Aktuelles

Gemeinsam etwas schaffen - Pfingsten 2020

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Pfingsten. Das Verbundensein mit seinen Nächsten. Gemeinsam etwas schaffen. Die Kraft des Heiligen Geistes spüren. Die Pfingstfreizeit am Ruferhaus muss in diesem Jahr leider ausfallen. Auch der Familiengottesdienst am Pfingstmontag mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dem Team, Eltern, Geschwistern und Freund*innen findet nicht statt. Das Verbundensein mit anderen zu erleben geht trotzdem – auch ohne persönliche Nähe.
Mehr Infos zur Ev. Jugend Gandersheim-Seesen unter: www.evj-gandersheim-seesen.de
Musik: www.bensound.com
Bleiben Sie behütet. Ein kleiner Vorgeschmack kommt hier...

Pfingstmontag in Seesen, 29.05.2020

Geistliche Lieder

Am kommenden Montag laden wir Sie und Euch ein, mit uns das Pfingstfest draußen an der Sankt-Andreas-Kirche um 10:00 Uhr zu feiern; mit Blick auf die Kirche und mit Blick über die Züchnerglocken zum Glockenturm. Am Ruferhaus, in dem die Pfingstfreizeit der Evangelischen Jugend stattfinden sollte, wäre der gemeinsame Gottesdienst mit anschließendem Essen der Schlusspunkt gewesen. Nun feiern wir hier in Seesen, Hinter der Kirche und bieten außerdem ein kleines Schmankerl für alle. Auf unserer Internetseite oder auf www.evj-gandersheim-seesen.de wird am Pfingstmontag ein Video eingestellt, an dem alle Teamer*innen und Teilnehmer*innen beteiligt waren. Kirche in Corona-Zeiten: bunt und vielfältig.

Christi Himmelfahrt, 21. Mai 2020

Christi Himmelfahrt

Immerhin konnten wir in diesem Jahr Christi Himmelfahrt einen Gottesdienst feiern. Zwar nicht ökumenisch an der Neckelnberg-Hütte mit anschließendem Grillen, aber wir waren an unserer Sankt-Andreas-Kirche und die Glocken von Sankt-Andreas konnten wir sehr direkt hören.
Himmelfahrt ist ein Fest zwischen den Festen, kaum beachtet. Die meisten sagen Vatertag zu diesem Tag. Und doch: für uns Glaubende ist es ein wichtiges Fest, ein wichtiger, Mut machender Casus.

Lk.24,50 Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie.
51 Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.
52 Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude
53 und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

Himmelfahrt ist Fest für die, die Ermutigung brauchen! Es ist ein Fest für die, die das neue Leben mit seiner Weite als Chance und nicht als Belastung erkennen! „Du stellst meine Füße auf weiten Raum!“ Himmelfahrt ist zum einen ein Tag des Abschieds! Und zum anderen ist Himmelfahrt der Tag des Neuanfangs! In Erzählung von Christi Himmelfahrt steckt die Aufforderung, in jedem Abschied einen neuen Anfang zu suchen, sich einzulassen auf ein neues, auf ein eigenes Leben.

Der Garten Eden, 19.05.2020

Der Garten Eden

Die Beschäftigung mit der Bibel und ihrer Geschichte, wie und wo sie entstanden ist, kann den Blick auf die eigene Welt verändern. So lesen wir im 2. Kapitel des Buches Genesis von dem Garten Eden, in den der Mensch, der Adam, gesetzt wurde, nachdem der HERR ihn angelegt hatte, wie ein Gartenbauarchitekt:
Gn.2,8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. … 10 Und es geht aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilt sich von da in vier Hauptarme. 11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham. 13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch. 14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat
Von diesem Garten meinen viele, es hätten dort paradiesische Zustände geherrscht. Es gibt Bilder, auf denen die dort Lebenden wie im Schlaraffenland die vielen Annehmlichkeiten genießen würden. Aber dies sei ja vergangen. Doch die Beschäftigung mit der damaligen Geografie zeigt, dass die Schreiber dieses zweiten und älteren Schöpfungsberichtes die ihnen damals bekannte Welt beschrieben. Der Garten Eden ist nichts Vergangenes oder Zukünftiges. Es ist die Gegenwart. Es ist der Ort, an den der Mensch gesetzt ist. Und in der Gegenwart., also heute, sind Sie oder ich eben dieser Mensch, gesetzt in den Garten Eden. Unser Garten ist die Gegend, in der wir leben. Wer dies weiß, ändert hoffentlich seinen Blick auf die Welt, auf diesen kleinen Ausschnitt der Schöpfung. Die Bilder können einen Eindruck von paradiesischer Schönheit zeigen. Es sind Aufnahmen der Abendstimmung vom 17. Mai des Jahres an der Innerstetalsperre.

Andacht: Statt Konfirmation, 10.05.2020

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Heute, am 10.05. hätten elf junge Menschen in der St. Andreas Kirche in Seesen Konfirmation gefeiert. Sie sollten ihren Glauben bekennen, den Segen Gottes empfangen und danach kräftig feiern. All das wurde verschoben auf den 04.10. Zur Einstimmung richtet sich Pfarrer Thomas Weißer in einem kleinen Gruß von einem besonderen Ort an seine Konfirmandinnen und Konfirmanden. Bleiben Sie behütet. Ein kleiner Vorgeschmack kommt hier...

Weitere Informationen über das KFS sowie die News/ Depeschen aus dem Jahr 2019 gibt es hier!...

Persönliche Gedanken zum Tag der Befreiung, 08.05.2020

Persönliche Gedanken zum Tag der Befreiung

Am heutigen 8. Mai 2020 wird an den Tag der Befreiung vor 75 Jahren gedacht. Das war lange Zeit nicht die Bezeichnung für diesen Tag. Als es 1945 soweit war, versuchten die meisten irgendwie zu überleben und nach vorne zu schauen. Befreiung war dies nur für die Verfolgten des so gen. 1000-jährigen Reiches: Sozialdemokraten und Kommunisten, Juden, Roma, Sinti, Homophile u.v.a.m.
Auch wenn der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker in seiner Ansprache zum 40. Jahrestag von dem „Tag der Befreiung“ sprach, galt dies nicht für alle. Er hatte aufgefordert, sich der Vergangenheit zu stellen und sie zu erforschen. Dies wollte die Fachschaft evangelische Theologie, zu der ich 1987 gehörte, zum 250. Jubiläum der Göttinger Universität auch gerne tun. Vom Rektor der Universität war die theologische Fakultät als älteste aufgefordert, einen Tag der offenen Tür zu gestalten und die Professoren mussten uns fragen, ob wir dabei wären. Wir wollten dabei sein mit dem Thema: Theologie im Nationalsozialismus, Fallbeispiele aus Göttingen. Unter anderem wurden wir von den Professoren als „Nestbeschmutzer“ tituliert. Schließlich gab es den „Tag der offenen Tür“ unter unserer Regie. Professorin Dr. Hannelore Erhardt öffnete uns die Archive und unterstütze uns auch, als wir die Verwicklungen ihres großen Lehrers Prof. Dr. Otto Weber zu Tage förderten. Die beiden Göttinger Studenten aus dem 30ger Jahren und späteren Landesbischöfe Dr. Heinrich Harms (Oldenburg) und Dr. Gerhard Heintze ließen sich bereitwillig stundelang interviewen („Fragt jetzt. Bald sind wir tot.“ Harms).
Die größere Zahl der Lehrenden lehnte eine Auseinandersetzung mit dieser Zeit und ihren Lehrern und deren Theologien ab. Auch wenn sie mit ihrer Theologie den Mord an Millionen gerechtfertigt hatten wie Emanuel Hirsch. Heute können wir unbeschwert vom Tag der Befreiung sprechen. Es war ein langer Weg zu der Erkenntnis, dass wir in unserem Land in der Tradition der Demokraten und freiheitsliebenden Menschen stehen wollen und nicht auf der Seite der Täter.
Unsere Freiheit und Demokratie wurden teuer erkauft. An uns ist es, dieses so filigrane Gebilde gegen alle Angriffe zu verteidigen.
Tim-Florian Meyer, Pfarrer

Die Katze des Propheten, 5. Mai

Die Katze des Propheten

Der Prophet
Lag im Gebet
Am Nachmittag,
Inzwischen lag,
Während er schwebt‘ auf der Andacht Gipfel
Die Katz‘ auf seines Ärmels Zipfel,
Dehnte sich spinnend und entschlief,
Und atmete tief,
Indes die heilige Übung verlief.
Als er sich wollt erheben nun,
Sah er die Katz‘ in Frieden ruhn,
Und schnitt,
Damit
Sie ruhig bleibe
Sich den Ärmel von seinem Leibe;
Aber mit leisem,
Weisem
Bedeuten
Sprach er zu den sich verwundernden Leuten:
Schlaf ist eine Erquickung vom Herrn;
Wer lässt darin stören sich gern?
Zumal wer im Gebet entschlafen,
Ruht sicher in des Friedens Hafen.
Lasse die Katz‘
An ihrem Platz
Und schafft für den Ärmel mir einen Ersatz!

