod gegangen. Doch so hat sie ihm diese Wohltat zukommen lassen, und wir denken heute, fast 2000 Jahre später, immer noch an sie. AMEN


Stufen - Hermann Hesse

Stufen

Nachdem Hermann Hesse von einer langen Krankheit genesen war, schrieb er am 4. Mai 1941 das Gedicht Stufen:

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

02. April 2020

Miteinander gehen

Lasst uns ein Stück noch miteinander gehn
Durch manchen Kreis mit Jahreszeiten.
Und lasst uns vorwärts in die Weite sehn,
wo alle Horizonte offen stehn
und sich im Osterlicht die Berge Gottes breiten.

Klaus-Peter Hertzsch

Segen, 31. März 2020

Von guten Mächten
Gerade jetzt, wenn keine Gottesdienste gefeiert werden können und Menschen vor geschlossenen Kirchentüren stehen, ist der Segen Gottes, wenn auch nicht direkt zugesprochen sondern gesendet, nötig:

Der HERR gewähre dir zu aller Zeit seinen Segen.
Er lege seine Gnade auf jedes seiner Jahre.
Er schaue dich an Tag für Tag voller Erbarmen und Güte.
Er lasse dich keinen Augenblick unbehütet. Der HERR halte deine Zeit in seinen Händen
Und lasse, wenn die Zeit gekommen ist,
sie für dich Ewigkeit werden.

aus: Anette Soete, Das kleine Buch der Zeit

Sonntag Judika, 29. März 2020

Das Evangelium des Sonntags Judika in der Übersetzung Dr. Hermann Menges:
Joh.18,28 Man führte Jesus dann aus dem Hause des Kaiphas nach der Statthalterei; es war früh am Morgen. Die Juden selbst gingen dabei nicht in die Statthalterei hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Passah essen zu können. 29 Darum kam Pilatus zu ihnen hinaus und fragte sie: »Welche Anklage habt ihr gegen diesen Mann zu erheben?«
30 Sie antworteten ihm mit den Worten: »Wenn dieser Mensch kein Verbrecher wäre, so hätten wir ihn dir nicht überliefert!«
31 Da sagte Pilatus zu ihnen: »Nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz.« Da entgegneten ihm die Juden: »Wir haben nicht das Recht, jemand hinzurichten« –
32 so sollte sich das Wort Jesu erfüllen, durch das er die Art seines Todes angedeutet hatte.
33 Pilatus ging nun wieder in die Statthalterei hinein, ließ Jesus rufen und fragte ihn: »Bist du der König der Juden?«
34 Jesus antwortete: »Fragst du so von dir selbst aus, oder haben andere es dir von mir gesagt?«
35 Pilatus antwortete: »Ich bin doch kein Jude! Dein Volk und zwar die Hohenpriester haben dich mir überantwortet: was hast du verbrochen?«
36 Jesus antwortete: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so würden meine Diener (für mich) kämpfen, damit ich den Juden nicht überliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.«
37 Da sagte Pilatus zu ihm: »Ein König bist du also?« Jesus antwortete: »Ja, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.«
38 Darauf antwortete ihm Pilatus: »Was ist Wahrheit?!« Nach diesen Worten ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: »Ich finde keinerlei Schuld an ihm.
39 Es ist aber herkömmlich bei euch, dass ich euch am Passah einen (Gefangenen) freigebe: soll ich euch also den König der Juden freigeben?«
40 Da riefen sie wieder laut: »Nein, nicht diesen, sondern den Barabbas!« Barabbas war aber ein Räuber.
19,1 Da ließ nun Pilatus Jesus ergreifen und geißeln; 2 dann flochten die Soldaten eine Dornenkrone, setzten sie ihm aufs Haupt und legten ihm einen scharlachroten Mantel um; 3 hierauf traten sie vor ihn hin und riefen aus: »Sei gegrüßt, Judenkönig!« und versetzten ihm Schläge ins Gesicht. 4 Pilatus kam dann wieder heraus und sagte zu ihnen: »Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keinerlei Schuld an ihm finde.« 5 So kam denn Jesus heraus, indem er die Dornenkrone und den Purpurmantel trug, und Pilatus sagte zu ihnen: »Seht, der Mensch!« AMEN
Gegen jeden äußeren Anschein ist Jesus hier Herr der Lage. Er erfüllt den Willen Gottes, seines Vaters, der ihn zu den Menschen gesandt hat. Zugleich ist hier das Bild eines Menschen zu erkennen, der zu Unrecht in die Mühlen einer Unrechtsjustiz geraten ist. Er ist als der Leidende derjenige, der an der Seite derer steht, die zu Unrecht angeklagt und verurteilt wurden. Von ihnen gab und gibt es so unendlich viele in dieser Welt. In Jesus wird sichtbar, wie zerstörerisch Willkür und Gewaltherrschaft sind.
Was ist Wahrheit? Nicht das, was vor Augen steht.
Als einer, der sich selbst ausgeliefert hat, tritt Jesus in der Schlussszene vor das Volk, vor seine Anhänger und Gegner. Die entscheidenden Worte spricht nun aber Pilatus: „Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keinerlei Schuld an ihm finde. Seht, der Mensch!“ Was geschieht, wenn wir ihn sehen? In den Augen des Geschundenen kann ich mich mit den Brüchen meines Lebens, meinem Scheitern, meinem Schmerz und meinen Hoffnungen wiederfinden. In diesem Blick erlebe ich, dass Jesus an meiner Seite steht, was immer auch geschieht. Durch sein Vertrauen kann ich Kraft gewinnen. AMEN