Friedrich Rückert (1788-1866)
entnommen aus: Katzen, Ein literarisches Brevier, Hamburg 2006, S.60f

Aus dem eigenen Wald, 30. April

Aus dem eigenen Wald

Einige unserer Gemeindemitglieder erinnern sich an die Pfingstzeltlager an der Schildau, die über viele Jahre Tradition waren. Viele Bäume auf diesem mittlerweile wunderbar verwilderten Biotop sind vom Borkenkäfer befallen. Der Klimawandel mit seiner Dürre macht sich auch hier direkt in Seesen bemerkbar. Mehrere dieser Bäume sind schon gefällt, andere werden folgen müssen. Einiges von diesem Holz, von manchen auch Käferholz genannt, haben wir schon selber zugeschnitten und werden wir in unserer Kirchengemeinde für eine positive CO2-Bilanz nutzen. So werden wir zum Beispiel „Hoffnungsstehlen“ in Zusammenarbeit mit der Horizont Hospizinitiative Seesen e.V. erstellen. Auch das neue Küchenzelt für unsere Sehusa-Taverne wird aus diesem Holz gebaut. Reste werden sicher in Öfen landen.
Brauchen Sie nicht auch Holz? Nähere Informationen erhalten Sie unter der bekannten Telefonnummer 9429-0 oder schreiben uns eine Mail: seesen.pfa@lk-bs.de

Geistliche Lieder, 27.04.2020

Geistliche Lieder
Geistliche Lieder XIII: Wenn in bangen trüben Stunden

Wenn in bangen trüben Stunden
Unser Herz beinah verzagt,
Wenn von Krankheit überwunden
Angst in unserm Innern nagt;
Wir der Treugeliebten denken,
Wie sie Gram und Kummer drückt,
Wolken unsern Blick beschränken,
Die kein Hoffnungsstrahl durchblickt:

O! dann neigt sich Gott herüber,
Seine Liebe kommt uns nah,
Sehnen wir uns dann hinüber
Steht sein Engel vor uns da,
Bringt den Kelch des frischen Lebens,
Lispelt Mut und Trost uns zu;
Und wir beten nicht vergebens
Auch für die Geliebten Ruh.

Aus: Novalis, Werke in einem Band, Berlin/Weimar 1985, 3.Aufl., S.32f

Wenn schon nicht, dann …, 27.04.2020

Wenn schon nicht, dann...
Am vergangenen Wochenende hätten wir eigentlich die Konfirmation von 20 Konfirmand*innen unserer Kirchengemeinde gefeiert. Wegen Corvid 19 gab es aber nur das Video der Teamer*innen und wenigstens die von 10:00 bis 12:00 Uhr geöffnete Kirche. Wenn schon keine Konfirmation von Lenja gefeiert werden kann, dann gehen wir wenigstens in unsere Sankt-Andreas-Kirche zur stillen Andacht, dachte sich Familie Hirschfeld. Als weiteres kleines Trostpflaster wurde gemeinsam das Video gesehen: „Statt Konfirmation“.
Am 27. September 2020, also in fünf Monaten, werden wir hoffentlich diesen verschobenen Gottesdienst feiern können!

Andacht: Statt Konfirmation, 26.04.2020

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Am Sonntag, den 26.04. wäre in der St. Andreas Kirche in Seesen Konfirmation gewesen. 20 Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich auf den Gottesdienst und die Feier danach gefreut. Doch die Konfirmation wurde auf den 27.09. verschoben. Ein kleiner Vorgeschmack kommt hier...

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Es gibt Tage! - Ein Gedicht aus dem Gardatal, 22.04.2020

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Manches Mal ist es gut zu träumen. Zurzeit leben wir in der Zeit der Abschottung wegen Corvid 19. Für die eine*n ist es eine verordneten für anderen eine selbst auferlegte Distanz zu anderen Menschen, damit diese nicht angesteckt werden. In einer solchen Zeit ist es notwendig, aus der täglichen Routine, die für mach eine*n zur Tristesse geworden ist, auszubrechen. Eine Möglichkeit ist es, in Erinnerungen zu schwelgen, sich Fotoalben vorzunehmen und die damaligen Erlebnisse und die damit verbundenen Gefühle nachzuerleben. Oder aber Sie träumen sich in andere Welten.

Eine Hilfe dabei kann das folgende Gedicht sein. Im Original stammt es aus dem Ladinischen, der Sprache, die in Südtirol im Gardatal gesprochen wird. Sie hat einen ganz eigenen Klang und eine besonderen Melodie. Mit Bildern Südtirols unterlegt können Sie sie auf diesem Video auch hören.

Es gibt Tage
an denen steht alles still,
wie eingefroren.

Tage an denen alles unbeweglich erscheint.
wie versteinert,
wie die Berge.

Tage an denen auch der Wind
seine Kraft zügelt,
oben
über den Baumkronen.

Tage mit angehaltenem Atem,
an denen man zuhause bleiben muss.

Es gibt Tage
an denen Menschen sich nicht sehen.
Aber es gibt keine Tage
an denen es keine Menschen gibt.

Wir wissen was Geduld ist
aus den langen Winternächten,
deren Ende oft unendlich erscheint.

Wir wissen wie fleißig wir sein können,
das Bestreben der Welt eine Form zu geben.

Wir wissen was Verantwortung ist,
der Beistand, die Aufmerksamkeit.
Wir wissen wie stark Wurzeln sind,
tief und stark in unserer Erde.

Es gibt schwierige Tage.
Aber es gibt sie nicht für immer.

Still, aber nicht unbeweglich.
Weit weg, aber nicht alleine.
Entfernt, aber vereint, wir werden für immer sein.

hier.

Palle allein auf der Welt

Palle allein auf der Welt

Am Sonntag waren auf meinem Weg durch Seesen tatsächlich die Straßen menschenleer. Niemand war zu sehen. In meiner Phantasie spielte ich durch, wie es wäre, wirklich alleine auf der Welt zu sein. Nichts hätte eine wirkliche Konsequenz. Was da nicht alles möglich wäre!? Was ich nicht alles machen könnte?! Während ich so vor mich hin träumte, erinnerte ich mich, dass ich diese Phantasie doch schon aus Kindertagen kannte. Die Geschichte hieß: Palle allein auf der Welt. Ich mochte dieses Bilderbuch sehr gerne. Der Text ist leider etwas arg lang für das Internet. Zu den Bildern aber können sie sich selber die passende Geschichte ausdenken. Mit etwas Phantasie geht das ganz leicht.

Montag, 13. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Ostersmontag:Lukas 24,13-35



Kirche steht für Hoffnung!, 12.04.2020

Kirche steht für Hoffnung

Zusammen mit 140 anderen Kirchengemeinden unserer Landeskirche und dem Kirchenkreis Gifhorn wünschen wir Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest.

Ostern in St. Vitus und St. Andreas, 12.04.2020

Ostern in St. Vitus und St. Andreas

Andacht: Ostersonntag, 12.04.2020

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Die Andacht zu Ostersonntag 2020 aus der St.-Andreas-Kirche in Seesen. Propst Thomas Gleicher lädt ein, die Botschaft vom Glauben und der Auferstehung nicht mit dem Verstand erfassen zu wollen, sondern durch Gottes Wort. Mit Musik von Propsteikantor Andreas Pasemann: Christ ist erstanden, Evangelisches Gesangbuch Nr. 99. Bleiben Sie behütet.

hier.

Sonntag, 12. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Ostersonntag:Lukas 24,1-9



Freitag, 10. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Karfreitag: Markus 15,16-37



Andacht: Karfreitag, 10.04.2020

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Eine Andacht zu Karfreitag. Pfarrer Tim-Florian Meyer predigt mit Psalm 22 vom Schmerz Jesu am Kreuz, vom Verlassensein und dem Glück zu spüren, dass Gott doch nicht fern war.

Mit Musik von Propsteikantor Andreas Pasemann:
Korn, das in die Erde, Evangelisches Gesangbuch Nr. 98.
Bleiben Sie behütet. hier.


75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer

Am 9. April 1945 wurde vor 75 Jahren Seesen befreit. Am selben Tag wurde der Theologe und Pazifist Dietrich Bonhoeffer in den frühen Morgenstunden im Konzentrationslager ermordet. Nun bin ich selber Pfarrer und schaue auf meine Geschichte mit diesem herausragenden Theologen zurück. Seinen Namen verband ich lange Zeit nur mit dem Lied „Von guten Mächten“. Während meines Studiums machte ich, obwohl ein wichtiger Schwerpunkt die Kirchengeschichte im Nationalsozialismus war, immer einen großen Bogen. Erst zum 1. theologischen Examen hin näherte ich mich D.Bonhoeffer an. Als schriftliche Hausarbeit bekam ich vom damaligen Landesbischof das Thema: Bonhoeffer und die Judenfrage.

Allein anhand dieser Fragestellung zeigt sich die herausragende Stellung D.Bonhoefers. So schrieb der Theologe Karl Barth am 22.Mai 1967: „Neu war mir vor allem die Tatsache, daß Bonhoeffer 1933ff. als Erster, ja fast als Einziger die Judenfrage so zentral und energisch ins Auge gefaßt und in Angriff genommen hat. Ich empfinde es längst als eine Schuld meinerseits, daß ich sie im Kirchenkampf jedenfalls öffentlich (z.B. in den beiden von mir verfaßten Erklärungen von 1934) nicht ebenfalls als entscheidend geltend gemacht habe. Ein Text, in dem ich das getan hätte, wäre freilich 1934 bei der damaligen Geistesverfassung der ‘Bekenner‘ weder in der reformierten noch in der allgemeinen Synode akzeptabel geworden. Aber das entschuldigt nicht, daß ich damals - weil anders interessiert - in dieser Sache nicht wenigstens in aller Form gekämpft habe.“

Diese Erkenntnis K.Barths benennt die herausragende Haltung D.Bonhoeffers. Festzustellen ist aber auch, dass ihn seine kompromisslose Haltung gegenüber der staatlichen wie der kirchlichen Judenpolitik in dem befreundeten Pfarrerkreis und in der Kirche isolierte und ihn staatlichen Repressionen aussetzte. Dennoch setzte er den Kampf gegen den nationalsozialistischen Staat fort, bis er schließlich selbst dessen Opfer wurde.

Die „Judenfrage“ bedeutet für D.Bonhoeffer, dass aufgrund von „Rasse“ und nicht von Religionszugehörigkeit Juden rechtlich gesondert behandelt werden. Allerdings verweist er durch die Betonung der heilsgeschichtlichen Bedeutung des Judentums die Kirche auf ihre eigenen Wurzeln und die daraus für sie erwachsende Verantwortung für die Juden. Die „Judenfrage“ ist für die Kirche eine Kirchen- bzw. Christusfrage. Wenn sie den Arierparagraphen, der die Ausgrenzung der zum Christentum konvertierten Juden aus der Kirche bedeutet hätte, einführt, wird die Substanz ihrer Lehre, ihres Auftrages von Christus her gefährdet. Schließlich sei das Evangelium ein an alle Menschen gleichermaßen gerichteter Zuspruch und dürfe nicht eingeschränkt werden.

Die Besinnung und Konzentration auf das Neue und das Alte Testament sind als Zentrum des theologischen Denkens D.Bonhoeffers zu betrachten. Parallel zu der geschichtlichen Entwicklung, der zunehmenden Judenverfolgung, erschließt er sich seine theologischen Aussagen. So ist 1933 sein Verhältnis zum Judentum als distanziert zu bezeichnen, denn er verwendet relativ unreflektiert christliche Antijudaismen. Im Laufe der Zeit aber kommt er zu einer Sicht des Judentums als einer Religion eigenen Wertes, die für das Christentum ein echtes Gegenüber ist. Dabei gibt er das Zentrum des christlichen Glaubens, das Kreuz Christi, nicht auf, sondern erschließt gerade von ihm aus neue theologische Dimensionen.

D.Bonhoeffer betont das „Mensch-Sein“ Jesu, den Mensch gewordenen Gottessohn, der für andere gelebt hat und auf der Seite der Notleidenden und Opfer stand. Welche Bedeutung die Erkenntnis hat, dass Jesus Christus Jude war, zeigt sich daran, dass er das Leiden der Juden, des Gottesknechts (Jesaja 53), mit dem Kreuz Christi identifiziert. Die Juden sind die Brüder Christi und damit unsere Brüder. Durch Gott wird ihr Leiden und ihr Sterben geheiligt und gleichzeitig stehen sie bei Gott in seinem Leiden. Die Christen sind schuldig geworden, aber gerade die Kirche ist der Ort der Schulderkenntnis und des Schuldbekenntnisses. Nur wenn sich die Kirche wieder auf ihren Auftrag, auf Gott konzentriert, wird sie ihren Ort in der mündigen Welt finden.

Die Kirche soll die Mündigkeit der Menschen bejahen, weil nur diese Zustimmung die Möglichkeit eröffnet, Kraft für die wirklichen Aufgaben der Kirche in der Welt freizusetzen. Sie soll für andere da sein, sich für Notleidende und Bedürftige unabhängig von ihrer Konfession einsetzen (aus diesem Gedanken ist „Brot für die Welt“ entstanden). Dabei hat die Kirche sich von ihren nationalen Grenzen zu trennen und sich als ökumenische Kirche zu verstehen. In ihr Tun und Beten muss die Kirche alle Menschen aufnehmen. Indem die Kirche sich wieder auf Jesus Christus, ihren Herrn, den menschgewordenen Gottessohn, konzentriert, wird sie den Maßstab für ihre Arbeit gewinnen.

D.Bonhoeffer hatte keinen Kontakt zu gläubigen Juden. Die jüdische Renaissance in der Weimarer Republik hat er nicht wahrgenommen. In solidarischer und selbstkritischer Weise hat er seine Stellung zum Judentum reflektiert. Durch intensives Studium des Alten und Neuen Testaments erschloss sich ihm theologisch die Verbundenheit von Judentum und Christentum. Dazu schreibt P.Lapide: „Wie Bonhoeffer sich das allein erarbeitet hat, weiß ich noch immer nicht; aber ich bin voll Bewunderung“.

Diese Bewunderung, von der Lapide schreibt, hält auch bei mir weiterhin an. Wenn Sie, liebe Leser*innen, sich mehr mit ihm beschäftigen wollen, lege ich Ihnen das Interview mit Prof. Dr. Christiane Tietz ans Herz. Über den Link können Sie es sowohl lesen als auch hören: Hier gehts zur Seite

Die Fotos entstanden bei einem winterlichen Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Flossenbürg in der Oberpfalz.

Donnerstag, 9. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Gründonnerstag: Matthäus 26,17-40



Geöffnete Kirche!, 08.04.2020

Geöffnete Kirche

Aufgrund der aktualisierten Handlungsempfehlung des Landeskirchenamtes in Wolfenbüttel dürfen wir in streng begrenztem Rahmen unsere Sankt-Andreas-Kirche zum stillen Gebet öffnen. Eine Aufsichtsperson wird auf die strikte Einhaltung der Abstandsregeln achten. Allerdings darf auch weiterhin weder ein Gottesdienst noch eine Andacht gefeiert werden.

Geöffnet wird unsere Kirche am Karfreitag und am Ostersonntag jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr geöffnet. Aufgrund der Empfehlung des Landeskirchenamtes werden wir am Karfreitag um 15:00 Uhr läuten sowie am Ostersonntag um 10:00 Uhr und um 12:00 Uhr.