Psalm 43 in der Übertragung von Peter Spangenberg, Hamburg, 1995
Lieber Gott,
setz du dich doch bitte für mich ein
und nimm meine Sorgen in deine Hand,
und beschütze mich vor falschen Freunden.
Du bist doch mein Gott und hast höchstes Ansehen.
Ich möchte nicht immer so traurig sein,
weil ich nicht zurechtkomme im Alltag
und viele Schwierigkeiten habe mit Menschen.
Mach es hell vor meinen Augen,
lass mich einsehen, was du sagst,
damit ich immer wieder zurückfinde auf deinen Weg
und aufblicken kann zu dir
und deine Stimme in meinem Herzen höre,
wenn du bei mir zu Besuch bist.
Ich möchte immer wieder zurückfinden in die Kirche,
hin zum Altar,
von dem so viel Segen ausgeht,
deine Nähe, guter Gott;
denn durch dich lerne ich wieder lachen,
so dass ich dir danken kann. AMEN

Von guten Mächten

Von guten Mächten Von guten Mächten
treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich
diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen
in ein neues Jahr.

Von gutem Mächten
wunderbar geborgen
erwarten wir getrost,
was kommen mag.
Gott ist bei uns
am Abend und am Morgen
und ganz gewiss
an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer

Ihre Kirche ist erreichbar!

Die Sankt-Andreas-Kirche und das Evangelische Kirchenzentrum sind geschlossen und große Teile des Gemeindelebens ruhen. Die Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde sind aber telefonisch zu erreichen. Unter der bekannten Telefonnummer 05381/ 94290 melden sich Pfarrer Tim-Florian Meyer oder Pfarrer Thomas Weißer. Für die Propstei Gandersheim-Seesen ist Propst Thomas Gleicher unter 05381/ 942920 erreichbar. Aktuelle Informationen und gute Gedanken finden sich auf der Internetseite: Kirchengemeinde Seesen, ebenso eine deutschlandweite Übersicht über Gottesdienste, Andachten und christliche Inhalte sowie regionale Angebote der Kirchengemeinden im Internet.Angebote

Die für Ende April und Anfang Mai geplanten Konfirmationen werden auf den 27. September und den 4. Oktober 2020 verlegt.

23. März 2020 Lätare – Freuet Euch

Lätare

Wie schade, dass wir uns in dieser Woche nicht in unserem gemeinsamen Haus, unserer Sankt-Andreas-Kirche treffen können. Denn dann könnten wir uns gemeinsam an den Paramenten erfreuen, die wir erst seit drei Jahren unser Eigen nennen können. Sie werden mitten in der Passionszeit nur zum Sonntag Lätare herausgeholt. Zum einen zeigen sie an, dass die Hälfte der Passionszeit nun schon vorüber ist und dass das Fest der Auferstehung naht. Zum anderen verdeutlichen Sie, dass, so schwer und so dunkel ein Leid auch sein mag, es nicht nur schwarz oder weiß gibt. Selbst im Leid können Lichtblicke sichtbar werden. Neues Leben gibt es durch das Kreuz hindurch.

Das Lied „In dir ist Freude“ (EG 398) zeigt dies für mich besonders deutlich. Denn trotz allem, was uns im Leben an Bösem und Üblen zustoßen kann, endet es im lobenden Halleluja.

1. In dir ist Freude in allem Leide,
o du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben,
du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden.
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G'müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben;
nichts kann uns scheiden. Halleluja.
2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden
Teufel, Welt, Sünd oder Tod;
du hast's in Händen, kannst alles wenden,
wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren
mit hellem Schalle, freuen uns alle
zu dieser Stunde. Halleluja.
Wir jubilieren und triumphieren,
lieben und loben dein Macht dort droben
mit Herz und Munde. Halleluja.
Wer mag, höre sich diese Aufnahme aus Nürnberg an oder singe gleich mit. Video Bleiben Sie gesegnet und behütet

Sonnenaufgang in Scharbeutz

Sonnenaufgang in Scharbeutz

23. März 2020

Nun sitzen wir alle ziemlich fest in unseren Wohnungen und kommen nur zu kürzeren Spaziergängen hinaus. „Abstand halten“ ist die Devise. Trotzdem ist es möglich, zusammenzurücken. Auch das Telefon wird wieder wichtiger … zum Beispiel für die Seelsorge u.a.

Eine Freundin von mir ist Pastorin in Scharbeutz an der Ostsee. Wir sprachen kurz miteinander, was wir in den Gemeinden noch tun können und wie wir unsere Arbeit jetzt organisieren. Ich beneidete sie etwas, da sie ja gleich vor der Haustür den Strand und die Ostsee habe. Da machte sie das Angebot, morgens früh um 7:00 den Sonnenaufgang für mich zu fotografieren. Dann hätte ich auch etwas davon. Und ich darf diese Bilder vom Samstag mit Ihnen teilen. Auch so können wir vielleicht näher zusammen rücken.

Bleiben Sie gesegnet und behütet!“

Mittagsläuten in Dekanat und Propstei

Mittagsläuten in Dekanat und Propstei

Dechant Stefan Lampe, Pröpstin Elfriede Knotte und Propst Thomas Gleicher setzen ein ökumenisches Zeichen und bitten die Gemeinden der Propstei Gandersheim-Seesen sowie die Gemeinden des Dekanats Alfeld-Detfurt, mittags um 12.00 Uhr für drei Minuten die Kirchen-Glocken läuten zu lassen. „Das Läuten ruft zum Gebet angesichts der Corona-Krise und lässt uns dankbar an die vielen Menschen denken, die sich aktuell in besonderer Weise um ihre Mitmenschen kümmern“, betont Dechant Stefan Lampe.

Eine zeitgleiche Bitte kommt vom Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig, Dr. Christoph Meyns. Dieser hat in einem aktuellen Schreiben alle Kirchengemeinden in der Landeskirche Braunschweig gebeten, täglich um 12 Uhr die Kirchenglocken zu läuten. Ziel sei es, das sich Menschen in dieser Zeit miteinander durch ein gemeinsames Gebet verbinden.

Anlass der Bitte ist das generelle Verbot von Gottesdiensten und religiösen Versammlungen, das durch die staatlichen Behörden erlassen worden ist, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Der Landesbischof empfiehlt beim Läuten so zu beten:

„Herr, unser Gott, lass uns jetzt im Glauben zusammenstehen. Stärke unser Vertrauen und unseren Mut. Unsere Worte und unsere Taten mögen von Liebe erfüllt sein. Sei bei allen, die krank sind, sich Sorgen machen oder Angst haben. Segne alle, die ihnen helfen. Schenke uns allen Geduld und Kraft. Das bitten wir dich durch Jesus Christus. Amen“

Vivat Sankt Petersburg

Vivat Sankt Petersburg

Nun ist es noch nicht einmal 14 Tage her, dass das Vokalensemble Vivat aus Sankt Petersburg in unserer Sankt-Andreas-Kirche gastierte. Viele waren gekommen und erlebten ein ganz besonderes Konzert. In der ersten Hälfte klassische und liturgische Gesänge; in der zweiten Hälfte Lieder aus dem Volke mit einigen Spottliedern. Die Zuhörerschaft war begeistert, weil die Lieder zum Lachen und zum Träumen einladend hervorragend dargebracht wurden.

Vieles ist seither in unserem Land geschehen: Alle Gottesdienste sind abgesagt, Menschen sollen sich nicht mehr trafen, in den Geschäften wird manch ein Artikel gehamstert. Vielleicht möchten Sie sich an den Abend mit Vivat zurückversetzen? Dann empfehle ich Ihnen den folgenden Link. Die Besetzung ist zwar nicht die aktuellste, aber auch in der dort zu hörenden Besetzung war das Ensemble schon bei uns.

Video

Auch in diesen schweren Zeiten Kirche erleben

digitale Kirche

Um auch in dieser Zeit das soziale Engagement nicht zu verlieren, möchten wir an dieser Stelle eine Alternative zu Gottesdiensten in der Kirche vorstellen.

Hier können Sie auch von zu Hause weiterhin die Kirche erleben!

ACHTUNG: Alle Gemeindeveranstaltungen sind bis zum 19. April abgesagt!

Wir folgen der dringenden Empfehlung aus dem Landeskirchenamt: bis zum 19.4. sind alle Veranstaltungen (inkl. Gottesdienste) abgesagt. Das ist ein sehr schwerer Schritt! Wir sind weiterhin erreichbar: per Telefon, per Email und im Internet. Lassen Sie uns in Kontakt bleiben!

Hier können Sie sich über die offiziellen Vorgaben informieren!

Steh auf und geh! Weltgebetstag 2020 wurde in St Andreas Kirche ökumenisch gefeiert

Weltgebetstag

Interessante Kostproben aus Simbabwe- durch viel Musik, gelungene Anspiele, Dias und leckere Speisen.