Mittwoch, 8. April 2020
Pfarrer Thomas Weißer liest das Evangelium für den Karmittwoch: Matthäus 26,1-16



Gedanken in der Karwoche, 07.04.2020

Karwoche

Wer Jesus Christus ansieht, sieht in der Tat Gott und die Welt in einem, er kann fortan Gott nicht mehr sehen ohne die Welt und die Welt nicht mehr ohne Gott. Ecce homo – sehet welch ein Mensch! In ihm geschah die Versöhnung der Welt mit Gott. Nicht durch Zertrümmerung, sondern durch Versöhnung wird die Welt überwunden. Nicht Ideale, Programme, nicht Gewissen, Pflicht, Verantwortung, Tugend, sondern ganz allein die vollkommene Liebe Gottes vermag der Wirklichkeit zu begegnen und sie zu überwinden. Wiederum ist es nicht eine allgemeine Liebesidee, sondern die wirklich gelebte Liebe Gottes in Jesus Christus, die das vollbringt. Diese Liebe Gottes zur Welt zieht sich nicht aus der Wirklichkeit zurück in weltentrückte edle Seelen, sondern sie erfährt und erleidet die Wirklichkeit der Welt aufs härteste. Am Leibe Jesu Christi tobt sich die Welt aus. Der Gemarterte aber vergibt der Welt ihre Sünde. So geschieht die Versöhnung. Ecce homo.

Dietrich Bonhoeffer, Ethik, DBW 6, S.69

Sonntag Palmarum, 04.04.2020


Der Predigttext für den Sonntag Palmarum steht bei Markus im 14. Kapitel. Hier ist er in der Menge-Übersetzung abgedruckt:
3 Als nun Jesus in Bethanien im Hause Simons des (einstmals) Aussätzigen war, kam, während er bei Tische saß, eine Frau, die ein Alabasterfläschchen mit echtem, kostbarem Nardensalböl hatte; sie zerbrach das Gefäß und goss es ihm über das Haupt.
4 Darüber wurden einige (der Anwesenden) unwillig und sagten zueinander: »Wozu hat diese Verschwendung des Salböls stattgefunden?
5 Dieses Salböl hätte man ja für mehr als dreihundert Denare verkaufen und (den Erlös) den Armen geben können«; und sie machten der Frau laute Vorwürfe.
6 Da sagte Jesus: »Lasst sie in Ruhe! Warum bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan!
7 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch und könnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt; mich aber habt ihr nicht allezeit.
8 Sie hat getan, was in ihren Kräften stand: sie hat meinen Leib im Voraus zur Bestattung gesalbt.
9 Wahrlich ich sage euch: Überall, wo die Heilsbotschaft in der ganzen Welt verkündet werden wird, da wird man auch von dem sprechen, was diese Frau getan hat, zu ihrem Gedächtnis.« AMEN

Was für eine Verschwendung! 300 Silbergroschen! Das ist der 300-fache Verdienst eines Tagelöhners. Eine unglaubliche Kostbarkeit vergießt diese Frau auf Jesu Kopf. Das ist sehr unvernünftig, wie einige Anwesende tref-fend bemerken. Jesus reagiert ganz anders! Seine Antwort klingt befremdlich: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch und könnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt.“ Und er füg noch einen weiteren Satz an: „Mich aber habt ihr nicht allezeit.“ Armen zu helfen und Bedürftige versorgen gehört zur christlichen Existenz dazu. Ohne zielgerichtetes diakonisches Handeln geht es nicht!
Manchmal muss sich Liebe auch anders erweisen. Die Liebe fragt dann nicht nach, wie viel Geld es kostet. Sie muss geschehen, ohne nach dem genauen Sinn, den Kosten, dem Geld oder einem Wert zu fragen. Es muss sich einfach zutragen. Ein lieber Kollege spricht gerne vom „Kairos“. Das ist der ganz bestimmte Zeitpunkt, der Augenblick, in dem, wie in diesem Fall, die Liebe sich ereignen muss.
Was die Frau damals in Bethanien tat, war sicher unvernünftig. Und Jesus lässt es zu. Er weiß, dass der Glaube, wenn er lebendig ist, oft eine unver-nünftige Sprache spricht. Das ist zum Beispiel eine Sprache der Poesie, der Leidenschaft oder anderes. Hätte sie es nicht getan, wäre dieser Zeitpunkt (Kairos) verstrichen und Jesus wäre ungesalbt in den Tod gegangen. Doch so hat sie ihm diese Wohltat zukommen lassen, und wir denken heute, fast 2000 Jahre später, immer noch an sie. AMEN


Stufen - Hermann Hesse

Stufen

Nachdem Hermann Hesse von einer langen Krankheit genesen war, schrieb er am 4. Mai 1941 das Gedicht Stufen:

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

02. April 2020

Miteinander gehen

Lasst uns ein Stück noch miteinander gehn
Durch manchen Kreis mit Jahreszeiten.
Und lasst uns vorwärts in die Weite sehn,
wo alle Horizonte offen stehn
und sich im Osterlicht die Berge Gottes breiten.

Klaus-Peter Hertzsch

Segen, 31. März 2020

Von guten Mächten
Gerade jetzt, wenn keine Gottesdienste gefeiert werden können und Menschen vor geschlossenen Kirchentüren stehen, ist der Segen Gottes, wenn auch nicht direkt zugesprochen sondern gesendet, nötig:

Der HERR gewähre dir zu aller Zeit seinen Segen.
Er lege seine Gnade auf jedes seiner Jahre.
Er schaue dich an Tag für Tag voller Erbarmen und Güte.
Er lasse dich keinen Augenblick unbehütet. Der HERR halte deine Zeit in seinen Händen
Und lasse, wenn die Zeit gekommen ist,
sie für dich Ewigkeit werden.

aus: Anette Soete, Das kleine Buch der Zeit

Sonntag Judika, 29. März 2020

Das Evangelium des Sonntags Judika in der Übersetzung Dr. Hermann Menges:
Joh.18,28 Man führte Jesus dann aus dem Hause des Kaiphas nach der Statthalterei; es war früh am Morgen. Die Juden selbst gingen dabei nicht in die Statthalterei hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Passah essen zu können. 29 Darum kam Pilatus zu ihnen hinaus und fragte sie: »Welche Anklage habt ihr gegen diesen Mann zu erheben?«
30 Sie antworteten ihm mit den Worten: »Wenn dieser Mensch kein Verbrecher wäre, so hätten wir ihn dir nicht überliefert!«
31 Da sagte Pilatus zu ihnen: »Nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz.« Da entgegneten ihm die Juden: »Wir haben nicht das Recht, jemand hinzurichten« –
32 so sollte sich das Wort Jesu erfüllen, durch das er die Art seines Todes angedeutet hatte.
33 Pilatus ging nun wieder in die Statthalterei hinein, ließ Jesus rufen und fragte ihn: »Bist du der König der Juden?«
34 Jesus antwortete: »Fragst du so von dir selbst aus, oder haben andere es dir von mir gesagt?«
35 Pilatus antwortete: »Ich bin doch kein Jude! Dein Volk und zwar die Hohenpriester haben dich mir überantwortet: was hast du verbrochen?«
36 Jesus antwortete: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so würden meine Diener (für mich) kämpfen, damit ich den Juden nicht überliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.«
37 Da sagte Pilatus zu ihm: »Ein König bist du also?« Jesus antwortete: »Ja, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.«
38 Darauf antwortete ihm Pilatus: »Was ist Wahrheit?!« Nach diesen Worten ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: »Ich finde keinerlei Schuld an ihm.
39 Es ist aber herkömmlich bei euch, dass ich euch am Passah einen (Gefangenen) freigebe: soll ich euch also den König der Juden freigeben?«
40 Da riefen sie wieder laut: »Nein, nicht diesen, sondern den Barabbas!« Barabbas war aber ein Räuber.
19,1 Da ließ nun Pilatus Jesus ergreifen und geißeln; 2 dann flochten die Soldaten eine Dornenkrone, setzten sie ihm aufs Haupt und legten ihm einen scharlachroten Mantel um; 3 hierauf traten sie vor ihn hin und riefen aus: »Sei gegrüßt, Judenkönig!« und versetzten ihm Schläge ins Gesicht. 4 Pilatus kam dann wieder heraus und sagte zu ihnen: »Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keinerlei Schuld an ihm finde.« 5 So kam denn Jesus heraus, indem er die Dornenkrone und den Purpurmantel trug, und Pilatus sagte zu ihnen: »Seht, der Mensch!« AMEN
Gegen jeden äußeren Anschein ist Jesus hier Herr der Lage. Er erfüllt den Willen Gottes, seines Vaters, der ihn zu den Menschen gesandt hat. Zugleich ist hier das Bild eines Menschen zu erkennen, der zu Unrecht in die Mühlen einer Unrechtsjustiz geraten ist. Er ist als der Leidende derjenige, der an der Seite derer steht, die zu Unrecht angeklagt und verurteilt wurden. Von ihnen gab und gibt es so unendlich viele in dieser Welt. In Jesus wird sichtbar, wie zerstörerisch Willkür und Gewaltherrschaft sind.
Was ist Wahrheit? Nicht das, was vor Augen steht.
Als einer, der sich selbst ausgeliefert hat, tritt Jesus in der Schlussszene vor das Volk, vor seine Anhänger und Gegner. Die entscheidenden Worte spricht nun aber Pilatus: „Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keinerlei Schuld an ihm finde. Seht, der Mensch!“ Was geschieht, wenn wir ihn sehen? In den Augen des Geschundenen kann ich mich mit den Brüchen meines Lebens, meinem Scheitern, meinem Schmerz und meinen Hoffnungen wiederfinden. In diesem Blick erlebe ich, dass Jesus an meiner Seite steht, was immer auch geschieht. Durch sein Vertrauen kann ich Kraft gewinnen. AMEN