Steh auf, nimm dein Schicksal selbst in die Hand – das ist die Botschaft des Weltgebetstags 2020 aus Simbabwe. Der deutsche Weltgebetstag unterstützt den Mut im Gebet, mit Projekten zur Frauenförderung und einer Entschuldungsaktion. Mehr als 20 Ausführende beteiligten sich, um diesen besonderen Tag am 6. März 2020 zu gestalten. Trotz der schwierigen Situation in Simbabwe, die von extremer Dürre, Wassermangel und Hunger, Misswirtschaft und Korruption geprägt ist, vermittelte die Weltgebetstagsordnung 2020 eine klare Botschaft der Hoffnung und des Aufbruchs. „Komm, nimm dein Bett und geh, du schaffst es!“, so hieß es in den Liedern, die durch die Mädchenkantorei unter der Leitung von Herrn A. Pasemann mitreißend vorgetragen und durch Frau L. Seidig und Frau G. Günzel-Oberbeck und Frau J. Oberbeck rhythmisch unterstützt wurden.

Der Gottesdienst zum Weltgebetstag kommt von Frauen aus Simbabwe. So wurde die Kirche unter der Federführung von Frau A. Oelhoff passend geschmückt und die ökumenische Frauengruppe studierte Texte und Anspiele ein, die den Gottesdienst auflockerten und das Thema des Bibeltextes aus Johannes 5, zur Heilung eines Kranken, lebendig vermittelten. „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ kam hier in Wort und Anspiel zum Ausdruck.

Im Anschluss wartete das hübsch vorbereitete Kirchenzentrum auf interessierte Gäste. Über 70 Frauen folgten der Einladung. Frau P. Rotfuchs hatte Salat und eine Reisspeise nach landesüblichem Rezept vorbereitet und weitere Frauen brachten Nachtisch ein, der gekostet werden konnte. Ein besonderer Gaumenschmaus war das! Dann wurde Simbabwe durch Dias und Informationen zum Land von Frau R. Schwabe vorgestellt und das Thema vertieft durch Ausführung von Ehepaar Leuschner, die 30 Jahre in Simbabwe gelebt haben. Die Abschlussworte sprach Frau H. Gleicher, die auch die Weltgebetstagskerze an die katholischen Frauen der Seesener Maria- Königin Gemeinde übergab.

Der nächste WGT 2021 wird dort am 05.03.21 ökumenisch gefeiert werden. Ab 18.30 Uhr dreht sich dann alles um Vanuatu. (GO)

INFO: Der Weltgebetstag

Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern rund um den Globus gefeiert. Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören in der weltweit größten ökumenischen Frauenbewegung untrennbar zusammen. Im Jahr 2019 kamen in Deutschland anlässlich des Weltgebetstags aus Slowenien Spenden und Kollekten von über 2,5 Millionen Euro zusammen.

Glaubensfliesen

Glaubensfliesen
Im Konfirmandenunterricht gestalteten die Jugendlichen ihre eigene persönliche „Glaubensfliese“. Mithilfe vieler kreativer Materialien hieß es nur: Gestaltet auf der Fliese Euren Glauben und lasst bitte einen Rand von etwa 2 cm. Mit viel Engagement wurde mit Mosaiksteinen, Holzfurnier, Filz oder Holzperlen u.v.a.m. zu Werke gegangen. Als alle fertig waren, suchte sich jed*r einen Platz und überlegte, welche vier Begriffe zum Glauben für ihn/sie im Moment wichtig seien und sich in der Fliese wiederspiegelten und schrieben diese auf die freigelassenen Ränder. Schließlich wurden sie vorgestellt und passend aneinandergelegt. So gestaltete sich aus den einzelnen Glaubensfliesen ein sehr unterschiedliches kreatives Ganzes unseres christlichen Glaubens.

Besuch vom Landesbischof Dr. Meyns

Besuch vom Landesbischof Dr. Meyns
Unsere noch junge Propstei Gande4rsheim-Seesen wurde von unserem Landesbischof Dr. Meyns visitiert. Das heißt: er kam zu Besuch, hatte viele Termine mit den Pfarrer*innen, den Mitarbeiter*innen der Jugend, der Presse und Wirtschaft, und, und und. In diesen vielen Gesprächen erfuhr er viel über unsere Propstei, über unsere Stärken und auch unsere Schwächen. Bei der Synode machte er Mut, über die Zukunft der Kirche nachzudenken.

Fasching mit Klub 18

Fasching mit Klub 18
Am Faschingsdienstag tobte der Bär. Klub 18 feierte ausgelassen Karneval und Frank Bleyer legte die passende Musik auf. Kaum waren die ersten Akkorde zu hören, füllte sich die Tanzfläche und blieb so, bis es schließlich hieß: Leider ist jetzt Schluss, Gottes Segen begleite Euch auf Eurem Weg Heim.

Ein Dank an alle ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen

Danke
Danke sagte die Kirchengemeinde Sankt Vitus und Sankt Andreas allen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Wir blickten zurück auf das vergangene Jahr und stellen fest, dass es doch ein ganz außerordentliches gewesen ist. Das neue Geläut ist nur ein Höhepunkt gewesen. Ohne die vielen Ehrenamtlichen, die Zeit, Energie und so viel persönliches Engagement in die Kirchengemeinde einbringen, wäre dieses reichhaltige kirchliche Leben nicht möglich! DANKE Ihnen allen!

Superwochenende

Handglockenchor


Das vergangene Wochenende zeigte einmal mehr die Vielfalt der Aktivitäten in unserer Kirchengemeinde. Am Samstagmorgen trafen sich im Raum unterm Dach die KFS-Konfirmand*innen und näherten sich an König David an. Bibelarbeit war hier die vorherrschende Methode. Zur selben Zeit feierte die Kinderkirche im Saal mit Joel, der ein Fest feierte. In der Sankt-Andreas-Kirche geschah ein weiteres: Aus dem Workshop „Handglockenchor“ entwickelte sich der „Handglockenchor Seesen“, der erste in unserer Landeskirche! Mittwochs um 17:00 Uhr werden die regelmäßigen Proben im Saal stattfinden.

Schließlich feierten wir am Sonntag Gottesdienste. In der Sankt-Andreas-Kirche waren die Erwachsenen zugegen, im Raum unterm Dach die Kirchenentdecker. Sie erlebten das große Glück beim Wiederfinden des verlorenen Silbergroschens.

Rückblick Weihnachtskreisfest

Rückblick Weihnachtskreisfest
„Nach alter Tradition endet der Weihnachtsfestkreis mit dem letzten Sonntag nach Epiphanias. Andere erklären, Mariae Lichtmess (2.2.) sei der Schlusspunkt. Wie dem auch sei, wissen wir doch, dass nun eine Zwischenzeit beginnt. Es sind die Wochen vor der Passionszeit und damit vor dem Osterfestkreis. Deshalb können wir ein wenig zurückblicken auf die ausgehende Weihnachtszeit. Musikalische Höhepunkt konnten erlebt werden wie das Advents- und Weihnachtsliedersingen oder das Weihnachtsoratorium. Zu Heiligabend kamen das erste Mal Kinderkirche, Kirchenentdecker und Konfirmand*innen zusammen und gestalteten gemeinsam das Weihnachtsstück. Und auch später begingen wir diese Festzeit nicht nur in Gottesdiensten. Mit „Celtic Christmas“ erlebten wir gleich zu Beginn des neuen Jahres einen musikalischen Höhepunkt und zeigten, dass Weihnachten eben nicht nur Heiligabend mit dem 1. Und 2. Christfest ist, sondern eine Strahlkraft besitzt.“

Mitgliederversammlung und Filmabend im Januar

Weltgebetstag SimWeltgebetstag Simbabwebabwe


Das Jahr 2020 hat für das Vorberetungsteam der Frauenhilfe rege gestartet und auch die Rechnungsprüfung für 2019 ist abgeschlossen. So soll am letzten Dienstag im Januar, 28.01.2020 um 19.30 eine Mitgliederversammlung abgehalten werden. Treffpunkt ist der Saal im Kirchenzentrum "Hinter der Kirche 1a". Hier findet nach der Mitgliederversammlung dann auch der Kinoabend statt. Gezeigt wird ab 20.00 Uhr auf der großen Leinwand die dramatische Filmkomödie aus dem Jahr 2014 "Ein Sommer in der Provence". Der Film wurde von Rose Bosch geschrieben und inszeniert, Produzent ist Ilan Goldmann. Mit dem Film bleibt Rose Bosch ihrem Kernthema, den Kindern, treu. Mit Blick für Details denkt sie sich hinein in die beiden zwangsurlaubenden Jugendlichen Léa (Chloé Jouannet) und Adrien (Hugo Dessioux) und in ihren sechsjährigen gehörlosen Bruders Théo (Lukas Pelissier). Die Kinder werden ohne Vorwarnung bei ihrem Opa in der Provence "geparkt". Die Schönheiten der südfranzösischen Landschaft, die der Film in verschwenderischer Fülle präsentiert, lassen die Kinder kalt, aber das schwächelnde Handynetz grenzt für sie an einen Super-GAU. Der Aussteigergroßvater Paul (Jean Reno) mit ausgeprägter Aversion gegen die Elektriktricks des Internets, profitiert unerwartet von der modernen Kommunikation.
Der Film entführt die Frauen in den Sommer der Provence. Er regt zum Nachdenken und Lachen an und ist eine perfekte Einstimmung für ein neues Jahr, denn er kommt leicht und beschwingt daher und punktet durch wunderschöne Bilder. Mitglieder, sowie alle interessierten Damen aus Seesen und Umgebung, sind herzlich eingeladen diesen ersten Abend der evangelischen Frauenhilfe Seesen zu genießen.