Psalm 43 in der Übertragung von Peter Spangenberg, Hamburg, 1995
Lieber Gott,
setz du dich doch bitte für mich ein
und nimm meine Sorgen in deine Hand,
und beschütze mich vor falschen Freunden.
Du bist doch mein Gott und hast höchstes Ansehen.
Ich möchte nicht immer so traurig sein,
weil ich nicht zurechtkomme im Alltag
und viele Schwierigkeiten habe mit Menschen.
Mach es hell vor meinen Augen,
lass mich einsehen, was du sagst,
damit ich immer wieder zurückfinde auf deinen Weg
und aufblicken kann zu dir
und deine Stimme in meinem Herzen höre,
wenn du bei mir zu Besuch bist.
Ich möchte immer wieder zurückfinden in die Kirche,
hin zum Altar,
von dem so viel Segen ausgeht,
deine Nähe, guter Gott;
denn durch dich lerne ich wieder lachen,
so dass ich dir danken kann. AMEN

Von guten Mächten

Von guten Mächten Von guten Mächten
treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich
diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen
in ein neues Jahr.

Von gutem Mächten
wunderbar geborgen
erwarten wir getrost,
was kommen mag.
Gott ist bei uns
am Abend und am Morgen
und ganz gewiss
an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer

Ihre Kirche ist erreichbar!

Die Sankt-Andreas-Kirche und das Evangelische Kirchenzentrum sind geschlossen und große Teile des Gemeindelebens ruhen. Die Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde sind aber telefonisch zu erreichen. Unter der bekannten Telefonnummer 05381/ 94290 melden sich Pfarrer Tim-Florian Meyer oder Pfarrer Thomas Weißer. Für die Propstei Gandersheim-Seesen ist Propst Thomas Gleicher unter 05381/ 942920 erreichbar. Aktuelle Informationen und gute Gedanken finden sich auf der Internetseite: Kirchengemeinde Seesen, ebenso eine deutschlandweite Übersicht über Gottesdienste, Andachten und christliche Inhalte sowie regionale Angebote der Kirchengemeinden im Internet.Angebote

Die für Ende April und Anfang Mai geplanten Konfirmationen werden auf den 27. September und den 4. Oktober 2020 verlegt.

23. März 2020 Lätare – Freuet Euch

Lätare

Wie schade, dass wir uns in dieser Woche nicht in unserem gemeinsamen Haus, unserer Sankt-Andreas-Kirche treffen können. Denn dann könnten wir uns gemeinsam an den Paramenten erfreuen, die wir erst seit drei Jahren unser Eigen nennen können. Sie werden mitten in der Passionszeit nur zum Sonntag Lätare herausgeholt. Zum einen zeigen sie an, dass die Hälfte der Passionszeit nun schon vorüber ist und dass das Fest der Auferstehung naht. Zum anderen verdeutlichen Sie, dass, so schwer und so dunkel ein Leid auch sein mag, es nicht nur schwarz oder weiß gibt. Selbst im Leid können Lichtblicke sichtbar werden. Neues Leben gibt es durch das Kreuz hindurch.

Das Lied „In dir ist Freude“ (EG 398) zeigt dies für mich besonders deutlich. Denn trotz allem, was uns im Leben an Bösem und Üblen zustoßen kann, endet es im lobenden Halleluja.

1. In dir ist Freude in allem Leide,
o du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben,
du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden.
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G'müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben;
nichts kann uns scheiden. Halleluja.
2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden
Teufel, Welt, Sünd oder Tod;
du hast's in Händen, kannst alles wenden,
wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren
mit hellem Schalle, freuen uns alle
zu dieser Stunde. Halleluja.
Wir jubilieren und triumphieren,
lieben und loben dein Macht dort droben
mit Herz und Munde. Halleluja.
Wer mag, höre sich diese Aufnahme aus Nürnberg an oder singe gleich mit. Video Bleiben Sie gesegnet und behütet

Sonnenaufgang in Scharbeutz

Sonnenaufgang in Scharbeutz

23. März 2020

Nun sitzen wir alle ziemlich fest in unseren Wohnungen und kommen nur zu kürzeren Spaziergängen hinaus. „Abstand halten“ ist die Devise. Trotzdem ist es möglich, zusammenzurücken. Auch das Telefon wird wieder wichtiger … zum Beispiel für die Seelsorge u.a.

Eine Freundin von mir ist Pastorin in Scharbeutz an der Ostsee. Wir sprachen kurz miteinander, was wir in den Gemeinden noch tun können und wie wir unsere Arbeit jetzt organisieren. Ich beneidete sie etwas, da sie ja gleich vor der Haustür den Strand und die Ostsee habe. Da machte sie das Angebot, morgens früh um 7:00 den Sonnenaufgang für mich zu fotografieren. Dann hätte ich auch etwas davon. Und ich darf diese Bilder vom Samstag mit Ihnen teilen. Auch so können wir vielleicht näher zusammen rücken.

Bleiben Sie gesegnet und behütet!“

Mittagsläuten in Dekanat und Propstei

Mittagsläuten in Dekanat und Propstei

Dechant Stefan Lampe, Pröpstin Elfriede Knotte und Propst Thomas Gleicher setzen ein ökumenisches Zeichen und bitten die Gemeinden der Propstei Gandersheim-Seesen sowie die Gemeinden des Dekanats Alfeld-Detfurt, mittags um 12.00 Uhr für drei Minuten die Kirchen-Glocken läuten zu lassen. „Das Läuten ruft zum Gebet angesichts der Corona-Krise und lässt uns dankbar an die vielen Menschen denken, die sich aktuell in besonderer Weise um ihre Mitmenschen kümmern“, betont Dechant Stefan Lampe.

Eine zeitgleiche Bitte kommt vom Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig, Dr. Christoph Meyns. Dieser hat in einem aktuellen Schreiben alle Kirchengemeinden in der Landeskirche Braunschweig gebeten, täglich um 12 Uhr die Kirchenglocken zu läuten. Ziel sei es, das sich Menschen in dieser Zeit miteinander durch ein gemeinsames Gebet verbinden.

Anlass der Bitte ist das generelle Verbot von Gottesdiensten und religiösen Versammlungen, das durch die staatlichen Behörden erlassen worden ist, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Der Landesbischof empfiehlt beim Läuten so zu beten:

„Herr, unser Gott, lass uns jetzt im Glauben zusammenstehen. Stärke unser Vertrauen und unseren Mut. Unsere Worte und unsere Taten mögen von Liebe erfüllt sein. Sei bei allen, die krank sind, sich Sorgen machen oder Angst haben. Segne alle, die ihnen helfen. Schenke uns allen Geduld und Kraft. Das bitten wir dich durch Jesus Christus. Amen“

Vivat Sankt Petersburg

Vivat Sankt Petersburg

Nun ist es noch nicht einmal 14 Tage her, dass das Vokalensemble Vivat aus Sankt Petersburg in unserer Sankt-Andreas-Kirche gastierte. Viele waren gekommen und erlebten ein ganz besonderes Konzert. In der ersten Hälfte klassische und liturgische Gesänge; in der zweiten Hälfte Lieder aus dem Volke mit einigen Spottliedern. Die Zuhörerschaft war begeistert, weil die Lieder zum Lachen und zum Träumen einladend hervorragend dargebracht wurden.

Vieles ist seither in unserem Land geschehen: Alle Gottesdienste sind abgesagt, Menschen sollen sich nicht mehr trafen, in den Geschäften wird manch ein Artikel gehamstert. Vielleicht möchten Sie sich an den Abend mit Vivat zurückversetzen? Dann empfehle ich Ihnen den folgenden Link. Die Besetzung ist zwar nicht die aktuellste, aber auch in der dort zu hörenden Besetzung war das Ensemble schon bei uns.