Am Dienstag, 25. Februar 2020 geht es dann in die Weltgebetstagsvorbereitungen. "Steh auf und geh!" So lautet der Ruf in diesem Jahr aus dem WGT- Land Simbabwe. Helferinnen, die Lese- , Darsteller-, oder Musikrollen übernehmen wollen, die eine landestypische Speise einbringen, oder sich für die besondere Deko engagieren wollen, sind herzlich zur Vorbereitung am 25.02.2020 um 19.30 Uhr ins Kirchenzentrum (1. Etage) eingeladen.
Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt und nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.
2020 kommt der Weltgebetstag aus dem südafrikanischen Land Simbabwe. Der WGT geht über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg. Seit über 100 Jahren ist er ein starkes Engagement von Frauen für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Gefeiert wird weltweit am 06. März 2020. Die Ausrichtung findet in diesem Jahr in der St. Andreas Kirche in Seesen um 18.30 Uhr statt. Der Gottesdienst wird Ökumensich gefeiert und auch die Gemeinden der umliegenden Dörfer sind herzlich eingeladen. Für Infos steht Frau Günzel-Oberbeck 05381/3543 bereit. (GO)


1. Sonntag nach dem Christfest

1. Sonntag nach dem Christfest
1. Sonntag nach dem Christfest (29. Dezember 2019) Am 1. Sonntag nach dem Christfest tauchte die Sonne den Altar in ein ganz besonderes Licht. In der Predigt hieß es zum Predigttext aus dem Buch Hiob, Kapitel 42: „Was Hiob eben noch als sein stärkstes Argument gegen Gott zu haben glaubte, seine Selbstrechtfertigung, wird von Gott schlicht ignoriert. Hiob muss erst auch diesen letzten Halt verlieren, bevor er – in großer Einsamkeit – vor Gott steht … nicht mehr getrübt durch sein eigenes Wollen. In diesem Moment – Hiob gleichsam elend, nackt und bloß – tut sich Gottes Geheimnis auf! Vielleicht werden wir auch eines Tages wie Hiob sagen: Ich hatte dich nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.

Der Taufbaum

Der Taufbaum
Dass der Taufbaum in der Sankt-Andreas-Kirche nicht mehr alle Täuflinge aufnehmen konnte, war allen bewusst. Nun haben wir endlich eine gute Lösung gefunden und in die Tat umgesetzt. Die vergangenen 10 Jahrgänge an Täuflingen sind in der Kirche verblieben. Alle anderen fanden nun ihren Platz am Taufbaum im Evangelischen Kirchenzentrum. Wie auf den Bildern zu sehen ist, haben wir noch Platz für ein paar mehr.

Heiligabend 2019

Heiliagabend 2019
So konnte am Heiligen Abend unsere Kirche erstrahlen. Und in der Nacht gab es eine ganz besondere Stimmung, denn uns ist heute der Heiland geboren.

Die Weihnachtsbaumaktion

17. Dezember 2019

Die Weihnachtsbaumaktion

Am 17. Dezember sollte es endlich soweit sein: der Weihnachtsbaum für die Sankt-Andreas-Kirche sollte gleichsam eingebracht werden. Familie Schwerdtfeger stifte ihn. In der Steinbühlstraße trafen sich folglich alle Beteiligten, begutachteten den Baum, sicherten und fällten ihn. Mit Hilfe zweier Traktoren konnte er zur Kirche gebracht werden. Dort musste er nur noch „angespitzt“ werden und schon ging es mit vereinten Kräften in den Kirchraum. Besonders brenzlig wird es beim Aufrichten. Doch auch dieses Mal klappte es beim ersten Versuch. Herzlichen Dank allen, die dabei waren!

Musizieren in der Adventszeit

15. Dezember 2019

Musizieren

Es ist seit vielen Jahrhunderten eine gute Tradition, dass in vielen Familien gemeinsam musiziert wird, um sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Auch in unserer Sankt-Andreas-Kirche hat das gemeisame Musizieren einen hohen Stellenwert. So kamen am 3. Sonntag im Advent wieder die Chöre an Sankt Andreas, der Propstei-Posaunen-Chor, die Flötenkinder und der Flötenkreis zusammen. Viele kamen, um zu singen, einfach nur zuzuhören, in Erinnerungen zu schwelgen und sich überraschen zu lassen z.B. vom Halleluja Händels. Auf diese Weise ist es eine schöne Art, sich auf das kommende Fest einzustimmen.

Sie sind wieder da!

26. November 2019

Glocken

„So oft wurden wir gefragt, wann den die Züchnerglocken zur Sankt-Andreas-Kirche zurückkämen. Nun sind sie endlich wieder da. Zum einen: Das Podest auf der Nordseite der Kirche war im Oktober gegossen worden und ist nun durchgehärtet. Zum anderen: Malermeister Heise hat sich um die Glocken gekümmert. Sie gereinigt, von losem Rost befreit und sie mit einer konservierenden Schicht überzogen. Nun hat Herr Hirschfeld sie zurückgebracht. Danke an alle bisher Beteiligte. Nun müssen nur noch die roten Bolzen abgeschnitten werden (sie wurden für den Transport benötigt). Die Schnittflächen werden danach gleich versiegelt. Und ein Informationsschild soll natürlich auch noch erstellt werden, um auf die Geschichte dieser Glocken aufmerksam zu machen.

Ein herausragendes Erlebnis

23. November 2019

Nebel

Am Vorabend des Ewigkeitssonntags (er wird auch als Gedenktag der Entschlafenen begangen) ist es Tradition, in der Sankt-Andreas-Kirche Musik zu lauschen. In diesem Jahr wurde u.a. das Requiem von Gabriel Faure unter der Leitung von Propsteikantor Pasemann aufgeführt. Dieses Werk, das Faure nach dem Tod seines Vaters 1885 zu komponieren begann und kurz vor dem Tod seiner Mutter 1887 vollendete, zeichnet sich dadurch aus, dass neben dem trauernden Moll immer wieder das hoffnungsvolle Dur aufblitzt, das dem Tod etwas Tröstliches zu geben vermag. Ein Dank sei allen Musiker*innen gesagt, die dieses herausragende Musikerlebnis möglich machten.

Weg und Anknuft

Novembertreffen der Evangelischen Frauenhilfe Seesen

Frauenhilfe

Unter dem Motto "Weg und Ankunft" macht sich die evangelische Frauenhilfe Seesen, am Dienstag, den 26.11.19 auf ihren Weg in den bevorstehenden Advent. Die interessierten Teilnehmerinnen treffen sich an diesem Abend um 19.30 Uhr am Kirchenzentrum "Hinter der Kirche 1a" in Seesen, um einen kurzen, besinnlichen Weg zwischen Kirche, Museum und St. Vitus in Ruhe und Besinnung zurückzulegen. In der Dunkelheit kommen die wunderschön angeleuchteten, seesener Bauten ganz anders zum Ausdruck, als in der Helligkeit und Hektik des Tages. Eine Andacht und Musik werden dazu beitragen, die bevorstehende Zeit des "Wartens auf die Ankunft" bewusster zu gestalten, denn es ist oft schwer bei aller Arbeit, allem Erledigen der Vorbereitungen auf Advent und Weihnachten zur Ruhe zu kommen.
Dieses letzte Treffen in 2019 wird außerdem mit einem gemütlichen Teil, bei Tee, Suppe und Brot ausklingen. Das Vorbereitungsteam freut sich auf viele bekannte und unbekannte Frauen, die sich an diesem Abend warm angezogen auf den Weg machen und sich einlassen auf den kleinen Weg am Abend und die Ankunft in einem warmen, schön vorbereiteten Raum.
Nachfragen nimmt Frau Günzel-Oberbeck (05381/3543) entgegen. Am letzten Dienstag im Januar 2020 trifft sich die Seesener Frauenhilfe dann wieder. Nach einer kurzen Mitgliederversammlung um 19.30 Uhr im Kirchenzentrum wird es ab 20.00 Uhr einen Filmabend geben. Gezeigt wird "Ein Sommer in der Provence", ein Film, der die Frauen, mitten im Winter, in eine ganz andere Welt entführen wird. Die dramatische Film-Komödie aus dem Jahr 2014 wurde geschrieben & inszeniert von Rose Bosch und produziert von Ilan Goldman. (GO)

Klub 18 und Team Farbenfroh

Freitag, 15. November 2019

Team Farbenfroh udn Klub 18

Klub 18 und Team Farbenfroh veranstalteten im Evangelischen Kirchenzentrum gemeinsam eine Party. Vier Stunden konnten Menschen mit und ohne Behinderung sich nach den Rhythmen der Musik bewegen. Besonders schön war die friedliche und ausgelassene Stimmung, in der alle miteinander feierten. Danke an alle, die dieses kleine Fest vorbereiteten!