Video

Auch in diesen schweren Zeiten Kirche erleben

digitale Kirche

Um auch in dieser Zeit das soziale Engagement nicht zu verlieren, möchten wir an dieser Stelle eine Alternative zu Gottesdiensten in der Kirche vorstellen.

Hier können Sie auch von zu Hause weiterhin die Kirche erleben!

ACHTUNG: Alle Gemeindeveranstaltungen sind bis zum 19. April abgesagt!

Wir folgen der dringenden Empfehlung aus dem Landeskirchenamt: bis zum 19.4. sind alle Veranstaltungen (inkl. Gottesdienste) abgesagt. Das ist ein sehr schwerer Schritt! Wir sind weiterhin erreichbar: per Telefon, per Email und im Internet. Lassen Sie uns in Kontakt bleiben!

Hier können Sie sich über die offiziellen Vorgaben informieren!

Steh auf und geh! Weltgebetstag 2020 wurde in St Andreas Kirche ökumenisch gefeiert

Weltgebetstag

Interessante Kostproben aus Simbabwe- durch viel Musik, gelungene Anspiele, Dias und leckere Speisen.

Steh auf, nimm dein Schicksal selbst in die Hand – das ist die Botschaft des Weltgebetstags 2020 aus Simbabwe. Der deutsche Weltgebetstag unterstützt den Mut im Gebet, mit Projekten zur Frauenförderung und einer Entschuldungsaktion. Mehr als 20 Ausführende beteiligten sich, um diesen besonderen Tag am 6. März 2020 zu gestalten. Trotz der schwierigen Situation in Simbabwe, die von extremer Dürre, Wassermangel und Hunger, Misswirtschaft und Korruption geprägt ist, vermittelte die Weltgebetstagsordnung 2020 eine klare Botschaft der Hoffnung und des Aufbruchs. „Komm, nimm dein Bett und geh, du schaffst es!“, so hieß es in den Liedern, die durch die Mädchenkantorei unter der Leitung von Herrn A. Pasemann mitreißend vorgetragen und durch Frau L. Seidig und Frau G. Günzel-Oberbeck und Frau J. Oberbeck rhythmisch unterstützt wurden.

Der Gottesdienst zum Weltgebetstag kommt von Frauen aus Simbabwe. So wurde die Kirche unter der Federführung von Frau A. Oelhoff passend geschmückt und die ökumenische Frauengruppe studierte Texte und Anspiele ein, die den Gottesdienst auflockerten und das Thema des Bibeltextes aus Johannes 5, zur Heilung eines Kranken, lebendig vermittelten. „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ kam hier in Wort und Anspiel zum Ausdruck.

Im Anschluss wartete das hübsch vorbereitete Kirchenzentrum auf interessierte Gäste. Über 70 Frauen folgten der Einladung. Frau P. Rotfuchs hatte Salat und eine Reisspeise nach landesüblichem Rezept vorbereitet und weitere Frauen brachten Nachtisch ein, der gekostet werden konnte. Ein besonderer Gaumenschmaus war das! Dann wurde Simbabwe durch Dias und Informationen zum Land von Frau R. Schwabe vorgestellt und das Thema vertieft durch Ausführung von Ehepaar Leuschner, die 30 Jahre in Simbabwe gelebt haben. Die Abschlussworte sprach Frau H. Gleicher, die auch die Weltgebetstagskerze an die katholischen Frauen der Seesener Maria- Königin Gemeinde übergab.

Der nächste WGT 2021 wird dort am 05.03.21 ökumenisch gefeiert werden. Ab 18.30 Uhr dreht sich dann alles um Vanuatu. (GO)

INFO: Der Weltgebetstag

Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern rund um den Globus gefeiert. Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören in der weltweit größten ökumenischen Frauenbewegung untrennbar zusammen. Im Jahr 2019 kamen in Deutschland anlässlich des Weltgebetstags aus Slowenien Spenden und Kollekten von über 2,5 Millionen Euro zusammen.

Glaubensfliesen

Glaubensfliesen
Im Konfirmandenunterricht gestalteten die Jugendlichen ihre eigene persönliche „Glaubensfliese“. Mithilfe vieler kreativer Materialien hieß es nur: Gestaltet auf der Fliese Euren Glauben und lasst bitte einen Rand von etwa 2 cm. Mit viel Engagement wurde mit Mosaiksteinen, Holzfurnier, Filz oder Holzperlen u.v.a.m. zu Werke gegangen. Als alle fertig waren, suchte sich jed*r einen Platz und überlegte, welche vier Begriffe zum Glauben für ihn/sie im Moment wichtig seien und sich in der Fliese wiederspiegelten und schrieben diese auf die freigelassenen Ränder. Schließlich wurden sie vorgestellt und passend aneinandergelegt. So gestaltete sich aus den einzelnen Glaubensfliesen ein sehr unterschiedliches kreatives Ganzes unseres christlichen Glaubens.

Besuch vom Landesbischof Dr. Meyns

Besuch vom Landesbischof Dr. Meyns
Unsere noch junge Propstei Gande4rsheim-Seesen wurde von unserem Landesbischof Dr. Meyns visitiert. Das heißt: er4 kam zu Besuch, hatte viele Termine mit den Pfarrer*innen, den Mitarbeiter*innen der Jugend, der Presse und Wirtschaft, und, und und. In diesen vielen Gesprächen erfuhr er viel über unsere Propstei, über unsere Stärken und auch unsere Schwächen. Bei der Synode machte er Mut, über die Zukunft der Kirche nachzudenken.

Fasching mit Klub 18

Fasching mit Klub 18
Am Faschingsdienstag tobte der Bär. Klub 18 feierte ausgelassen Karneval und Frank Bleyer legte die passende Musik auf. Kaum waren die ersten Akkorde zu hören, füllte sich die Tanzfläche und blieb so, bis es schließlich hieß: Leider ist jetzt Schluss, Gottes Segen begleite Euch auf Eurem Weg Heim.

Ein Dank an alle ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen

Danke
Danke sagte die Kirchengemeinde Sankt Vitus und Sankt Andreas allen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Wir blickten zurück auf das vergangene Jahr und stellen fest, dass es doch ein ganz außerordentliches gewesen ist. Das neue Geläut ist nur ein Höhepunkt gewesen. Ohne die vielen Ehrenamtlichen, die Zeit, Energie und so viel persönliches Engagement in die Kirchengemeinde einbringen, wäre dieses reichhaltige kirchliche Leben nicht möglich! DANKE Ihnen allen!

Superwochenende

Handglockenchor


Das vergangene Wochenende zeigte einmal mehr die Vielfalt der Aktivitäten in unserer Kirchengemeinde. Am Samstagmorgen trafen sich im Raum unterm Dach die KFS-Konfirmand*innen und näherten sich an König David an. Bibelarbeit war hier die vorherrschende Methode. Zur selben Zeit feierte die Kinderkirche im Saal mit Joel, der ein Fest feierte. In der Sankt-Andreas-Kirche geschah ein weiteres: Aus dem Workshop „Handglockenchor“ entwickelte sich der „Handglockenchor Seesen“, der erste in unserer Landeskirche! Mittwochs um 17:00 Uhr werden die regelmäßigen Proben im Saal stattfinden.

Schließlich feierten wir am Sonntag Gottesdienste. In der Sankt-Andreas-Kirche waren die Erwachsenen zugegen, im Raum unterm Dach die Kirchenentdecker. Sie erlebten das große Glück beim Wiederfinden des verlorenen Silbergroschens.