Ein Schreiben des Dankes

Sehr geehrter Herr Leßmann Sehr geehrter Herr Leßmann,
Als «Tochter mittleren Alters» und Tochter «alternder Eltern» möchte ich mich bei Ihnen sehr herzlich bedanken für einen ganz besonderen Theaterabend vorgestern in der Seesener St. Andreaskirche. Sie haben dem Publikum (leider, wie ich fand, viel zu dünn besetzt!) mit dem Stück « Ein Tag mit Herrn Jules » eine wundersame Geschichte in einer wunderbaren Inszenierung und mit einer bewundernswerten Interpretation und Präsentation beschert. Der Abend hat – und dies sicherlich nicht nur mich – sehr berührt, bewegt und wird lange nachwirken und viele Gedankengänge anregen. Am Ende des Stücks hat der Zuschauer «Sie», vielleicht aber zugleich auch «sie» (= Alice) nur ungern allein zurückgelassen. So manch einer hätte Sie/sie vielleicht gerne zu einem vertrauteren Gespräch zu sich nach Hause eingeladen, um sich mit Ihnen über diese hoch komplexe und tiefgehende Thematik auszutauschen. Doch sicherlich sind sich viele Zuschauer auch der unglaublichen physischen und mentalen Herausforderung Ihrer Darbietung bewusst gewesen. Und so ging jeder seines Weges, mit seiner Mischung aus vielerlei Gefühlen, Hinterfragungen und gedanklichen Anregungen. Sehr geehrter Herr Leßmann, ich wünsche Ihnen, mit Ihren Darbietungen noch recht viele Menschen nachhaltig zu berühren, anzurühren und dadurch vielleicht so manche unsichere oder unglückliche Verhaltensweise zu beeinflussen.
In aufrichtigem Respekt und großer Dankbarkeit bin ich mit herzlichen Grüßen,
Silke GODIER

Vielen herzlichen Dank,
sehr geehrte Frau Godier,
für Ihre zugewandten Zeilen. Ich freue mich sehr, wenn ich solch würdigende, dezidierte Worte zu dieser Inszenierung lesen darf. (Zumal sich ebenso die Presse - personell oder in der Auseinandersetzung – “dünn” präsentiert) Ich schätze das Spiel an so gegensätzlichen Orten wie der imposanten Kirche in Seesen und am nächsten, dem gestrigen Abend in der gut beheizten Bibliothek mit ansteigenden Zuschauerreihen in Soltau – und bleibe hoffnungsfroh, auch im nächsten Jahr weiteren Gastspiel-Einladungen folgen zu können. Nochmals Dank für Ihre besonderen Worte
und mit herbstlichen Grüßen aus Bremen:
Martin Leßmann

Laterne mit den Zwergen

Donnerstag, 14. November 2019

Laterne mit den Zwergen Die Zwerge luden ein zum Laterne-Gehen. Vorher konnten alle Punsch trinken und mit Laugengebäck stärken. Im Hof versammelten sich die Großen und die Kleinen, erlebten die Geschichte, wie St.Martin seinen Mantel teilte, und dann ging es hinaus in die dunkle und finstere Nacht. Licht in die Welt tragen. Für die Kleinsten sicher ein Abenteuer.

Volkstrauertag 2019

Freitag, 15. November 2019


Volkstrauertag 2019
Anschlag auf Betende und Mord in Halle an der Saale

(csc) Eine massive Eingangstür verhinderte am 9. Oktober 2019 den Zutritt des späteren Mörders in die Synagoge zu Halle und ein Blut-bad unter unseren jüdischen Brüdern und Schwestern. Nachdem ihm der Zutritt in die Synagoge nicht möglich war, ermor-dete der Rechtsterrorist im Paulusviertel in Halle die 40-jährige Jana L. und den 20-jährigen Kevin S. Das erste Opfer war auf dem Weg in ihre Wohnung im Paulusviertel, traf an der Synagoge auf den Täter, der ihr feige in den Rücken schoss. Kevin S. wurde in seiner Mittagspause in einem Döner-Imbiss ermordet. Auf der Flucht verletzte der Mörder das Ehepaar Jens und Dagmar Z. lebensgefährlich. Das mediale Echo und die Anteilnahme auf den neuen Tiefpunkt antisemitischer Anschläge in Deutschland war anfangs angemessen. Sehr schnell standen wieder andere Themen im Mittelpunkt. Auf Anregung von Pfarrer Thomas Ehgart (Bad Gandersheim) haben er selbst, Pfarrer Thomas Weißer (Seesen) und der stellv. Vors. der Propsteisynode Carsten Schillert, in Abstimmung mit Propst Thomas Gleicher und Pröpstin Elfriede Knotte, Banner und Plakate zum Volkstrauertag 2019 gestaltet. Vor dem und am Volkstrauertag 2019 möchte die Ev.-luth. Propstei Gandersheim-Seesen nicht nur der Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewaltherrschaft gedenken. Die Opfer vom 9. Oktober 2019 und die versuchte Ermordung der Gottesdienstbesucher in der Synagoge von Halle dürfen nicht vergessen werden, sondern uns Mahnung sein. Wehret den Anfängen! Nie wieder Faschismus! Stehen wir ein für Demokratie und Grundrechte!

Hier geht es zu älteren Veranstaltungen...

Der Kirchenbote


Tageslosung

Losung und Lehrtext für Sonntag, 25. Juli 2021:

Helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht.
Psalm 82,3

Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
1.Johannes 3,18

Jahreslosung 2021

 

Gemeindebrief

 

360° Kirchenansicht