Rückblick Weihnachtskreisfest

Rückblick Weihnachtskreisfest
„Nach alter Tradition endet der Weihnachtsfestkreis mit dem letzten Sonntag nach Epiphanias. Andere erklären, Mariae Lichtmess (2.2.) sei der Schlusspunkt. Wie dem auch sei, wissen wir doch, dass nun eine Zwischenzeit beginnt. Es sind die Wochen vor der Passionszeit und damit vor dem Osterfestkreis. Deshalb können wir ein wenig zurückblicken auf die ausgehende Weihnachtszeit. Musikalische Höhepunkt konnten erlebt werden wie das Advents- und Weihnachtsliedersingen oder das Weihnachtsoratorium. Zu Heiligabend kamen das erste Mal Kinderkirche, Kirchenentdecker und Konfirmand*innen zusammen und gestalteten gemeinsam das Weihnachtsstück. Und auch später begingen wir diese Festzeit nicht nur in Gottesdiensten. Mit „Celtic Christmas“ erlebten wir gleich zu Beginn des neuen Jahres einen musikalischen Höhepunkt und zeigten, dass Weihnachten eben nicht nur Heiligabend mit dem 1. Und 2. Christfest ist, sondern eine Strahlkraft besitzt.“

Mitgliederversammlung und Filmabend im Januar

Weltgebetstag SimWeltgebetstag Simbabwebabwe


Das Jahr 2020 hat für das Vorberetungsteam der Frauenhilfe rege gestartet und auch die Rechnungsprüfung für 2019 ist abgeschlossen. So soll am letzten Dienstag im Januar, 28.01.2020 um 19.30 eine Mitgliederversammlung abgehalten werden. Treffpunkt ist der Saal im Kirchenzentrum "Hinter der Kirche 1a". Hier findet nach der Mitgliederversammlung dann auch der Kinoabend statt. Gezeigt wird ab 20.00 Uhr auf der großen Leinwand die dramatische Filmkomödie aus dem Jahr 2014 "Ein Sommer in der Provence". Der Film wurde von Rose Bosch geschrieben und inszeniert, Produzent ist Ilan Goldmann. Mit dem Film bleibt Rose Bosch ihrem Kernthema, den Kindern, treu. Mit Blick für Details denkt sie sich hinein in die beiden zwangsurlaubenden Jugendlichen Léa (Chloé Jouannet) und Adrien (Hugo Dessioux) und in ihren sechsjährigen gehörlosen Bruders Théo (Lukas Pelissier). Die Kinder werden ohne Vorwarnung bei ihrem Opa in der Provence "geparkt". Die Schönheiten der südfranzösischen Landschaft, die der Film in verschwenderischer Fülle präsentiert, lassen die Kinder kalt, aber das schwächelnde Handynetz grenzt für sie an einen Super-GAU. Der Aussteigergroßvater Paul (Jean Reno) mit ausgeprägter Aversion gegen die Elektriktricks des Internets, profitiert unerwartet von der modernen Kommunikation.
Der Film entführt die Frauen in den Sommer der Provence. Er regt zum Nachdenken und Lachen an und ist eine perfekte Einstimmung für ein neues Jahr, denn er kommt leicht und beschwingt daher und punktet durch wunderschöne Bilder. Mitglieder, sowie alle interessierten Damen aus Seesen und Umgebung, sind herzlich eingeladen diesen ersten Abend der evangelischen Frauenhilfe Seesen zu genießen.

Am Dienstag, 25. Februar 2020 geht es dann in die Weltgebetstagsvorbereitungen. "Steh auf und geh!" So lautet der Ruf in diesem Jahr aus dem WGT- Land Simbabwe. Helferinnen, die Lese- , Darsteller-, oder Musikrollen übernehmen wollen, die eine landestypische Speise einbringen, oder sich für die besondere Deko engagieren wollen, sind herzlich zur Vorbereitung am 25.02.2020 um 19.30 Uhr ins Kirchenzentrum (1. Etage) eingeladen.
Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt und nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.
2020 kommt der Weltgebetstag aus dem südafrikanischen Land Simbabwe. Der WGT geht über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg. Seit über 100 Jahren ist er ein starkes Engagement von Frauen für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Gefeiert wird weltweit am 06. März 2020. Die Ausrichtung findet in diesem Jahr in der St. Andreas Kirche in Seesen um 18.30 Uhr statt. Der Gottesdienst wird Ökumensich gefeiert und auch die Gemeinden der umliegenden Dörfer sind herzlich eingeladen. Für Infos steht Frau Günzel-Oberbeck 05381/3543 bereit. (GO)


1. Sonntag nach dem Christfest

1. Sonntag nach dem Christfest
1. Sonntag nach dem Christfest (29. Dezember 2019) Am 1. Sonntag nach dem Christfest tauchte die Sonne den Altar in ein ganz besonderes Licht. In der Predigt hieß es zum Predigttext aus dem Buch Hiob, Kapitel 42: „Was Hiob eben noch als sein stärkstes Argument gegen Gott zu haben glaubte, seine Selbstrechtfertigung, wird von Gott schlicht ignoriert. Hiob muss erst auch diesen letzten Halt verlieren, bevor er – in großer Einsamkeit – vor Gott steht … nicht mehr getrübt durch sein eigenes Wollen. In diesem Moment – Hiob gleichsam elend, nackt und bloß – tut sich Gottes Geheimnis auf! Vielleicht werden wir auch eines Tages wie Hiob sagen: Ich hatte dich nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.

Der Taufbaum

Der Taufbaum
Dass der Taufbaum in der Sankt-Andreas-Kirche nicht mehr alle Täuflinge aufnehmen konnte, war allen bewusst. Nun haben wir endlich eine gute Lösung gefunden und in die Tat umgesetzt. Die vergangenen 10 Jahrgänge an Täuflingen sind in der Kirche verblieben. Alle anderen fanden nun ihren Platz am Taufbaum im Evangelischen Kirchenzentrum. Wie auf den Bildern zu sehen ist, haben wir noch Platz für ein paar mehr.

Heiligabend 2019

Heiliagabend 2019
So konnte am Heiligen Abend unsere Kirche erstrahlen. Und in der Nacht gab es eine ganz besondere Stimmung, denn uns ist heute der Heiland geboren.

Die Weihnachtsbaumaktion

17. Dezember 2019

Die Weihnachtsbaumaktion

Am 17. Dezember sollte es endlich soweit sein: der Weihnachtsbaum für die Sankt-Andreas-Kirche sollte gleichsam eingebracht werden. Familie Schwerdtfeger stifte ihn. In der Steinbühlstraße trafen sich folglich alle Beteiligten, begutachteten den Baum, sicherten und fällten ihn. Mit Hilfe zweier Traktoren konnte er zur Kirche gebracht werden. Dort musste er nur noch „angespitzt“ werden und schon ging es mit vereinten Kräften in den Kirchraum. Besonders brenzlig wird es beim Aufrichten. Doch auch dieses Mal klappte es beim ersten Versuch. Herzlichen Dank allen, die dabei waren!

Musizieren in der Adventszeit

15. Dezember 2019

Musizieren

Es ist seit vielen Jahrhunderten eine gute Tradition, dass in vielen Familien gemeinsam musiziert wird, um sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Auch in unserer Sankt-Andreas-Kirche hat das gemeisame Musizieren einen hohen Stellenwert. So kamen am 3. Sonntag im Advent wieder die Chöre an Sankt Andreas, der Propstei-Posaunen-Chor, die Flötenkinder und der Flötenkreis zusammen. Viele kamen, um zu singen, einfach nur zuzuhören, in Erinnerungen zu schwelgen und sich überraschen zu lassen z.B. vom Halleluja Händels. Auf diese Weise ist es eine schöne Art, sich auf das kommende Fest einzustimmen.

Sie sind wieder da!

26. November 2019

Glocken

„So oft wurden wir gefragt, wann den die Züchnerglocken zur Sankt-Andreas-Kirche zurückkämen. Nun sind sie endlich wieder da. Zum einen: Das Podest auf der Nordseite der Kirche war im Oktober gegossen worden und ist nun durchgehärtet. Zum anderen: Malermeister Heise hat sich um die Glocken gekümmert. Sie gereinigt, von losem Rost befreit und sie mit einer konservierenden Schicht überzogen. Nun hat Herr Hirschfeld sie zurückgebracht. Danke an alle bisher Beteiligte. Nun müssen nur noch die roten Bolzen abgeschnitten werden (sie wurden für den Transport benötigt). Die Schnittflächen werden danach gleich versiegelt. Und ein Informationsschild soll natürlich auch noch erstellt werden, um auf die Geschichte dieser Glocken aufmerksam zu machen.

Ein herausragendes Erlebnis

23. November 2019

Nebel

Am Vorabend des Ewigkeitssonntags (er wird auch als Gedenktag der Entschlafenen begangen) ist es Tradition, in der Sankt-Andreas-Kirche Musik zu lauschen. In diesem Jahr wurde u.a. das Requiem von Gabriel Faure unter der Leitung von Propsteikantor Pasemann aufgeführt. Dieses Werk, das Faure nach dem Tod seines Vaters 1885 zu komponieren begann und kurz vor dem Tod seiner Mutter 1887 vollendete, zeichnet sich dadurch aus, dass neben dem trauernden Moll immer wieder das hoffnungsvolle Dur aufblitzt, das dem Tod etwas Tröstliches zu geben vermag. Ein Dank sei allen Musiker*innen gesagt, die dieses herausragende Musikerlebnis möglich machten.

Weg und Anknuft

Novembertreffen der Evangelischen Frauenhilfe Seesen

Frauenhilfe

Unter dem Motto "Weg und Ankunft" macht sich die evangelische Frauenhilfe Seesen, am Dienstag, den 26.11.19 auf ihren Weg in den bevorstehenden Advent. Die interessierten Teilnehmerinnen treffen sich an diesem Abend um 19.30 Uhr am Kirchenzentrum "Hinter der Kirche 1a" in Seesen, um einen kurzen, besinnlichen Weg zwischen Kirche, Museum und St. Vitus in Ruhe und Besinnung zurückzulegen. In der Dunkelheit kommen die wunderschön angeleuchteten, seesener Bauten ganz anders zum Ausdruck, als in der Helligkeit und Hektik des Tages. Eine Andacht und Musik werden dazu beitragen, die bevorstehende Zeit des "Wartens auf die Ankunft" bewusster zu gestalten, denn es ist oft schwer bei aller Arbeit, allem Erledigen der Vorbereitungen auf Advent und Weihnachten zur Ruhe zu kommen.
Dieses letzte Treffen in 2019 wird außerdem mit einem gemütlichen Teil, bei Tee, Suppe und Brot ausklingen. Das Vorbereitungsteam freut sich auf viele bekannte und unbekannte Frauen, die sich an diesem Abend warm angezogen auf den Weg machen und sich einlassen auf den kleinen Weg am Abend und die Ankunft in einem warmen, schön vorbereiteten Raum.
Nachfragen nimmt Frau Günzel-Oberbeck (05381/3543) entgegen. Am letzten Dienstag im Januar 2020 trifft sich die Seesener Frauenhilfe dann wieder. Nach einer kurzen Mitgliederversammlung um 19.30 Uhr im Kirchenzentrum wird es ab 20.00 Uhr einen Filmabend geben. Gezeigt wird "Ein Sommer in der Provence", ein Film, der die Frauen, mitten im Winter, in eine ganz andere Welt entführen wird. Die dramatische Film-Komödie aus dem Jahr 2014 wurde geschrieben & inszeniert von Rose Bosch und produziert von Ilan Goldman. (GO)

Klub 18 und Team Farbenfroh

Freitag, 15. November 2019

Team Farbenfroh udn Klub 18

Klub 18 und Team Farbenfroh veranstalteten im Evangelischen Kirchenzentrum gemeinsam eine Party. Vier Stunden konnten Menschen mit und ohne Behinderung sich nach den Rhythmen der Musik bewegen. Besonders schön war die friedliche und ausgelassene Stimmung, in der alle miteinander feierten. Danke an alle, die dieses kleine Fest vorbereiteten!

Ein Schreiben des Dankes

Sehr geehrter Herr Leßmann Sehr geehrter Herr Leßmann,
Als «Tochter mittleren Alters» und Tochter «alternder Eltern» möchte ich mich bei Ihnen sehr herzlich bedanken für einen ganz besonderen Theaterabend vorgestern in der Seesener St. Andreaskirche. Sie haben dem Publikum (leider, wie ich fand, viel zu dünn besetzt!) mit dem Stück « Ein Tag mit Herrn Jules » eine wundersame Geschichte in einer wunderbaren Inszenierung und mit einer bewundernswerten Interpretation und Präsentation beschert. Der Abend hat – und dies sicherlich nicht nur mich – sehr berührt, bewegt und wird lange nachwirken und viele Gedankengänge anregen. Am Ende des Stücks hat der Zuschauer «Sie», vielleicht aber zugleich auch «sie» (= Alice) nur ungern allein zurückgelassen. So manch einer hätte Sie/sie vielleicht gerne zu einem vertrauteren Gespräch zu sich nach Hause eingeladen, um sich mit Ihnen über diese hoch komplexe und tiefgehende Thematik auszutauschen. Doch sicherlich sind sich viele Zuschauer auch der unglaublichen physischen und mentalen Herausforderung Ihrer Darbietung bewusst gewesen. Und so ging jeder seines Weges, mit seiner Mischung aus vielerlei Gefühlen, Hinterfragungen und gedanklichen Anregungen. Sehr geehrter Herr Leßmann, ich wünsche Ihnen, mit Ihren Darbietungen noch recht viele Menschen nachhaltig zu berühren, anzurühren und dadurch vielleicht so manche unsichere oder unglückliche Verhaltensweise zu beeinflussen.
In aufrichtigem Respekt und großer Dankbarkeit bin ich mit herzlichen Grüßen,
Silke GODIER

Vielen herzlichen Dank,
sehr geehrte Frau Godier,
für Ihre zugewandten Zeilen. Ich freue mich sehr, wenn ich solch würdigende, dezidierte Worte zu dieser Inszenierung lesen darf. (Zumal sich ebenso die Presse - personell oder in der Auseinandersetzung – “dünn” präsentiert) Ich schätze das Spiel an so gegensätzlichen Orten wie der imposanten Kirche in Seesen und am nächsten, dem gestrigen Abend in der gut beheizten Bibliothek mit ansteigenden Zuschauerreihen in Soltau – und bleibe hoffnungsfroh, auch im nächsten Jahr weiteren Gastspiel-Einladungen folgen zu können. Nochmals Dank für Ihre besonderen Worte
und mit herbstlichen Grüßen aus Bremen:
Martin Leßmann

Laterne mit den Zwergen

Donnerstag, 14. November 2019

Laterne mit den Zwergen Die Zwerge luden ein zum Laterne-Gehen. Vorher konnten alle Punsch trinken und mit Laugengebäck stärken. Im Hof versammelten sich die Großen und die Kleinen, erlebten die Geschichte, wie St.Martin seinen Mantel teilte, und dann ging es hinaus in die dunkle und finstere Nacht. Licht in die Welt tragen. Für die Kleinsten sicher ein Abenteuer.

Volkstrauertag 2019

Freitag, 15. November 2019


Volkstrauertag 2019
Anschlag auf Betende und Mord in Halle an der Saale

(csc) Eine massive Eingangstür verhinderte am 9. Oktober 2019 den Zutritt des späteren Mörders in die Synagoge zu Halle und ein Blut-bad unter unseren jüdischen Brüdern und Schwestern. Nachdem ihm der Zutritt in die Synagoge nicht möglich war, ermor-dete der Rechtsterrorist im Paulusviertel in Halle die 40-jährige Jana L. und den 20-jährigen Kevin S. Das erste Opfer war auf dem Weg in ihre Wohnung im Paulusviertel, traf an der Synagoge auf den Täter, der ihr feige in den Rücken schoss. Kevin S. wurde in seiner Mittagspause in einem Döner-Imbiss ermordet. Auf der Flucht verletzte der Mörder das Ehepaar Jens und Dagmar Z. lebensgefährlich. Das mediale Echo und die Anteilnahme auf den neuen Tiefpunkt antisemitischer Anschläge in Deutschland war anfangs angemessen. Sehr schnell standen wieder andere Themen im Mittelpunkt. Auf Anregung von Pfarrer Thomas Ehgart (Bad Gandersheim) haben er selbst, Pfarrer Thomas Weißer (Seesen) und der stellv. Vors. der Propsteisynode Carsten Schillert, in Abstimmung mit Propst Thomas Gleicher und Pröpstin Elfriede Knotte, Banner und Plakate zum Volkstrauertag 2019 gestaltet. Vor dem und am Volkstrauertag 2019 möchte die Ev.-luth. Propstei Gandersheim-Seesen nicht nur der Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewaltherrschaft gedenken. Die Opfer vom 9. Oktober 2019 und die versuchte Ermordung der Gottesdienstbesucher in der Synagoge von Halle dürfen nicht vergessen werden, sondern uns Mahnung sein. Wehret den Anfängen! Nie wieder Faschismus! Stehen wir ein für Demokratie und Grundrechte!

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Der Kirchenbote


Tageslosung

Samstag, 6. Juni 2020:

Wie groß sind Gottes Zeichen und wie mächtig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währet für und für.
Daniel 3,33

Weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen.
Hebräer 12,28

Jahreslosung 2020

 

Gemeindebrief

 

360° Kirchenansicht